Das Sonett, das den vierten Abschnitt von Charles Baudelaires Les Fleurs du Mal (Ausgabe 1857) eröffnet. Der gesamte Essay widmet sich der Messung seiner Glaubhaftigkeit.
Correspondances
Laissent parfois sortir de confuses paroles ;
L'homme y passe à travers des forêts de symboles
Qui l'observent avec des regards familiers.
Dans une ténébreuse et profonde unité,
Vaste comme la nuit et comme la clarté,
Les parfums, les couleurs et les sons se répondent.
Doux comme les hautbois, verts comme les prairies,
— Et d'autres, corrompus, riches et triomphants,
Comme l'ambre, le musc, le benjoin et l'encens,
Qui chantent les transports de l'esprit et des sens.
Entsprechungen
Zuweilen wirre Worte entweichen lassen;
Dort schreitet der Mensch durch Wälder von Symbolen,
Die ihn mit vertrauten Blicken betrachten.
In einer finsteren und tiefen Einheit
Weit wie die Nacht und wie das Licht,
Antworten einander Düfte, Farben und Töne.
Sanft wie Oboen, grün wie die Auen
— Und andere verdorben, reich und sieghaft,
Wie Amber, Moschus, Benzoe und Weihrauch,
Die den Taumel des Geistes und der Sinne singen.
Leseanmerkung
Wünscht man allein den Bezug zur Form der Ausführung, so genügt es, nur den Theorie-Block jedes Absatzes zu berücksichtigen — den ohne farbigen Hintergrund. Die Anmerkungen, die Baudelaire selbst betreffen und im Anwendung auf Baudelaire-Block (mit einem bernsteinfarbenen Rand gekennzeichnet) zusammengefasst sind, sowie jene zur Methode im Methode-Block (auf hellem cremefarbenem Grund), bringen Erläuterungen zum einführenden Absatz.
Die einfachen Klammern [N] verweisen auf Index I — Bibliographie, die doppelten [[N]] auf Index II — Gedichte von Baudelaire, wenn sie eine Zahl umklammern. Ein Klick öffnet den entsprechenden Eintrag.