Das Essay — Teil II

Verallgemeinerung der Glaubhaftigkeitsmessungen für andere Gegenstände als Paradoxe

Legende der Blöcke

Theorie — die begriffliche Darstellung Methode — Bemerkungen zur Anwendung Baudelaire — die Anwendung auf das Sonett Entsprechungen
§81
· Spur, Stift
Theorie

Da viele Texte kein Paradoxon enthalten, kommt die Idee einer Erweiterung der bisher vorgestellten Messungen, um eine Art von vereinfachten Auslegungen zu entwickeln, die numerische Messungen ihrer eigenen Glaubhaftigkeit erlauben werden. Um dies zu erreichen, müssen wir fast alle bisher dargestellten Vorstellungen verallgemeinern. Trotz der Nähe mit Unvernunft werden wir auch die Idee Träger und manche andere wieder untersuchen, die wegen der Gefahr von Zweideutigkeit, die sie bewirken, provisorisch beiseitegelassen wurden. Um ein solches Ziel trotz mancher Schwierigkeiten zu erreichen, stellen wir uns vor, dass eine Spur einen Begriff oder den Sinn eines sehr besonderen Trägers ausmacht, der nicht nur in der Lage ist, eine Empfindung, sondern auch eine ganze Idee darzustellen. Ein Stift ist ein solcher Sinn, so dass Begriffe und Stifte die Menge der Spuren bilden. Wir werden auch weiterhin den Namen “Begriff” verwenden, aber in einem erweiterten Rahmen, für jede aus dem zu analysierenden Text entlehnte Idee, die zu einem Schiedsspruch gehören könnte, den unsere Einbildung erlaubt, während wir genau diese Idee in einem Verhältnis behandeln, das kein Schiedsspruch ist. Wenn es einerseits wirklich erscheint, dass ein Träger einen Stift besitzt, weil der Schaffende klaren Willen davon zeigt, muss man diesen Stift jedoch genau bestimmen. Wenn der Träger andererseits nur einen sehr vagen Sinn zeigt, kann er keinen Stift darstellen.

Methode

Das raue Papier, auf dem dieses oder jenes Gedicht gedruckt ist, mag wohl kein Träger mit Stift sein, denn der Autor hat es möglicherweise nicht selbst ausgesucht.

Anwendung auf Baudelaire

Das N in «Natur» hat einen Stift, aber es bleibt doch etwas unbestimmt, weil es nicht eindeutig ist, ob es sich um Metaphysik oder Mythologie handelt, selbst wenn beide in den Augen eines Dichters einander ergänzen. Es scheint uns auf jeden Fall übertrieben zu behaupten, dass das N die Bedeutung “das Unbedingte” hat. Das Verhältnis zwischen N und dem Unbedingten kann nur als Intuition beschrieben werden, wie wir einem Gemälde einen “Sinn” geben. Andererseits behält der Ausdruck “das Stift von "N"” eine “Bedeutung”, denn wir deuten in diesem Fall ein Gedankenobjekt durch ein reguläres Zeichen an.

§82
· Glosse, Gradiente
Theorie

Wir erweitern nun die Anwendung der lateinischen Großbuchstaben, um Elemente oder Mengen aus einem Text darzustellen. Eine Glosse bindet einen knappen Kommentar mit einer Spur oder bildet eine andere Verbindung, die absolut keine Wiederholung enthält. Die Spuren werden in jeder Glosse ein Bündnis ausmachen, dessen Inhalt die Kritik unmöglich ausschließen kann, weil kein Merkposten ihm entgegenkommt. Wir werden oft Glossen mit Symbolen (A), (E) für Spuren wie auch (b), (d) für Bejahung und Verneinung b(A~E) und d(A~E) schreiben. Die Glosse b(A~E) hat die Bedeutung “will man mittels des Textes den ursprünglichen Gedanken seines Schaffenden fein erfassen, dann muss man A und E vereinen statt entgegenstellen”. Der Sinn für d(A~E) wird “will man mittels des Textes den ursprünglichen Gedanken seines Schaffenden fein erfassen, dann muss man A und E entgegenstellen statt vereinen”. Es gibt drei Arten von Glossen: Problem-, Linderungs- und Neutralglossen. Die Gradiente ist der Wert der Glaubhaftigkeit einer Neutral- oder Problemglosse, wie auch einem Paar Linderungsglossen zuweilen mit beiden Linderungsglossen identisch.

Methode

Wenn man eine Mischung neuer und alter Wörter benutzt, wird ein Stoß leicht eine sehr besondere Glosse mit kräftiger ausführlicher Spannung genannt. Sein Kanal ist eine Gradiente und seine Begriffe sind Spuren.

Anwendung auf Baudelaire

Während b(Natur~Tempel), b(verdorben~Weihrauch) als Prallformen gemessen werden, besitzen andere Glossen wie b(lange~Echos) und b(Entsprechungen~ antworten) nicht dieselben Eigenschaften. Erstere beschreibt zum Beispiel, was in den Bergen oder den tiefen Talern gewöhnlich ist. Die zweite b(Entsprechungen~antworten) benutzt dieselbe Wurzel für zwei Wörter. Die Glaubhaftigkeit dieser Sinnverbindungen scheint in der Anwendung bezüglich des Gedichts so überzeugend, dass eine große Abweichung von dem Wert 1 der zugehehörigen Zahl überraschend wäre. Wir müssen auch zugeben, dass es uns nicht gelungen ist, die Beschreibung der Etymologie zu systematisieren. Die entsprechende Identifizierung geschieht von Fall zu Fall. Für eine Bebilderung des Titels «die Blumen des Bösen» merken wir, dass die Etymologie vieles bringt, heißt doch eine Auswahl bezeichnender Texte eine «"Antho"logie», weil sie aus dem betreffenden Bereich die "Blume" liefert" [831].

§83
· Problemglosse
Theorie

Eine Problemglosse sollte ein Hindernis gegen die Gedanken eines Stoßes oder eines anderen Problems beschreiben, und das hängt von der jeweils guten oder schlechten Lage des zu analysierenden Schriftstücks ab. Alle sehr vagen Abschnitte in diesem Rahmen können jedoch nicht die Anwendung einer Problemglosse erlauben, so dass b(weit~Einheit) ausgeschlossen werden muss. Im Gegenteil wird b(Tag~ Füßen) der Ausdruck «…der Tag mit schnellen Füßen…» gut beschreiben, der von Pindar zweideutig benutzt wurde, um den Tag des Wettlaufs in Olympia zu erwähnen. Die in Frage kommende Schwierigkeit ist nicht gerade ernst, denn Pindars Text beschreibt einen Athleten [720]. Im Vergleich zu den Stößen haben die Glossen den Vorteil, sowohl den großen als auch den kleinen Problemen zu gelten. Die Vorstellung eines “Tagegottes”, der mit langen Schritten läuft, bleibt ebenso bescheiden wie die seines Körpers, der größer ist als der Körper gewöhnlicher Menschen. Es bedarf also keines Stoßes, um diese Stilfigur zu bestimmen: es genügt eine Problemglosse.

Methode

Es ist sogar möglich, dass man eine Linderungs- oder eine Neutralglosse aus derselben Idee ziehen kann, wobei die größte Gradiente derjenigen unter den drei Aussaggen zukommen wird, die zum betreffenden Abschnitt des untersuchten Schriftstückes am besten passt.

Anwendung auf Baudelaire

Die künstlerische Inanspruchnahme von Ausdrücken wie «finsteres Licht» wird auf ähnliche Weise beschrieben [212]-[432]. Baudelaires Sonett erlaubt selbst b(Nacht~Licht), das wegen des Kontrasts einen Stoß darstellt. Eine geringere Schwierigkeit zeigt sich mit b(Mensch~Tempel). Es kann nicht von einem Stoß die Rede sein, denn die Zusammensetzung der Vorstellungen geschieht reibungslos. Denkt man jedoch über b(Natur~Tempel) nach, ist der betreffende Tempel nicht mehr von den Menschen gebaut, da es sich um die Natur handelt. Der heilige Augustinus erwähnt anhand einer ähnlichen Figur undurchsichtige Schriftstücke [51]: «…unsere Erde ist der Tempel des Universums!» Cicero beruft sich auf einen ebenso vorsichtig wiedergegebenen Gedanken [200]: «Ich bin für Tempel in den Städten und gegen die Meinung der persischen Weisen, die -so heißt es- Xerxes dazu brachten, die heiligen Stätten Griechenlands in Brand zu setzen, weil sie dachten, dass sie die Götter in hohen Mauern einsperrten, während ihnen alle Stätten offen sein sollten, denn ihr Sitz und Tempel das Universum ist.»

§84
· Linderungsglosse
Theorie

Eine Linderungs- soll eine Problemglosse zuweilen in der Nähe der Unvernunft auslegen und sie kann sich weder gegen den Text wenden, noch in Unbestimmtheit bleiben, da keine Erklärung aus der Verschwommenheit gebracht werden kann. Wenn zwei Linderungsglossen im selben Kommentar des betreffenden Werks zusammenwirken, ist jeder Widerspruch aus beiden ausgeschlossen. Dagegen mag die Unschärfe einer in der anderen ein Hilfsmittel finden, weil die Verkoppelung der ersten einen neuen Sinn geben kann. Ein leichter Gegensatz zwischen Problem und Linderung würde andererseits keine Überraschung ergeben, da eine Art Verhandlung im Paar geschieht. Aber es ist niemals zu erwarten, dass eine Linderung die wohl befriedigende Lösung eines Problems gibt, weil ihre Rolle sich auf eine bescheidene Klärung der Schwierigkeit eines Problems oder die Vermeidung des oberflächlichen Widersinns eines Stoßes beschränkt. Die Sperre formt das Muster der Linderung, aber ihre Anwesenheit ist keineswegs notwendig. Jedoch scheint das Gelenk der Typ der Erklärung der Probleme im Bereich der Einbildungstexte zu sein, wodurch man die Glaubhaftigkeit zweier verschiedenen Sperren zählt, oder die Glaubhaftigkeit einer einzelnen Sperre doppelt, um eine Gradiente zu finden. Der ganze Erklärungsprozess eines Sinnes bildet ein Produkt von den zwei numerischen Werten, der der Problemgradiente und der der Linderungsgradiente. Tatsächlich wird eine gute Idee zum zweifelhaften Kommentar für eine Anwendung auf eine fast unsichtbare Schwierigkeit.

Methode

Das Produkt der hohen Zahl durch die niedrige wird die Menge auf die Ebene einer rechten Perspektive setzen.

Anwendung auf Baudelaire

Um das aus b(verdorben~Weihrauch) resultierende Gefühl der Willkür zu lindern, bietet die Sperre b(Weihrauch~Sinne) ein ausreichendes Mittel, denn der andere Teil b(verdorben~Sinne) der Zange versteht sich von selbst. Die Glaubhaftigkeitsmessung von b(Weihrauch~Sinne) wird also verdoppelt, um die Gradiente zu erfassen. Es wird also überflüssig, sich mit b(verdorben~Sinne) zu befassen. Im Gegenteil drückt die Deckung b(Düfte¹~sanft) b(Farben~sanft), die sich auf b(antworten~Düfte¹) bezieht, eine so mühsame Verbindung aus, dass beide Sperren b(Düfte¹~ sanft) und b(Farben~sanft) notwendig sind. Anstatt einen Wert für b(Düfte¹~sanft) und einen anderen für b(Farben~sanft) zu haben, addiert man beide Glaubhaftigkeitswerte zu einer Gradiente, die für das gesamte Gelenk gilt.

§85
· Neutralglosse
Theorie

Eine Neutralglosse bekommt eine gute Gradiente, wenn ihre inneren Ideen nur linkische Problem- und Linderungsglossen ausmachen können. Zum Beispiel sind b(lange~Echos), b(Haut~Kindern) starke Neutralglossen, was fern von Problemen und Linderungen ihre enge Verwandtschaft mit Feststellungen ergibt.

Methode

Da Einbildungstexte selten Beweise und Bestandsaufnahmen enthalten, kommt ihr Hauptteil nicht aus Merkposten, sondern aus Gipfeln und Stiften. Dies leitet zu viel Zweideutigkeit, wobei sich manche verschiedene Auslegungen trotz der Bemühungen der Kritik entwickeln, die ihre Untersuchungen führt, um ihre Aussagen zu bestimmen. Die Zweideutigkeit erschwert die Bedeutungen, die nur Beschreibungen sind. Was der Laie für ein belangloses Werk hält, wirkt für den Eingeweihten wie ein schwieriges Problem oder eine schwer auszumachende Lösung.

Anwendung auf Baudelaire

Selbst b(frish~Düfte¹), das sich einfach auf den neunten Vers zu beziehen scheint, kann in der Deckung b(frisch~Farben) b(frisch~Düfte¹) zur Linderung von b(antworten~Düfte¹) beitragen. Um Überschätzungen der einfachen Beschreibungen in der Untersuchung der Texte zu vermeiden, muss man die drei Glossenarten (Problem-, Linderungs- und Neutralglossen) deutlich unterscheiden. Diese Gegenüberstellung mag von vornherein seltsam scheinen, weil die Feststellungen in der Beweisführung wissenschaftlicher Texte oft dazu beitragen, ein Problem anzudeuten oder zu erklären.

§86
· Ebnung und Nietung
Theorie

Das Vorhandensein der Problem-, Linderungs- und Neutralglossen kann mit einem vor der Formel platzierten (r), (v), (o) gezeigt werden. Wir werden nur die Stärkung zwischen zwei Glossen desselben Typs (r)-(r), (v)-(v) oder (o)-(o) betrachten. Durch das Kunststück der Nietung wird keine selbstständige Gradiente ohne Vervielfältigung mit einer anderen gezählt, wenn diese Gradiente niedriger als 0,062 oder 1/(2)(2)(2) (2) ist. Trotz dieser Vorsicht kann die Glaubhaftigkeitsbewertung der Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht gleichkommen, weil unsere Messungen höher als den Wert 1 ergeben können. Die praktische Beseitigung aller Werte, die höher als 1 sind, nennen wir Ebnung. Die Wahrscheinlichkeitsrechnung soll jedoch in theoretischer Hinsicht trotz solcher praktischen Kunststücke hoch über die hiesige Glaubhaftigkeitsbewertung bleiben.

Anwendung auf Baudelaire

Ein Stoß wie zum Beispiel rb(verdorben~Weihrauch) aus dem Kanal 1, der wegen des gebildeten Tandems durch rb(verdorben~Tempel) unterstützt wird, müsste selbst ohne zusätzliche Hilfe ein Netz höher als 1 ergeben. Da dies unzulässig ist, unterscheiden wir die beiden Berechnungen des Kanals und der Verstärkung, ohne sie zu addieren.

Methode

Diese Berechnung wurde mit einer Verstärkung im Werte von 0,008 in 53B durchgeführt. Die Mathematiker haben alte hinderliche Beschränkungen nach und nach aufgegeben, aber sie müssen ihr Fach gegen so genannte Reformen schützen. Manche strenge Erfindungen, die im Rückblick die Vermessung oder das Zählen mit Steinen begleiteten, erlaubten später den mathematischen Beweis. Nach mehreren Jahrhunderten gelang es der Mathematik, die Glückspiele teilweise zu ergründen. An dieselbe zu appellieren, um die Texterklärung zu erleichtern, erscheint also vernünftig, solange dieses Vorgehen nicht zu Verwechslungen führt [248]-[250]- [568]-[832]-[842].

§87
· Bestandteile
Theorie

Wenn eine Glosse eine ausführliche Spannung und kein Stoß ist, wird ihre Gradiente nicht genau ihrem Kanal gleichen. Etwaige Schwächen werden durch eine Gradiente für die Nicht-stöße Glossen strenger geprüft als durch einen Kanal für die Stöße. Die letzten bieten jedoch dank ihrer Klarheit viel mehr Garantien als die ersten bezüglich der Gedanken des Autors über das in Frage kommende Verhältnis. Sieben Bestandteile q, e, p, f, z, g, j machen die numerischen Unterscheidungsmerkmale aller Gradienten aus. Die letzten vier Bestandteile f, z, g, j stammen aus dem Schweben (tsmw) und stellen nur eine Verallgemeinerung seiner Faktoren t, s, m, w dar. Die beiden ersten (q), (e) erlauben die Messung der Anwesenheit eines Sinnes in den Stiften. Der dritte Bestandteil ersetzt für die Glossen die lange Auswahl der Stöße, die ihre bestimmte Definition bewirkt.

Methode

Der Bestandteil (p) muss wegen ihrer Unbestimmtheit die Nicht-stöße ausführlichen Spannungen prüfen. Da Spannungen Begriffe haben, sind die Spuren solcher Glossen Begriffe, und als Folge q=e=1 in jedem Fall. Im Gegenteil können die Nicht- schiedssprüche Glossen mit einem Stift oder zwei Stiften p=2 und auch q=2 oder e=2 dulden, weil sie nicht zum Bereich der Stöße gehören.

Anwendung auf Baudelaire

Das Paradoxon rb(vivants~piliers) (lebendige-Säulen) bekommt die Gradiente 1/qepfzgj=1/fzgj=1/tsmw, weil es sich um einen Stoß handelt. Dagegen zieht die Aussage b(homme~parfums¹) (Mensch-Düfte¹) Nutzen aus den Bestandteilen q=e=1, sie muss jedoch durch p, f, z, g, j streng überprüft werden. Letztendlich wird b(n~parfums²) (n-Düfte²), die die Nasalierung der letzten Verse behandelt, der Prüfung durch 1/qepfzgj unterworfen. In dieser Berechnung wird «parfums» von vornherein von e=1 profitieren. Der Geruch spielt für den Autor bekanntlich eine wichtige Rolle, aber dies ändert nichts an unseren Berechnungsprinzipien, weil alle Stifte mehrdeutig sind, und die Nasalierung stellt in diesem Zusammenhang keine Ausnahme dar. Jedoch bleibt b(n~parfums²) (n-Düfte²) sehr interessant [669]. Bezüglich der Erinnerung, die ein Werk für die Nachwelt hinterlässt, hat Baudelaire diese Verse in möglicher Anlehnung an Phaedrus geschrieben [573]-[[1039]] in Index II (Gedichte)">[[1039]]: «Öffnet man manchmal eine Truhe aus dem Orient,
Dessen Schloss quietscht und murrend schreit,

Oder in einem leeren Haus einen dunklen Schrank,
Der nach Spinnengewebe muffig riecht,
Findet man darin ein altes vergilbtes Fläschchen, das sich erinnert
Und aus dem eine wiederkehrende Seele schnell hervorbricht.»

§88
· Ring und Bahn
Theorie

Der Ring einer Glosse ist ihre Gradiente zuzüglich aller von ihren Stärkungen gegebenen Werten. Die Bahn beschränkt sich andererseits auf die Gradiente mit dem Teil des Rings, der aus einer einzelnen Stärkung stammt. Die Berechnung wird für Ring und Bahn ebenfalls abgebrochen, wenn sie ohne diese notwendige Maßnahme der Ebnung höher als 1 erreichen würde. Die Bahn erzielt h+(h’/k) für die Gradiente (h) und (h’) der geholfenen Glosse und der stimulierenden Glosse. Die beiden werden durch einen Abstand getrennt, wobei der Wert (k) der äußeren Räumlichkeit sich rechtfertigt. Diese numerische Größe (k) hängt von dem Abstand zwischen den benutzten Spuren ab. Was mit der Gradiente des einfachsten Falls geschieht, bleibt für zwei verkoppelte Linderungsglossen bezüglich Ring und Bahn das Muster. Man wird folglich ein Paar betrachten und die Summe h+(h’/k) durch die Doppelsumme h+((i/k)+(i’/k’)) ersetzen.

Methode

Die Größe (k) spielt fast dieselbe Rolle wie (c) in der Berechnung der Stöße mit Verstärkung. Der Leitgedanke bleibt unverändert: der Abstand hat einen entscheidenden Einfluss auf Begriffe und Spuren in den Schriftstücken ohne Beweiskraft.

Anwendung auf Baudelaire

Das Interesse eines Einbildungstextes wie „Entsprechungen“ hängt mit einem großartigen Urteil zusammen, das auf keinen vernünftigen Grund fußt. Oft wird ein solches Urteil im Rahmen des Schriftstücks jedoch nicht ausgeführt. Im Sonett hebt Baudelaire gegensätzliche Eigenschaften hervor, die die Aufmerksamkeit gegenseitig auf sich ziehen. Es liegt auf der Hand, dass Verderbnis und Frische den Blick abwechselnd auf sich ziehen. In anderen Gedichten weist der Dichter deutlicher darauf hin [[1078]] in Index II (Gedichte)">[[1078]]: «Sage mir Agathe, fliegt dein Herz hoch
Fern der Kloake der schändlichen Stadt,
Zu einem anderen prachtvollen Ozean,
Blau, klar und tief wie Unberührtheit…

Aber das grüne Paradies kindlicher Liebschaften,
Rundtänze, Lieder, Küsse, Sträuße
Mit ausklingenden Fiedeln hinter den Hügeln
Mit den Weinkrügen abends im Dickicht…

Unschuldiges Paradies voll verstohlener Freuden
Ist es bereits ferner als Indien und China?
Kann man es mit klagenden Schreien zurückrufen
Und es mit einer silberhellen Stimme zum Leben erwecken…»

§89
· Zapfen
Theorie

Ohne Verneinung und Bejahung wird eine Glosse zu einem Zapfen, welches Kunststück zu einem Gerüst führt, wenn die Glosse ein Schiedsspruch ist.

Methode

Nun werden die Stöße besondere Glossen genannt, aber eine besondere Art Berechnung ihrer Glaubhaftigkeit bleibt wegen ihres besonderen Charakters notwendig. Man kann gleichzeitig für diese problematischen Ausdrücke das alte Zeichen (–) und die neue Bezeichnung “Glossen” anwenden. Die Anwendung desselben Wortes zur Bezeichnung unterschiedlicher Dinge ist nur bedingt hinderlich. Es bleibt also jedem überlassen, es anzuwenden oder nicht. Geht man doch auf geringe Unterschiede ein, wird die gemeinsame Bezeichnung zum Hindernis. Daher wird man es vermeiden, alle Zapfen Gerüst und alle Glossen Stoß zu nennen.

Anwendung auf Baudelaire

Die Zeiger, die sich auf «hautbois» und «parfums» beziehen b(hautbois–parfums²), d(hautbois–parfums²), benutzen das Gerüst (hautbois–parfums²) (Oboen-Düfte). Dasselbe geschieht für die Glossen b(hautbois~parfums²), d(hautbois~parfums²), die den Zapfen (hautbois~parfums²) gemeinsam besitzen. Die Parallele zwischen Glossen und Zeiger ist jedoch unbeständig. So können zum Beispiel rb(N~Nature), rd(N~Nature) den Zapfen (N~Nature) teilen, aber wegen des N handelt es sich nicht um Schiedssprüche, denn ein solches isoliertes Zeichen passt nicht in den Rahmen der Schiedssprüche. Die Erwähnung der Oboe im zehnten Vers wurde oft anhand dieser Zeile von Balzac kommentiert [12]-[84]: «Weckt der Klang der Oboe bei allen Gemütern nicht ländliche Bilder…» Der Autor setzt dieser Aussage im Mund einer seiner Romanpersonen eine entgegengesetzte Bemerkung vor: «Oft haben Sie mir von der Farbe der Musik erzählt und überhaupt davon, was die Musik an Farben wiedergibt. In meiner Eigenschaft als Analytiker und Materialist muss ich Ihnen gestehen, dass es mir unerträglich ist, manche Schwärmer zu hören, die uns glauben machen wollen, dass die Musik mit Tönen Bilder malt. Ist es nicht, als ob die Bewunderer Raffaels behaupteten, er singe mit Farben?» Im Roman führt diese Bemerkung zu folgender Antwort: «Sie streiten sich nur über Wörter.» Baudelaire bringt wie Balzac die Ideen durcheinander, indem er einer seiner Personen im Zusammenhang mit gängigen Vorstellungen dieser Zeit folgende Worte in den Mund setzt [659]: «…dieser absolute Materialismus lag dem reinste Idealismus nahe.»

§90
· Regal
Theorie

Die Wabe ist eine Reihe von sechs Glossen, die aus demselben Zapfen (A~E) gebildet werden können. Man muss ((2)(3))=6 Elemente betrachten, mit denen Möglichkeiten (b) und (d) bestehen, dann diesen Wert durch 3 für die verschiedenen Glossenarten in (r), (v), (o) multiplizieren: rb(A~E), rd(A~E), vb(A~E), vd(A~E), ob(A~E), od(A~E). Die Summe der Gradienten in derselben Wabe sollte 1 erreichen, aber die Unvollkommenheit der Berechnung mag eine höhere oder niedrigere Zahl ergeben. Dem ersten Ergebnis bringt die Ebnung ein Hilfsmittel, aber dem zweiten Fall liegt nichts im Wege.

Methode

Man sollte sich über solche Schwächen nicht wundern, weil die schöne Einfachheit mathematischer Gegenstände wie das Viereck oder der Kreis hat mit den Verwicklungen der bildreichen Texte, die keinerlei Beweise enthalten, nichts zu tun. Es ist also unpassend zu behaupten, dass unsere Glaubhaftigkeitsbewertung wegen dieser Schwächen wertlos ist. Oft bieten die auf Aussichten orientierten Lehren nicht den lieblichen Widerschein eines wohl definierten Objekts. Für eine bestimmte historische Periode ist es die brauchbarste Rekonstruierung einer Reihe von Erscheinungen.

Anwendung auf Baudelaire

Die Wabe für (Natur~Tempel) erreicht eine Summe von Gradienten, die ohne Ebnung höher als 1 käme. Allein die Gradiente rb(Natur~Tempel), die ein Kanal bildet, erreicht 1.

§91
· Platte und Elle
Theorie

Die Platte stellt eine Glossenauslegung dar, und die Elle bildet gemäß den benutzten Gradienten die Messung ihrer Glaubhaftigkeit. Eine zugehörige Linderungsglosse muss in der Elle seine Gradiente mit der der in Frage kommenden Problemglosse bringen, um einen richtigen Wert zu geben. Die Addition passt zuweilen wie h+(h’/k): eine solche Bahn genügt für eine Platte mit nur Neutral- und Problemglossen. In den anderen Lagen wird die Multiplikation notwendig, weil etwas Anderes als die Stärkung gemessen werden soll. Es ist der Fall mit einem Paar einander ergänzender Problem-und Linderungsglossen und auch mit einer Verkoppelung von zwei Glossen ohne besonderes Verhältnis. Das Prinzip Ebnung begrenzt die größte mögliche Elle auf Wert 1, aber die Nietung betrifft nur die Gradiente und keinesfalls die Ellen.

Methode

Wir sollten also versuchen, den Punkt an der Grenze zwischen Belanglosigkeit und ernst zu nehmenden Ergebnissen zu studieren, aber es mangelt uns dazu an Erfahrung. Indem wir bis zu drei Stellen hinter dem Komma gehen, weisen wir indirekt auf unsere Vorgehensweise hin.

Anwendung auf Baudelaire

Wenn wir in manchen Fällen zu dem Schluss gekommen sind, dass unter einem gewissen Wert die bessere Auslegung dem niedrigeren Ergebnis entspricht, werden wir verstehen, dass dieser Wert die gesuchte Schwelle darstellt. So weit fehlen uns solche Fälle von mangelhaftem Sinn/Zahl Verhältnis.

§92
· Äußere Räumlichkeit
Theorie

Wenn wir uns eine Problemglosse vorstellen, die eine Gradiente 1/qepfzgj und eine auf dieselbe bezogene Linderungsglosse die eine Gradiente 2(1/q’e’p’f’z’g’j’) besitzt, erkennen wir die äußere Räumlichkeit (k) in der Berechnung 2(1/q’e’p’f’z’kg’j’). Für die Platte mit diesen beiden Glossen und keinen anderen erreicht die Elle (1/qepfzgj)(2(1/q’e’p’f’z’kg’j’)). Mit zwei Summengradiente-Linderungsglossen ergeben die Abstände (1/q’e’p’f’z’kg’j’)+(1/q’’e’’p’’f’’z’’k’g’’j’’) in der Elle (1/qepfzgj)((1/q’e’p’f’z’kg’j’)+(1/q’’e’’p’’ f’’z’’k’g’’j’’)).

Methode

Die Notwendigkeit, Linderung und Abstand zu verbinden, ist nicht weiter verwunderlich; wird ein Problem nämlich fast vergessen, wenn die Mittel vorhanden sind, dasselbe zu erklären, verliert die Erklärung augenscheinlich an Kraft. Umgekehrt trifft dasselbe zu, wenn die Begriffe zur Erklärung im Text weit vor dem Problem stehen, weil das Gedächtnis Gefahr läuft, keine Verbindung herzustellen.

Anwendung auf Baudelaire

Möchte man rb(verdorben~Weihrauch) durch vb(Natur~Tempel) kommentieren, so wird man annehmen, dass Weihrauch wie ein Gläubiger des Naturtempels, der sich schlecht benimmt, trotzdem in die Gemeinde aufgenommen wird. Aber man muss sofort zugeben, dass der Abstand zwischen den Begriffen «Natur», «Tempel» einerseits und «verdorben», «Weihrauch» andererseits der Effizienz dieses Gestells schadet. Baudelaire mag auch die Dichtung für den Bereich der Gedanken als Duft der Welt betrachtet haben. Ausgehend von seinen Schmerzen, die möglicherweise auf Venus gründeten, mochte Baudelaire sein Leiden mit einem verdorbenen Duft verbunden haben. Dabei beschränkte er sich nicht auf Traurigkeit und fasste zum Beispiel für sich folgende Grabschrift im Stil der schelmischsten Studenten [610]-[[1022]] in Index II (Gedichte)">[[1022]]: «Da liegt, da er den Dirnen zu sehr gefrönt,
Ist allzu jung ins Reich der Maulwürfe hinabgestiegen.»

§93
· Problem als Klärungsmittel
Theorie

Wenn ein Stoß einem anderen eine Unterstützung gibt, können besondere Ideen des ersten Anpralls dem zweiten eine Linderung liefern. Die Kerben ergeben zum Beispiel eine Erklärung besonderer Prallen, und gleichzeitig führen diese vor Augen, was eine Stärkung für solche Schwierigkeiten bewirkt. Um diese Erscheinung zu verstehen, muss man im Bereich der Ideen die oberflächlichen Stärkungseinflüsse von den Linderungshintergedanken sorgfältig trennen. Ein Verhältnis kann in den Hintergrund gesetzt werden, und eine leicht gegensätzliche Vorstellung sich im klaren Bewusstsein zeigen. Wegen der Implikation im Ideengestell kann keine Klarheit über das Bewusstsein herrschen, und dieses folgt einem seltsamen Weg. Zunächst denkt man nur an den schockierenden Aspekt der Stöße und dann wird ihre Komplementarität sichtbar.

Methode

Selbst wenn die Erscheinung nur gelegentlich vorkommt, ist sie interessant. Sonst könnte man denken, dass Paradoxa und deren Erklärung so wirr sind, dass man dazu nichts Ernsthaftes vorbringen kann.

Anwendung auf Baudelaire

Um den Anprall rb(verdorben~Tempel) zu lindern greift man zu vb(Weihrauch~ Tempel) rvb(verdorben~Weihrauch) vb(Sinne~Weihrauch) vb(verdorben~Sinne). Aber zwei dieser Ausdrücke genügen, um die vorhergehende Erklärung im Wesentlichen zu bringen: vb(Tempel~Weihrauch) vb(Sinne~Weihrauch). In solchem Falle vermeidet man einerseits das Ungeschick dieses Vorgehens und andererseits die damit verbundene Schwierigkeit, dass ein Paradoxon einer Erklärung zu einem anderen Paradoxon gleichkommt. Um den Anprall rb(verdorben~Weihrauch) zu erklären, kann man auch auf vb(antworten~Düfte¹) zurückgreifen. Dieses Verhältnis benutzt die Begriffe aus rb(antworten~Düfte¹). Man stützt sich auf die Vorstellung, dass alle Gläubigen einschließlich derjenigen, die von der gerechten Frische Abstand nehmen, am Weltgottesdienst Anteil haben. Trotz ihrer Unterschiedlichkeit antworten somit alle einander. Sie feiern einen Gott, die Einheit oder das große All. Gehen wir nun zu einer anderen Bebilderung des Textes, die ebenso legitim ist. Der Tempel könnte der Tempel des Gedächtnisses sein, das die Mutter der Musen ist. Die einzelnen Künste wären die Säulen des Gebäudes, und Gut und Böse würden im Schoße des Schönen einander antworten. Stellen wir uns schließlich die Welt als einen Hafen vor, in den die Leuchttürme die neuen Künstler leiten [103]-[490]-[608]-[[1096]] in Index II (Gedichte)">[[1096]]: «…Delacroix: See aus Blut, Spuk von bösen Engeln
Von einem Wald immergrüner Tannen
Wo unter einem gräulichen Himmel, seltsame Fanfaren
Wie ein gedämpfter Seufzer von Weber ziehen.
Diese Verwünschungen, diese Blasphemien, diese Klagen,
Diese Ekstasen, diese Schreie, diese Tränen, diese Tedeums
Sind ein Echo das in tausend Labyrinthen widerhallt.
Es ist für ein sterbliches Herz ein göttliches Opium.

…Es ist ein Feuer, das auf tausend Zitadellen brennt…

Denn es ist wirklich o Herr, das beste Zeugnis,
Das wir von unserer Würde ablegen können,
Dieses lange Geheul, das von Zeitalter zu Zeitalter rollt
Und an Gestade Ihrer Ewigkeit verhallt!» In dieser Perspektive hätten die beiden Gedichte „Entsprechungen“ und „die Leuchttürme“ einen ähnlichen Inhalt. In diesem Fall ist die Annahme, dass Maler und Musiker laut des achten Verses einander antworten keineswegs willkürlich. Dem Dichter, der eleganten Dame, dem Dandy könnten nach dieser gewagten Auslegung die Düfte entsprechen. Aus dieser Sicht wäre die Bedeutung “Lob” für «Weihrauch» im Hintergrund des Gedichts von Interesse. Wie wir es in 53B gesehen haben, bleibt solche Bebilderung unzuverlässig. Baudelaire mag suggeriert haben, dass das Lob, das oft als wünschenswert erscheint, mit Gefahren verbunden ist.

§94
· Beschneiden
Theorie

Das Kunststück des Beschneidens bewirkt in der Berechnung der Elle für eine gleichlautende Platte, dass die Gradiente einer Linderung unter bestimmten Bedingungen mit zwei Anwendungen nur einmal gezählt wird. Dieses Verfahren leistet dem Ausleger Hilfe, wenn der Linderungssinn und die Anwendungsgründe der Elemente ungeändert bleiben.

Methode

Oft ändert sich die äußere Räumlichkeit ohne Änderung der Gradiente, weil die angesteuerte Frage oder Linderung von den Begriffen der Glosse nicht gleich entfernt ist. Die Gradiente der betreffenden Glosse bleibt mit geänderter Räumlichkeit zu den anderen also unverändert. Es kann auch vorkommen, dass die Räumlichkeiten in beiden Glossenpaaren sich zugleich ändern. Auf der einen Seite haben wir das Paar mit dem Linderungenabstand zwischen Problem- und Linderungsbegriffen und auf der anderen Seite das Paar mit der Stärkungsräumlichkeit zwischen beiden Linderungen.

Anwendung auf Baudelaire

Betrachten wir den Fall, wo vb(antworten~Düfte¹) zur Linderung von rb(Natur~Tempel) und rb(verdorben~Weihrauch) dient. In beiden Fällen wird auf Gläubige hingewiesen, die auf liturgische Rufe antworten. Da der Abstand zwischen «Natur» und «antworten» einerseits, zwischen «Natur» und «Weihrauch» andererseits nicht gleich ist, haben wir also zwei unterschiedliche Räumlichkeiten. Nehmen wir nun eine neue Beleuchtung für rb(verdorben~Weihrauch) an: die Glosse vb(singen~Düfte¹). Die neue Glosse stärkt die Linderung vb(antworten~Düfte¹) und wir müssen die beiden Werte k und k’ berücksichtigen. Einer dieser Werte dient zur Linderung von rb(verdorben~Weihrauch), der andere zur Stärkung von vb(antworten~Düfte¹). Die Vorstellung dieser beseelten Welt mag einen überraschen. Balzac, der oft bewusst undurchsichtig wirkt, schlug gelegentlich diese Richtung ein [93]: «Dann ist die Welt ewig, dann ist die Welt Gott!» Eine andere Richtung, die für diejenigen, die den Sinn aller gängigen Wörter nicht ändern wollen, einfacher einzuschlagen ist, führt zur Erkenntnis, dass die Natur eine göttliche Zeugung ist. Eine der Personen, die Cicero in einen seiner Dialoge einbezieht, sagt [198]: «…siehst du ein schönes geräumiges Haus, neigst du, selbst wenn du den Herrn nicht sehen kannst, zu der Auffassung, dass das Haus von Mäusen und Wieseln gebaut wurde…»

§95
· Äußere Räumlichkeit zur Stärkung; Linderung
Theorie

Die äußere Räumlichkeit (k) wird mit den Bestandteilen im selben numerischen Ausdruck geschrieben. Es gilt insbesondere für die Messung einer Stärkung (1/qepfzgj)+(1/q’e’p’f’z’kg’j’), was kurz h+ (h’/k) ergibt. Dasselbe Verfahren können wir für die Messung der Glaubhaftigkeit einer Platte anwenden, die einfach eine Problem- und eine Linderungsglosse enthält: (1/qepfzgj)(2(1/q’e’p’f’z’kg’j’)) oder h(2(i/k)). Die Synthese beider Berechnungen liefert letztendlich h((2i/k)+2(i’/k’k’’)), oder (1/qepfzgj)((2(1/q’e’p’f’z’kg’j’) +2(1/q’’e’’p’’f’’z’’k’k’’g’’j’’))). Man hat in diesem Fall zuerst den Wert (k), der die äußere Räumlichkeit zwischen der Linderungs- und der Problemglosse darstellt. Dann betrifft (k’) das Problem und die zweite Linderungsglosse. Drittens symbolisiert k’’ die Trennung zwischen den beiden Linderungsglossen, wobei eine die andere unterstützt.

Methode

Wegen (k) kann der Glaubhaftigkeitswert 2(i/k) oder 2(1/q’e’p’f’z’kg’j’) einerseits nicht als Gradiente bezeichnet werden. Dieser Wert erreicht andererseits nicht den Status einer Elle, der h(2(i/k)) oder 1/qepfzgj(2(1/q’e’p’f’z’kg’j’)) verlangt. Denn 2(i/k) gilt nur als Vermittlungskunststück in der Glaubhaftigkeitsbewertung einer Platte.

Anwendung auf Baudelaire

Wird das Problem rb(Natur~Mensch) durch vb(Mensch~ schreitet) erklärt, so beruht die Wirksamkeit dieser Linderung weitgehend auf den geringen Abstand zwischen den betreffenden Begriffen. Hinsichtlich der Durchquerung des Wirklichen durch den Menschen können wir uns vorstellen, dass dieselbe ohne richtige Erkenntnis der Tragweite des Wegs geschieht, aber Claude Pichois fordert uns dazu auf, zu bedenken, dass der Mensch im Gedicht der Dichter selbst ist [667].

§96
· Begrenzung
Theorie

In einer Platte verzichten wir überhaupt auf Widerspruch und unvermeidlich widersprüchliche Texte, welche allerdings nicht leicht zu finden sind, weil die Zweideutigkeit der Bedeutungsverhältnisse in dem Bereich Phantasie klare Logikfehler kaum zulässt. Wir vermeiden auch alle Ausdrücke wie b(frisch~andere), die unsere Gedanken gegen den Text führen würden. Es ist wichtig, weil der Teufelskreis und alle verwandten Logikfehler zu einer eines ernsten Auslegers unwürdigen Absurdität führen könnten. Zum Beispiel würden die Setzung von (vb(Wälder–Säulen) vb(lebendige–Wälder)) bezüglich rb(lebendige– Säulen) einerseits, und die Setzung von (vb(lebendige–Säulen) vb(Wälder–lebendige)) andererseits bezüglich rb(Wälder–Säulen), zu (rb(lebendige–Säulen) vb(Wälder–Säulen) vb(lebendige–Wälder)) und (rb(Wälder–Säulen) vb(lebendige–Säulen) vb(Wälder–lebendige)) in derselben Platte führen. Wenn man in den verschiedenen Formeln (–) durch (~) ersetzt, wird die Reihe rb(lebendige~Säulen) vb(Wälder~Säulen) vb(lebendige~Wälder), dann rb(Wälder~Säulen) vb(lebendige~Säulen) vb(Wälder~lebendige). Das Problem der lebendigen Säulen wäre durch das Paar "Wälder-Säulen" und dieses durch die lebendigen Säulen erklärt, was für die gewöhnliche Intuition unverträglich wäre. Jedoch wird die entsprechende abstrakte Anlage rb(A~E) vb(F~E) rb(F~E) vb(A~E) oder überhaupt rb(A~E) vb(F~H) rb(F~H) vb(A~E) nur aus derselben Platte ausgeschlossen.

Methode

Schließlich zielen solche Vorsichtsmaßnahmen darauf hin, die Sinnentwicklung zu umreißen. Dabei sind wir uns jedoch dessen bewusst, dass ein besonnener Leser das ganze Vorgehen umwerfen könnte, indem er zu Beispielen greifen könnte, die wir für unmöglich hielten [524]. Dagegen können die Felsen oder die Wolken nicht lesen, was Geologen oder Meteorologen über ihre Naturgesetze schreiben, um sie ins Lächerliche zu ziehen. Wundern wir uns also nicht darüber, dass hervorragende Denker tausenderlei Argumente erfunden, um zu beweisen, dass die Untersuchung menschlicher Leistungen mit dem Wissen über Naturerscheinungen kaum etwas zu tun hat [281]- [282].

Anwendung auf Baudelaire

Der Versuch, das Seltsame von rb(Wälder~Säulen) zu begrenzen, bringt einen auch in Gefahr, von vb(Wälder~Symbolen) bedroht zu werden. Es besteht tatsächlich die Gefahr, dass rb(Wälder~ Symbolen) durch vb(Säulen~Symbolen) vb(Wälder~Säulen) gelindert wird. Man darf jedoch die Wichtigkeit vom Begriff «Wälder» nicht verneinen, denn es könnte einen Weg zu einer einleuchtenden Bebilderung des Gedichts öffnen. Im Wald von Fontainebleau wurde 1853 von Denecourt, einem befreundeten Experten, Baudelaire zu Ehren eine Eiche gepflanzt. Nach Raymond Poggenburg [798]: «Die Nachricht erscheint in jenem Jahr in der achten Ausgabe des "Waldführers".» Der Hain, in dem sich die symbolischen Gestalten halten, wäre der Hain der berühmten Persönlichkeiten. Diese Persönlichkeiten würden den Zukunftsgedanken Leben schenken und die Traditionen der Vergangenheit vor Vergessenheit wahren. Es sind die Pfeiler des Tempels. Da die bestehenden Strukturen sich auf dieselben stützen, verdienen diese Säulen Hochachtung, wie die beiden Personen, die nach Ovid die Götter empfingen [562]: «…solange sie lebten durften sie den Tempel hüten. Als sie eines Tages altersschwach vor den heiligen Stufen und die Geschichte des Ortes erzählten, sah Baucis wie Philemon durch Laub überwachsen wurde. Der alte Philemon sah wie Baucis von Blättern überwachsen wurde. Schon ragte ein Wipfel über ihre beiden Gesichter empor…Das erzählten mir vertrauenswürdige Greise, die keinen Grund hatten, mich zu belügen. Ich habe persönlich Girlanden gesehen, die an den Zweigen hingen, und ich habe frische Girlanden gespendet. Dabei sagte ich: "Es seien die von den Göttern geliebten Sterblichen selbst Götter." Den Frommen gebühren unsere frommen Huldigungen.» Andererseits mag Baudelaire, der direkten Zugang zu amerikanischen Werken hatte, an Totempfahle denken, die den Indianern dazu dienten, ihre Anbetungsgefühle oder ihre Achtung für das Geheimnisvolle auszudrücken.

§97
· Andere Begrenzung
Theorie

Wir lehnen die Vorstellung einer Platte mit rb(A~E) und gleichzeitig rd(A~E), oder mit vb(A~E) und vd(A~E), oder mit ob(A~E) und od(A~E) ab. Aber es reicht nicht aus, der Logik zu genügen, da die Platte auch rb(A~E) mit vd(A~E) zum Beispiel ausschließen muss. Oder sie kann überhaupt b(A~E) mit d(A~E) nicht nebeneinandersetzen, und das gilt für alle Glossentypen in r, v, oder o. Des Weiteren wird eine Platte mit Glosse ob(A~E) die beiden anderen rb(A~E) und vb(A~E) ausschließen. Ebenfalls werden rd(A~E) und vd(A~E) von der Platte verworfen, wenn Glosse ob(A~E) dort ihren Platz hat.

Methode

Bezüglich vb(A~E) mit rb(A~E) können sie zusammenkommen, und das Gleiche gilt für vd(A~E) mit rd(A~E), da wir schon Kerben haben, die Anpralle mit Erklärungsmöglichkeiten sind.

Anwendung auf Baudelaire

So dient b(vivants–piliers) als teilweise Linderung von rb(Nature–piliers). Das Verhältnis b(vivants–piliers) ist einerseits ein Anprall, den man rb(vivants–piliers) oder rb(vivants~piliers) schreiben kann. Andererseits handelt es sich um eine Linderung, die durch die Formel vb(vivants~piliers) ausgedrückt wird. Der "Pfeilerbaum", der so sehr an das Sexuelle erinnert, spielt auch die Rolle einer Gedankenstütze [135]: «Die Weisheit hat ihr Haus gebaut und ihre sieben Säulen behauen.»

§98
· Austragen, Verschlag, Schnabel, Plane
Theorie

Die Vermutung der Übereinstimmung zwischen Glaubhaftigkeitsbewertung und Intuition muss alle Glossen und nicht nur besondere Glossen betreffen. Bis Absatz 80 wurden nur die Stöße unter diesem Gesichtspunkt betrachtet. Wir nehmen nun an, dass die intuitiv gefühlte beste Auslegung des Textes anhand der Glossen oder Platten jeweils mit der größten Gradiente oder Elle übereinstimmt. Um die Richtigkeit dieser Vermutung zu prüfen, ohne sämtliche Gedanken durcheinander zu bringen, werden wir den technischen Wortschatz ändern, um die Erweiterung der Untersuchung zu befolgen, die nun alle Glossen und nicht nur die Stöße und deren Netze umfasst. Auf diese Weise erklären wir, dass ein veränderter Text nur dann “Austragen” genannt werden kann, wenn der Wechselpunkt nur dem Messungspunkt entspricht. Des Weiteren ist das Original des Schaffenden mit allen dazugehörigen Messungen ein Verschlag. Im Gegenteil ist das Austragen mit seinen Glaubhaftigkeitsmessungen, die mit den Messungen des Verschlags verglichen werden, ein Schnabel. Um die für beide Seiten gültigen Formeln zu schreiben, werden wir eckige Klammern benutzen. Kommen wir auf eine der beiden Seiten (Verschlag oder Schnabel) zurück, kommen wir auch auf die gewöhnlichen Klammern zurück. In einzelnen Fällen werden wir anhand von dazugehörigen Berechnungen zwei veränderte Texte vergleichen. Beide Zonen werden “Planen” genannt, und die dazugehörigen Formeln werden mit eckigen Klammern versehen.

Methode

Wie die Kartographie eines Landes nicht nur das Spiegelbild desselben ist, und dabei sich sehr nützlich zeigt, muss unsere Untersuchung von derselben Großzügigkeit im Denken profitieren, und man darf demzufolge nicht ständig von ihr verlangen, dass sie durch die Glossen mit ihrem Gegenstand immer in Kontakt bleibt.

Anwendung auf Baudelaire

Die Paraphrase setzt allerdings geschichtliche Kenntnisse; für „Entsprechungen“ muss man sich nach den Forschungen dieser Zeit im Zusammenhang mit den Farben insbesondere erkundigen. Es ist also keineswegs unvernünftig auszulegen, dass die dem Grün entgegengesetzten Düfte das reiche sieghafte Rot darstellen. Zu Catlinschen Landschaften und Bildern von zwei Indianerkriegern vermerkt der Dichter [699]: «Was die Farbe betrifft, hat sie etwas Geheimnisvolles, das mir so gefällt, dass mir die Wörter fehlen. Das Rot, die Farbe des Blutes, die Farbe des Lebens war in diesem finsteren Museum derart im Überfluss vertreten, dass es zum Rausch wurde. Dagegen waren die Landschaften, die bewaldeten Berge, die endlosen Savannen, die menschenleeren Flüsse eintönig und ewig grün. Das Rot ist also eine geheimnisvolle, dicke Farbe…das Grün dagegen die ruhige, fröhliche, lachende Farbe der Natur. Ich finde sie wieder, wie sie ihre melodischen Gegenreden bis auf die Gesichter der beiden Helden singen.» Verallgemeinernd war Baudelaires Gedankengang wie folgender [692]: «…das Grün ist die Grundlage der Natur…Was mir zunächst auffällt, ist, dass das Rot überall das Lob des Grüns singt: Klatschmohn auf den Wiesen, Mohn, Papageien und so weiter…» Der Dichter mag an die Bemerkungen des Chemikers Chevreul gedacht haben [506]-[507]: «…Farbe auf Leinen aufzutragen bedeutet nicht nur, Farbe auf den Teil des Leinens aufzubringen, worauf der Pinsel angesetzt wird. Es bedeutet zusätzlich, den angrenzenden Raum mit der Komplementärfarbe zu bemalen. Das Gesetz des Farbenkontrasts steht in Gegensatz zum Gesetz der Farbenmischung.»

§99
· Schärfe
Theorie

Der Bestandteil Schärfe (q) erreicht 1, wenn die Spur auf der linken Seite der Glosse ein Begriff ist, und die andere Schärfe (e) erzielt 1, wenn die Spur auf der rechten Seite ein Begriff ist. Eine ausführliche Spannung mit ihren beiden Begriffen verdient in allen Fällen q=e=1, weil sie kein Stift enthält. Die Schärfe ist auch 1, wenn im Text ein Sinn ohne Beteiligung an einem Stoß auf die Intuition des Stifts gut passt, was die Abwesenheit jeder Sinnverschiebung im Verhältnis zu dem Zusammenhang des Stifts verlangt. Der Ausdruck b(N~Nature) kann zum Beispiel trotz des guten Sinns «temple», um das Unbedingte des N einzuflüstern, nicht passen, weil das N zum Stoß b(Nature~temple) gehört. Die Schärfe einer Spur, die einerseits kein Begriff ist, und andererseits nicht von einem gleichbedeutenden Sinn begleitet wird, der an keinem Stoß des Textes beteiligt ist, fordert den Wert 2.

Methode

Die Stifte weisen oft einen verschwommenen Aspekt auf, der dem Ausleger zu viel Bewegungsspielraum lässt. Es erscheint also notwendig, die Messung der Glaubhaftigkeit jeden Verhältnisses, das mit einem Stift gebaut wurde, mit einer Zahl zu versehen, die den möglichen Verdacht auf seinen Sinn ausdrucken kann.

Anwendung auf Baudelaire

Das Stift N von «Nature» in einem Austragen, dessen Anfang die Wörter “L'absolu, la Nature, est un tout…” (Das Unbedingte, die Natur, ist ein Ganzes…) geben würden, hätte durch “tout” (Ganzes) in b(tout~N) und in b(Nature~N) eine passende Vorstellung, die zu keinem Stoß gehören würde, was eine Schärfe e=1 rechtfertigen könnte.

§100
· Brett, Sieb
Theorie

Jede Linderungsglosse hängt eng von der Problemglosse ab, die sie behandelt. Aufgrund dieser Tatsache sieht man, wie sich die numerischen Größen p, k, g, j mit den verschiedenen Problemen im Verhältnis zu einer und derselben Linderungsglosse ändern. Es sei daran erinnert, dass die Linderungen keine Lösungen, sondern bescheidene Beleuchtungen darstellen und dass sie je nach den behandelten Problemen mehr oder weniger gültig sind. Um die Behandlung der Linderungen zu verstehen, muss man zwei Verfahren bezüglich ihrer Glaubhaftigkeitsbewertung unterscheiden. Das Brettverfahren setzt voraus, dass man nur das beste Ergebnis oder die besten gleichzeitigen Ergebnisse betrachtet. Das Siebverfahren betrifft nur eine Problemglosse. Beide Verfahren vereinigen sich, wenn man für die Bewertung einer Linderungsglosse das am besten behandelte Problem oder ein unter den besten behandelten Problemen andeutet. Eine besondere Schwierigkeit in der Anwendung des Brettverfahrens ist der Fall k=1 mit g=2 für ein Problem und umgekehrt der Fall k=2 mit g=1 für ein anderes Problem, so dass man in beiden Fällen zum selben Ergebnis qepfzkgj kommt. Man muss dann die Gründe der beiden verschiedenen Rechnungsprozesse untersuchen.

Methode

Das Brettverfahren ist folglich wirklich nur mit einem einzelnen Problem oder mit einer einzelnen Erklärungsberechnung interessant.

Anwendung auf Baudelaire

So bringt vb(Weihrauch~Sinne) mit rb(verdorben~Weihrauch) ein sehr lohnendes Ergebnis. Dies zeigt, dass es sich hier um ein Brettverfahren handelt. Je nach den Beweggründen spielt der Weihrauch bekanntlich eine gute oder zweifelhafte Rolle. Einerseits hört Mose einen klaren Befehl [112]: «Du sollst auch einen Räucheraltar machen…» David benutzt ein Bild [134]: «Herr, ich rufe zu dir, eile zu mir; vernimm meine Stimme, wenn ich dir anrufe. Mein Gebet möge vor dir gelten als ein Räucheropfer, das Aufheben meiner Hände als ein Abendopfer.» Wenn Ehrlichkeit verschwindet, verliert der Ritus seine Rolle [124]: «Bringt nicht mehr dar so vergebliche Speisopfer! Das Räucherwerk ist mir ein Gräuel!»

§101
· Stange
Theorie

Da besitzt jede Glosse einen besonderen Problem-, Linderungs- oder Neutralcharakter, sucht man durch die Feststellung des Bestandteils der Stange (p) nach einem möglichen Merkposten, der die Art einer Nicht-stoß Glosse bestimmen könnte. Dagegen werden unmittelbar alle Stöße als Problemglossen mit p=1 bekannt. Des Weiteren gleicht noch (p) dem Wert 1 im Fall eines schwachen Problems, das kein Stoß bilden kann, aber das wird von einem Merkposten als Schwierigkeit gekennzeichnet. Der Ausleger kann zum Beispiel für eine Problemglosse p=1 meinen, weil im Text ein Fragesatz die Bestandsaufnahme eines Gedankenhindernisses setzt. Zum Beispiel wird die Stelle “Können sich verschiedene Echos vollständig vereinen?” p=1 erlauben für rb(vereinen~Echos). Bei einer Linderungsglosse ist p=1 nur dann möglich, wenn der Text eindeutig zeigt, dass zwischen dem Problem und der Linderung ein Verhältnis besteht. Auf diese Weise wird “Können sich verschiedene Echos vollständig vereinen? Ja: aus der Ferne…” für die Linderung vb(Ferne~vereinen) des Problems rb(vereinen~Echos) p=1 erlauben. Wenn das Schriftstück schließlich eindeutig belegt, dass es sich weder um ein Problem noch um eine Linderung handelt, hat man p=1 für eine Neutralglosse, die die Stelle beschreibt. Eine zusätzliche Schwierigkeit taucht auf, wenn Ironie ins Spiel tritt. Dann weiß man in solchen Fällen nicht, wie ernst die Fragen oder die Beleuchtungen sind. So verfährt man wie mit den Problemglossen, die keine Stöße sind, und verlangt einen Merkposten, der, was die Neutral- und die Linderungsglossen betrifft, zum Schluss p=1 führt.

Methode

Jedoch scheint es sehr schwierig, einen Merkposten in einem dichterischen Werk zu finden, wenn es sich nicht um Bedeutungsregeln handelt. Es ist ebenso schwierig eine Bebilderung zu finden. Beide Schwierigkeiten der Bebilderung und des Merkpostens laufen zusammen, wenn die Erklärungen bis in die Einzelheiten gehen.

Anwendung auf Baudelaire

Ein so geläufiger Beleg wie Dodona für „Entsprechungen“ bleibt der Willkür des Ausdeuters überlassen [487]. Er ist also keineswegs sicher, einen zuverlässigen Weg einzuschlagen, wenn er diese alte Beschreibung eines Bildes zitiert [577]: «Die goldene Taube sitzt noch auf der Eiche…Stoffstreifen hängen immer noch am Baum, denn er spricht ein Orakel, das dem Dreifuß der Pythia ähnlich ist. Ein Gläubiger kommt, um den Baum zu befragen, ein anderer, um ein Opfer zu bringen. In diesem Augenblick ist er von einem Chor von Thebanern umgeben…Auf dieser Seite sind die Priesterinnen von Dodona an ihrer ernsten ehrwürdigen Miene zu erkennen. Sie sehen aus, als würden sie die Düfte und die Trankopfer einatmen. Der Maler hat den Weihrauch, in dem der ganze Ort badet, übrigens selbst vorgeschlagen. Er hat die göttlichen Stimmen beschwört, die an diesem Ort erschallen: hier ist eine Statue aus Erz der Nymphe Echo, die, wie du siehst, eine Hand vor den Mund setzt…»

§102
· Knagge
Theorie

Die Knagge ist in Beziehung zu den ausführlichen Spannungen der Rang (t): f=1 wenn t=1, und f=2 wenn t=2. Wir werden (f) für die anderen Spannungen, die Glossen ohne Kanal sind, mit ihren Formeln b(A~E) und d(A~E) betrachten. Alles hängt davon ab, was mit dem Zapfen (A~E) geschrieben werden kann. Die Knagge erreicht 1 im Fall b(A~E), wenn ein Merkposten d(A~E) im Text verbietet. Sie erzielt 1 für d(A~E), wenn ein Merkposten b(A~E) verbietet. Alle anderen Lagen verlangen f=2.

Methode

Eine Stiftglosse ist in manchen Fällen fähig, wegen starker Sinnbeziehungen f=1 zu erreichen.

Anwendung auf Baudelaire

Zum Beispiel wird b(N~Nature) immer den Wert f=1 erlangen sei es mit (r), (v) oder (o), weil es mit d(N~Nature) unmöglich ist, das Wort des ersten Verses zu beschreiben. Hätten wir auf ähnliche Weise “La Nature est un Dieu…” (Die Natur ist ein Gott…), müssten wir für b(N~D) f=1 zulassen. Ähnlich müssen wir noch einmal für b(N~T) mit “La Nature est un Temple…” (Die Natur ist ein Tempel…) f=1 zulassen. Vertiefen wir uns, dann müssen wir zugeben, dass Baudelaires Pantheismus betroffen ist. Wir werden es vermeiden, diese Frage eilig zu beantworten, denn es sind in den mythologischen Vorstellungen Fälle, in denen der den Sterblichen unsichtbare Gott sein eigenes Tempel errichtet. Philostratus legt dafür ein Zeugnis ab, indem Reisende auf dem Weg nach Indien den Berg Nysa erstiegen und [578]«…auf…Dionysos heilige Stätte stießen, die der Gott sich selbst zu Ehren errichtet hatte…» Philostratus schreibt weiter: «…Dionysos hatte die heilige Stätte mit einer kreisförmigen Lorbeerplantage umgeben. Diese runde Anlage umfasste ein Grundstück, der zu einem bescheidenen Tempel gerade reichte. Um die Lorbeerbüsche hatte der Gott Efeu und Weinreben gepflanzt und in der Mitte hatte er ein Standbild von sich selbst errichtet. Er wusste, dass die Zweige mit der Zeit ein Dach bilden würden, und das ist nun geschehen. Regen und Wind dringen nicht in die heilige Stätte ein. Es waren da Hippen, Traubenkörbe, Kelter…Wenn der Gott seine Bacchanalien feiert und den Berg Nysa zum Beben bringt, hören ihn die Städte am Fuß des Berges in der Ebene und antworten mit lauten Festen.»

§103
· Gleitweg
Theorie

Die Neutralglosse fordert die Gleichheit ihrer Gleitwege (g) und (j). Sie erreichen g=j=1 nur, wenn der Abschnitt des Textes keine Problem- oder Linderungsglosse erlaubt, die eine Gradiente höher als 1/16 aufweist. Außerdem bekommen wir g=j=2. Wenn die Glossen ausführliche Spannungen darstellen, sind (g), (j) genau die Schwingungen (m), (w) des Schwebens. Wir werden nun die anderen Glossentypen, die ein Problem beschreiben, mit den Zeichen rb(A~E) und rd(A~E) betrachten. Trotz des Namens der Problemglossen können sie nur Schwierigkeiten der Hintergrundgedanken darstellen. Der Verstand läuft keine Gefahr in diesem Fall, und folglich erhalten die Gleitwege den Wert 2. Unter anderen Umständen haben wir g=1 mit j=2 oder g=2 mit j=1. Die Berechnung muss widerspiegeln, dass keine ausführliche Spannung erscheinen wird, was die Unmöglichkeit von g=1=j rechtfertigt.

Methode

Die bei manchen Stiften verschwommenen Vorstellungen begünstigen g=1 oder j=1, denn die Mehrdeutigkeit treibt dazu, ein Problem zu ahnen, ohne es genauer bestimmen zu können.

Anwendung auf Baudelaire

Bald wird uns klar, dass rb(N~Nature) möglich ist, aber wir können auch behaupten, dass keine echte Schwierigkeit vorliegt. Baudelaire mag mit dem großen Anfangsbuchstaben gemeint haben, dass der erste Vers sich nicht nur auf die Erde, sondern auch auf das ganze Universum bezieht. In der Glosse rb(N~Nature) bliebe somit nur eine leichte Schwäche. Da wir auf jeden Fall g oder j in Wert 2 brauchen, versehen wir am liebsten den Stift mit 1 und den Begriff mit 2, was in diesem Fall g=1 und j=2 ergibt.

§104
· Bühne
Theorie

Für eine Linderungsglosse machen die Gleitwege (g), (j) immer g=j notwendig. Die beiden bekommen den Wert 1 oder den Wert 2. Sie erreichen 1, wenn die Linderung im Text eine Art klare oder vage Unterstützung hat; diese Hilfe nennen wir eine Bühne. Diese Unterstützung mag ein Merkposten sein, wenn die Linderung keine ausführliche Spannung behandelt. Tatsächlich hält sich solcher Sinnanprall von guten Bühnen fern, da Spezifität und Rechtfertigung unvereinbar sind. Die Abwesenheit der Bühne bringt g=j=2 mit sich, was das Risiko ausdrückt, dass man sich eine schlechte Linderung eingebildet hat, um ein Problem auszudeuten.

Methode

Die Bühnen bleiben jedoch leicht herzustellen, und manche Texte werden folglich Beispiele von Linderungsgleitwegen 1 aufweisen.

Anwendung auf Baudelaire

Um die Problemglosse rb(verdorben~ Weihrauch) durch vb(antworten~Düfte¹) zu beleuchten, wird die Bühne von «singen» kommen. Für die Glosse vb(singen~Düfte¹), die rb(verdorben~Weihrauch) erklärt, wird die Bühne umgekehrt von «antworten» kommen, um g=j=1 zu verbürgen. Trotz dieser Koordinierung bleiben wir einer Lösung fern. Einerseits suggeriert «singen» einen Gottesdienst, aber es bezieht sich im Gedicht in erster Linie auf die verdorbenen Düfte. Andererseits bezieht sich augenscheinlicher «antworten» auf alle Düfte, aber weniger auf einen Gottesdienst. Wichtig ist, dass der Ausleger dem Autor treu bleibt, und Baudelaire scheint wahrgenommen zu haben, wie Gegensätze einander ergänzen. Als eifriger Leser amerikanischer Autoren verachtete er keineswegs den puritanischen Gesichtspunkt, obwohl er zu ihrer Denkweise sehr vorsichtig Abstand hielt. Er wird die reizenden Bilder sehr geschätzt haben, die die gestrengen geistlichen Denker wohl ironisch betrachteten [3]-[42]-[170]: «Es ist eine Schande, es zuzugeben, dass die Dirnen eines Freudenhauses züchtiger und bescheidener gekleidet sind als die Bilder der Jungfrau Maria in den Kirchen.» Für Baudelaire führen uns die zweideutigen Schriftstücke zu unserer eigenen Implikation zurück [[1060]] in Index II (Gedichte)">[[1060]]: «Düstere und klare Gewissenserforschung
Ein Herz zum Spiegelbild geworden…

Ein höllisch ironisch Leuchtturm,
Fackel der satanischen Gnaden,
Einmalige Erleichterung und Glorie,
Das Bewusstsein im Bösen.»

§105
· Innere Räumlichkeit 1
Theorie

Die innere Räumlichkeit (z) einer ausführlichen Spannung folgt der inneren Entfernung (s), die einen der Schwebefaktoren darstellt, da für diese Problemen fzgj ganz tsmw wiederholt. Bezüglich der anderen Glossen ist die Lage ähnlich, und man erlässt nur besondere Berechnungseigenschaften zuzüglich der vorgesehenen Prinzipien. Der Wert von (z) gleicht 1 für allen Glossen aus dem Zapfen (A~E), wenn ein Merkposten die Garantie gibt, dass der Schaffende die klare Beziehung zwischen A und E im Text gesetzt hat. Die besonderen Fälle der Glossen b(A~E) und d(A~E) bleiben in dieser engen Betrachtung unbedeutend, aber umgekehrt (z) kann nicht 1 erlangen, wenn über das Verhältnis A-E in den Gedanken des Schaffenden Ungewissheit herrscht.

Methode

Oft beschäftigen sich die Ausleger damit, dass die Gedanken vom Autor getrennt oder vereinigt werden. Dagegen interessieren wir uns hier mit (s) und (z) nur an der Tatsache, dass dem Autor die Gedanken auf einmal in den Sinn kamen, sei es um sie später zu vereinigen, oder zu trennen. Wenn es insbesondere darum geht, A und E entgegenzusetzen, braucht man eine gleichzeitige Vorstellung der Spuren A und E des Textes.

Anwendung auf Baudelaire

Anhand eines Satzes im Stil der Aufklärung wird dies leicht verständlich: “Die Natur, die nicht die Welt ist, ist ein Wirbel, ein Surren.” Gewiss scheint rd(Natur~Welt) besser geeignet als rb(Natur~Welt), um diese Aussage zu beschreiben, aber z=1 gilt in beiden Formeln.

§106
· Falz
Theorie

Wenn (z) für einen Zapfen mit Begriffen sich von 1 unterscheidet, nimmt dieser Wert die Höhe 2+(1(n/10)) mit der Zahl (n) für die Menge der Fronten im Text, die beide Begriffe trennen. Wir ändern kaum die Berechnung, wenn keine Spur ein Begriff ist. Es gilt noch, wenn (wie in "N-Nature") ein Stift mit einem Begriff verbunden ist. Es wäre unter ähnlichen Bedingungen für zwei Stift-Begriff Paare wie "N-Nature" und "T-Temple" auch der Fall. Jedes Feld wie N, das sich mit einem Stiftträger solidarisch zeigt, nennen wir einen Falz. Dieser formt eine Front, und es genügt, um 2+(1(n/10)) zu erreichen, die anderen (n) Fronten zwischen den Spuren sorgfältig zu zählen. Um b(N~L) für “Die Natürliche Welt ist ein Tempel; Lebendige Säulen lassen wirre Worte zuweilen entweichen…” zu behandeln, muss man es vermeiden, “Natürliche” und “Lebendige” zu zählen, weil sie jeweils einen Stift aufweisen. Nach dieser Zählung erreicht man 2+(1(3/10)) wie 2+(1(3/10)) mit b(Natürliche~lebendige) für “Die Natürliche Welt ist ein Tempel; lebendige Säulen lassen wirre Worte zuweilen entweichen…” Was das Spiel der Klänge “La Nature tord mes tortures en m'affligeant de maux” (Die Natur verdreht meine Folterungen und schlägt mich mit Qualen) und die Glosse b(ture tord~tortures) (tur ver-Folterungen) anbelangt, wird (z) 2+(1(1/10)) ergeben. Ausgeschlossen sind hier “Nature”, “tord” und “tortures”. Ein von einem Wort unabhängiger Stift führt zu einer anderen Zählung. Ein grünes Papier als Träger des ganzen Sonetts würde 2+(1(74/10)) wegen der Fronten im Text die Glosse b(Papierfarbe~verts) herbeiführen. Dagegen würden wir mit b(Papierfarbe~verts) für einen grünen Fleck auf dem einzelnen Wort “verts” (grün) nicht 2+(1(74/10))=9,4 zählen, sondern in bescheidenerer Weise nur 2+(1(0/10))=2.

Methode

Das Berechnungsprinzip besteht darin, den Stift einer geringen Anzahl Felder zuzuschreiben. Falls dieser erste Versuch nicht gelingt, passt man sich einer größeren Anzahl von Feldern an.

Anwendung auf Baudelaire

Manchmal macht ein Merkposten die Frontenberechnung überflüssig, weil er den Sinnkontakt verbürgt, und dies ist mit b(respond~répondent) (sprech-antworten) der Fall. Der Stift “respond” ist dem Titel «Correspondances» (Entsprechungen) entnommen, und die Verbindung Stift-Begriff zeigt sich so stark in der Glosse, dass man des Wertes z=1 sicher ist. Baudelaire konnte dies nicht entgehen, weil er die richtige Bildung dazu besaß. Außerdem wird ihm zugeschrieben, den Begriff «Entsprechungen» in allen Richtungen gedreht und sich darüber lustig gemacht zu haben. Raymond Poggenburg erwähnt, dass die Literaturhistoriker ihm öfter eine Karikatur zuschreiben, auf der Courtois, ein wegen seiner Artikel zur Malerei berühmter Journalist, sich über einem Gemälde beugt und dem Gemälde ein Hörrohr hinreicht [797].

§107
· Äußere Räumlichkeit 1
Theorie

Wir benutzen die äußere Räumlichkeit (k), um die Linderungs- und Stärkungsglaubhaftigkeit zu berechnen. Bezüglich der ausführlichen Spannungen fällt man auf (c) zurück. Was die anderen Glossen betrifft, ist das Verfahren ähnlich. Wir schreiben insbesondere k=1 für alle Arten von Glossenpaaren b(A~E)- b(F~H) oder d(A~E)-d(F~H), wenn zwei Bedingungen vereint sind. Erstens soll jede Glosse eine innere Räumlichkeit z=1 besitzen. Zweitens muss ein Merkposten die Sinnkontinuität zwischen den Spuren A, E, F, H erlauben. Sind zwei Spuren unter A, E, F, H identisch, so zeigt sich diese Verstandskontinuität, leichter zu betrachten. Zum Beispiel verdient das Glossenpaar rb(N~Nature)-vb(temple~homme) (N-Natur, Tempel- Mensch) den Wert k=1. Was die Grundgedanken dieser Stelle betrifft, führen sie zur Vorstellung, dass der Mensch im allgemeinen und insbesondere der Dichter den höchsten Tempel ehrt.

Methode

Dem Ausleger eines Autors aus der Vergangenheit fällt es oft schwer sich vorzustellen, dass sein Held nicht dem gleichen Gedankengang folgte wie er. Dadurch schadet er sich selbst und dem Ruhm des verehrten Schaffenden. Trotz dieser allgemein bekannten Gefahr ist dieselbe so stark, dass man in den von den Ausdeutern eingebildeten Bebilderungen zutraulich nicht das sucht, was der Autor gedacht, sondern das, was der Ausleger gedacht haben mag.

Anwendung auf Baudelaire

Um dieser Gefahr zu entweichen, sollte man es meiden, eine irreligiöse Deutung des Gedichts als sicher darzulegen. Diese irreligiöse Deutung ist zwar nicht auszuschließen, aber nicht notwendig. Lamartine, der sich auf Philos Gedanken stützte, oder sich dessen nicht völlig bewusst war, der von ihm abgeleiteten zögernden Tradition zu folgen, schrieb [489]-[575]: «Gott, das All, verehrt sich selbst!» Lamartine beschreibt an anderer Stelle eine Person durch ihre eigenen Aussagen [493]-[575]: «O Vater, sagte er, jedes Geschöpfs,
Dessen Tempel, sich überall mit der Natur erstreckt…» Dieser tiefe Geist wird nur flüchtig vom Zweifel befallen [492]-[574]: «…Gott ist nur ein erfundener Begriff, um die Welt zu erklären…» Er verbindet auch beide Ideen [11]-[488]-[575]: «Verborgener Gott, sagtest du, die Natur ist dein Tempel!»

§108
· Äußere Räumlichkeit >1 mit Begriffen
Theorie

Wenn die äußere Räumlichkeit zweier Glossen sich höher als 1 zeigt, und alle Spuren Begriffe sind, zählt man die (n) Fronten zwischen den am meisten entfernten Begriffen, um den Abstandwert k=2+(1(n/10)) zu bestimmen. Dann ist das Berechnungsverfahren insgesamt für Stärkungen und Linderungen der äußeren Entfernung (c) ähnlich.

Methode

Der Wechsel besteht darin, dass die Bedingungen Messung weniger beschränkt sind, da die Notwendigkeit, nur ausführliche Spannungen zu behandeln, ganz verschwindet. Diese erscheinen unter den anderen zur Verfügung stehenden Formen als Elemente eines besonderen Glossentyps.

Anwendung auf Baudelaire

Die beiden Beziehungen vb(corrompus~encens) und rb(corrompus~ temple) (verdorben-Weihrauch, verdorben-Tempel) dulden eine äußere Räumlichkeit k=8,4, weil Fronten die entferntesten Spuren «encens» und «temple» trennen.

§109
· Äußere Räumlichkeit >1 mit Stift
Theorie

Zwei Falze oder ein Falz und eine andere Front können eine äußere Räumlichkeit höher als 1 bestimmen, weil man in der Berechnung der Fronten von einem Ende zum andern der Glossen einen Stift oder manche Stifte findet. Mit den Spurpaaren A-F, A-H, E-F oder E-H benutzen wir wieder für die Glossen (A~E), (F~H) das Verfahren, das für den Abstand (z) schon bewirkt hat.

Methode

Die einzige große Unterscheidung zwischen der Begriffs- und der Stiftberechnung betrifft den Fall, wo in den Spuren keine Verbindung eines Stifts oder beider Stifte mit einem Wort stattfindet. Bezüglich “Diediedie Schiff brennt. Er ist schön. Sie ist sauber, sie” ergeben die Aussagen vb(Schiff~Sie) und rb(Diediedie~Schiff) eine äußere Räumlichkeit 2+(1(5/10))=2,5, weil man “Schiff”, “brennt”, “Er”, “ist¹”, “schön”, einzeln zählen muss. Die Kombination der Wortspiele und Unterbrechungen verhindert eine Verstandskontinuität zwischen “Diediedie Schiff brennt” und “Sie ist sauber, sie” zu vermuten, was k=1 ausschließt. Wenn man dank eines Beweises gewiss wäre, dass “Diediedie Schiff” und “Sie” dasselbe bezeichnen, würde der Schluss k=1 sich tatsächlich rechtfertigen.

Anwendung auf Baudelaire

Die Verehrer eines Werks überschätzen oft die Sinnkontinuitäten desselben, aus Angst manche verborgene Schätze unberücksichtigt zu lassen. Wir werden einen ganz anderen Weg einschlagen und davon ausgehen, dass, was sowohl das Geistige als auch das Natürliche betrefft, das Wissen schemenhaft bleibt [[1133]] in Index II (Gedichte)">[[1133]]: «Und ihre harmonische Erscheinung ist so hervorragend,
Dass die machtlose Deutung unfähig ist, die Gesetze,
Die ihre zahlreichen Zusammenklänge beherrschen,
Zu fassen.» Die Begeisterung folgt einem anderen Weg als die Untersuchung, weil dieselbe nicht aus der Eingebung herkommt. Wenn Baudelaire die ältesten zögernden Vorstellungen ins Auge fasste, der Nachwelt die dichterische Schönheit zu überliefern, erinnerte er sich an Platos Bild der kleinen Eisenringe, die von einem Magnetstein hängen und ein Kettchen bilden [736]-[737]-[738]-[739]-[[1067]] in Index II (Gedichte)">[[1067]]: «Ich widme dir diese Verse,
Damit mein Name erfolgreich in die Zukunft gelangt…

Der durch die Wiederholung deines Bildes wie durch ein Hackbrett erschöpfte Leser
Wird dich mittels der brüderlichen und mystischen Kette,
Die von meinen schwierigen Reimen hängt,
In Erinnerung behalten.»

§110
· Platte und Linderung
Theorie

Wenn eine Kerbe mit einer anderen Glosse für ein Linderungsganzes benutzt wird, kann die zweite Glosse manchmal die Kerbe selbst lindern. Dann taucht eine verwickelte Lage auf, wo die verschiedenen äußeren Räumlichkeiten zwischen den Glossen verwechselt werden können. Dieses Risiko betrifft insbesondere die Linderung von rb(verdorben~Tempel) durch die Glosse vb(verdorben~Weihrauch), die der Kerbe rvb(verdorben–Weihrauch) genau im Grundsinn gleicht. Das Ideengestell rb(verdorben~Tempel) vb(Weihrauch~Tempel) rvb(verdorben~Weihrauch) vb(Sinne~Weihrauch) vb(verdorben~Sinne) wäre durch rb(verdorben~Tempel) vb(verdorben~Weihrauch) vb(Weihrauch~Sinne) im Wesentlichen dargestellt, und wir können folglich aus diesen drei Glossen eine Linderungsplatte bauen. Sie wird als eine Platte mit Stoß, Raster und Zange des Rasters einen kleineren Verständnisgrad erreichen, aber sie besteht aus demselben tiefen Sinn und verdient aufgrund ihrer beiden einfachen Linderungen, die eine Summengradiente und keine Stärkung bekommen, eine Glaubhaftigkeitsmessung. Es besteht jedoch die Gefahr, dass man in einer eiligen Berechnung die Räumlichkeit aus vb(verdorben~Weihrauch)-vb(Weihrauch~Sinne) mit der aus rb(verdorben~Tempel)-vb(Weihrauch~Sinne) verwechseln mag. Man muss bemerken, dass in rb(verdorben ~Tempel) vb(verdorben~Weihrauch) vb(Weihrauch~Sinne) die beiden äußeren Räumlichkeiten zwischen den beiden Linderungen und dem einzigen Problem nur aus dem Problem-Linderung Verhältnis kommen, ohne die Beziehung zwischen den beiden Linderungen zu betreffen.

Methode

Die Zeichenänderung beim Wechsel von den Anprallen zu den Glossen bleibt nur in bestimmten Fällen notwendig. So können wir auf das frühere Zeichen (–) zurückgreifen. Für die Stiftglossen bleibt dies jedoch unmöglich, weil es sich nicht um Schiedssprüche handelt.

Anwendung auf Baudelaire

Die Begriffe «verdorben» und «Tempel», die dem Gedicht sein Gleichgewicht verleihen, sollen nicht zur Annahme verleiten, dass Baudelaire manichäische Vorstellungen eines kosmischen verborgenen Kampfes des Guten gegen das Böse hatte. Baudelaires Gedankengang ist schwieriger zu erfassen. Aus seiner Sicht hindert der Schmerz daran, die Verdorbenheit zur lästigen Routine zu werden [[1007]] in Index II (Gedichte)">[[1007]]: «Seien Sie gesegnet, O Herr, der Sie den Schmerz
Als göttliches Mittel gegen unsere Sünden geben.
Dieser Schmerz bleibt das beste und reinste Wesen,
Das die Starken zu den heiligen Glückseligkeiten vorbereitet.» Diese Verse haben einen feierlichen Klang, aber der Dichter nahm zum Ton des Predigers Abstand [705]: «"Der Weise zittert immer, wenn er lacht." Welchen machtvollen Lippen, welcher einwandfreien Feder entstammte diese seltsame und ergreifende Maxime? Rührte sie von dem Philosophenkönig Judäas? Sollte sie Joseph de Maistre, diesem vom heiligen Geist beseelten Soldaten, zugeschrieben werden?» Baudelaire hatte auch seinen zärtlichen Spaß an den körperlichen Freuden, die in der Griechisch-römischen Antike beliebt waren [[1064]] in Index II (Gedichte)">[[1064]]: «In dieser Zeit genossen Mann und Frau einander in ihrer Gewandtheit
Unbesorgt und jenseits aller Lügen.
Der liebevolle Himmel streichelte ihren Rücken,
Während sie die Möglichkeiten ihrer edlen und gesunden Apparate ausschöpften.
Kybele, die damals in ihren Produkten großzügig war,
Empfand ihre Kinder nicht als eine allzu schwere Last.
Diese von gewöhnlichen Gefühlen beseelte Wölfin mit dem großzügigen Herzen
Säugte das Universum an ihren braunen Zitzen…

Und zwar haben unsere verdorbenen Nationen Schönheit,
Die den Völkern der Antike unbekannt waren…Aber diese Einfälle unserer späten Musen
Werden die kränklichen Rassen nie daran hindern, der Jugend,
-Der heiligen Jugend mit dem unbefangenen Gesicht,
Der glatten Stirn, dem reinen, offenen Auge wie ein Bergwasser
Tief zu huldigen.
Sie ist dem Himmelblau, den Vögeln und den Blumen ähnlich.
Sie verbreitet ihre Unbekümmertheit,
Ihre Düfte, ihre Gesänge und ihre sanfte Wärme!» Man darf nicht mit Schwulst erklären, dass diese Verse mit „Entsprechungen“ nichts Gemeinsames haben. Es ist keineswegs sicher, dass Baudelaires Gedankengang sich von dem einen zum anderen Gedicht viel verändert hat. Beide Gedichte sind 1857 zum ersten Mal erschienen. Sie sind bis zu diesem Zeitpunkt nicht belegt, und dieses Datum ist für uns ein fester Anhaltspunkt für die erwähnenswerten Schriftstücke von Baudelaire anhand derer „Entsprechungen“ gedeutet werden kann [7]-[662].

§111
· Berechnung einer Problemgradiente ohne Stift
Theorie

Das Problem rb(Tempel~Entsprechungen), dessen Gradiente wir nun berechnen werden, ist keine Spannung, sondern eine einfache Frage der Ausdeutung. Es scheint uns, dass die Vorstellungen von Tönen, Farben, Düften und Entsprechungen, vom Autor vereinigt wurden, aber der Autor mag die Idee aus dem Titel «Entsprechungen» nicht in erster Linie mit der von «Tempel» verbunden haben. Es handelt sich bezüglich rb(Tempel~Entsprechungen) um die Glaubhaftigkeit des Vorhandenseins dieses Problems im Sinne des Dichters. Wir finden für 1/qepfzgj den bedeutungslosen Wert 1/(1)(1)(2)(2)(2,2)(2)(1)=0,056. Da die Spuren Begriffe sind, haben wir q=e=1. Da das Sonett keineswegs aussagt, dass der behandelte Punkt für den Autor eine Schwierigkeit darstellt, erhalten wir p=2. Da der Titel außerdem vom ersten Vers getrennt ist, lassen wir den Wert f=2 zu. Wegen zweier Fronten («Natur» und «ist») beträgt der Abstand zwischen «Entsprechungen» und «Tempel» z=2+(1(2/10))=2,2. Wir erhalten ((g)(j))=2, weil nichts im Gedicht gegen die Feststellung spricht, dass das betreffende Verhältnis “Tempel-Entsprechungen” uns vor Probleme stellt: insbesondere nicht die Reihe «Worte», «Symbolen», «antworten». Wenn wir beschließen, dem Titel «Entsprechungen» den Wert g=1 zu geben, bekommen wir ((g)(j))=(2)(1)=2.

Methode

Die Beziehung zwischen einem Titel und den folgenden Worten ist nicht leicht zu deuten. Einerseits ist es bekannt, dass der ganze Text nach dem Wunsch des Autors dem Titel unterworfen ist. Andererseits mag der Autor, was manche Einzelheiten betrifft, den Titel aus den Augen verloren haben.

Anwendung auf Baudelaire

Die Frage des Tempels, das die Welt darstellen würde, leitet zu der des Gottes, dem der Tempel gewidmet wäre. Dieser Punkt führt uns zur Frage eines namenlosen Gottes, die dem letzten Apostel aufgefallen war [153]: «Paulus aber stand mitten auf dem Areopag und sprach: Ihr Männer von Athen, ich sehe, dass ihr die Götter in allen Stücken sehr verehrt. Ich bin umhergegangen und habe eure Heiligtümer angesehen und fand einen Altar, auf dem stand geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch, was ihr unwissend verehrt.» Und er fährt fort, wie folgt [142]-[154]: «Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts. Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht.»

§112
· Berechnung einer Problemgradiente mit Stift
Theorie

Es ist interessant, die Gradiente der Stiftproblemglosse rb(N~Nature) zu berechnen. Da «Nature» ein Begriff ist, haben wir einerseits e=1. Andererseits q=2 zeigt sich ebenfalls bezüglich der linken Schärfe sicher, weil das N im Zusammenhang von keinem gleichbedeutenden Begriff begleitet wird, der zu keinem Stoß gehören könnte. Das Schweigen des Textes über die in Frage kommende Beziehung “N-Nature” führt uns zu der Stange p=2. Wegen des engen Verhältnisses zwischen N und «Nature» kommt der Bestandteilwert f=1 einwandfrei. Dieselbe starke Bindung rechtfertigt auch z=1. Für ein wahrscheinliches Problem, das jedoch kein Stoß ist, erreicht das Produkt ((g)(j)) den Wert 2. Des Weiteren scheint ((g)(j))= ((1)(2)) deutlicher als ((g)(j))=((2)(1)), weil jeder Stift und insbesondere N fragwürdig ist. In diesem Fall ist die Gradiente 1/(2)(1)(2)(1)(1)(1)(2)=⅛, was das Zweifache von 1/16 gleicht, das die Schwelle des Bedeutungslosen darstellt.

Methode

Für einen Stoß ist die Gradiente der Kanal 1/tsmw. Mit 2 für jeden Faktor erhalten wir 1/(2)(2)(2)(2)=1/16=0,062. Es scheint berechtigt, 1/16=0,062 als so gut wie nichts zu betrachten, da unser Berechnungsverfahren das Ergebnis Null nie zulässt.

Anwendung auf Baudelaire

Das N von «Nature» soll auch eine andere Glosse erlauben: vb(N~Nature). Die Vorstellung einer Weltperson verschiebt zwar nur die Schwierigkeiten, die wir dadurch beleuchten wollen. Der erhabene Anblick der Natur wurde von vielen Autoren der Antike besungen. Die zu Baudelaires Zeiten von den Schulmeistern bewunderten Autoren haben in dieser Richtung geschrieben. Plinius Erregung ist sichtbar [770]: «…die Ungeheuerlichkeit der Eichen im germanischen Wald ist über jeder Wunder erhaben. Sie wurden durch Jahrhunderte hindurch erspart; sie sind Zeitgenossen des Weltanfangs und ihr Status ist fast unsterblich.» Plinius behauptet, dass er die Wurzeln dieser Bäume in diesen nördlichen Breiten objektiv beschreibt: «…die Wurzeln stemmen sich wie Kämpfer und bilden Bögen, die ebenso hoch wie die Zweige sind und damit zu gähnenden Toren werden, die breit genug sind, um Reiterformationen vorbeiziehen zu lassen.»

§113
· Berechnung für eine Linderung ohne Stift
Theorie

Die Glosse vb(Weihrauch~Sinne), die rb(verdorben~Weihrauch) lindert, besitzt dank ihrer beiden Begriffe eine Gradiente mit q=e=1. Andererseits führt das Schweigen des Textes bezüglich einer möglichen Linderung des Verdorbenheitsproblems zu p=2. Der Wert f=2 wird wegen der schwachen Verbindung zwischen «Weihrauch» und «Sinne» festgestellt, die deutlich weniger aktiv erscheint als die zwischen «Weihrauch» und «Taumel». Die Fronten «Die», «Taumel», «Geistes», «und» führen zu z=2,4. Wir nehmen g=j=1 an, weil die Bühne «Taumel» die Vorstellung des Rausches liefert, dann ebenfalls die von Sinnlichkeit. Dies bringt das Suchergebnis 2(1/qepfzgj)=2(1/(1)(1)(2)(2)(2,4)(1)(1)=1/4,8=0,208, was vernünftig erscheint.

Methode

Die Absätze 21, 34, 63, 105, 106 deuten auf die nötigen Voraussetzungen, um zu s=1 und z=1 zu gelangen.

Anwendung auf Baudelaire

Die Glossen rb(verdorben~Geistes) einerseits und vb(Weihrauch~ Sinne) andererseits liefern ähnliche Fälle, in denen wir ganz nah einem offensichtlichen Gerüst, das wir letztendlich vermissen. Die Vorstellung, dass der Duft der Tempel zu Exzessen treibt, kann von der des Preises desselben nicht getrennt werden. Plinius beschreibt [767]«…was die Reichtümer Arabiens sind, und erklärt die Ableitung der Beinamen "glücklich" und "begünstigt", die Arabien zugefügt werden.» Er geht sofort ins Detail: «Weihrauch kommt nur in Arabien und zwar nicht in ganz Arabien vor…Die weihrauchproduzierenden Wälder erstrecken sich in der Länge über Riffe und in der Breite über Riffe. Nach den Berechnungen des Eratosthenes entspricht das Riff Rennbahnen, das heißt 5000 Schritte. Nach anderen Gelehrten wäre ein Riff Rennbahnen wert. Dort wachsen auf hohen Hügeln die Weihrauchbäume, und die Wälder wachsen bis in die Ebene. Kenner stimmen darin überein, dass der Boden lehmig ist mit seltenen salpetrigen Quellen…Nur die Araber -und auch nicht alle- können den Weihrauchstrauch sehen. Es sind höchstens 3000 Familien, die angeblich das Vorrecht haben, diese Sträucher zu nützen. Daher werden die Angehörigen dieser Familien "heilig" genannt…Einst wurde Weihrauch wegen geringen Absatzes einmal im Jahr geerntet. Heute treibt die Verlockung des Geldes zu einer zweiten Lese. Die erste Ernte, die einzige natürliche Ernte, wird in der Glühhitze zu Beginn der Hundstage vorbereitet. An den Stellen, wo die Rinde sehr dünn und stark gedehnt ist, wird sie eingeschnitten, weil man glaubt, dass sie an dieser Stelle Milchsaft im Überfluss besitzt. Es wird ein einfacher Einschnitt gemacht, aus dem ein zähflüssiger Schaum hervorquillt. Dieser Milchsanft verdickt und gerinnt. Je nach der Beschaffenheit des Bodens wird dieser Schaum auf Palmmatten, oder einer Tonfläche gelesen. Das erste Verfahren liefert einen reineren Weihrauch, das zweite ein schwererer Weihrauch. Was am Strauch haftet, wird mit einem Messer gelöst, so dass der Weihrauch nach mit Rinde durchsetzt ist. Der Wald wird in abgegrenzten Stücken Land unterteilt, die durch die herrschende gegenseitige Ehrlichkeit geschützt werden. Es hat keinen Zweck, eingeschnittene Bäume zu bewahren. Keiner bestiehlt seinen Nachbarn. Dagegen ist in Alexandria in den Werkstätten, in denen der Weihrauch bearbeitet wird, keine Vorsicht zu viel, um sich gegen Diebstahl zu versichern. Man versiegelt die Lendenschürze der Arbeiter. Man versetzt ihnen ein Netz auf den Kopf und das Gesicht und entlässt sie nur bloß. Bei uns ist eine Strafe nämlich nicht so sicher wie die in ihren Wäldern herrschende Ehrlichkeit. Im Herbst wird der über den Sommer ausgeschwitzte Stoff gelesen. Dies ergibt den reinsten weißen Weihrauch. Die Nachlese erfolgt im Frühjahr von Wintereinschnitten. Der auf diese Weise gewonnene Weihrauch ist braun und minderwertig… Der in kugelförmigen Tränen hängengebliebene Weihrauch wird männlicher Weihrauch genannt…Manche sind der Meinung, dass er diese Bezeichnung seiner Ähnlichkeit mit den Hoden zu verdanken hat…Der gelesene Weihrauch wird mit Karawanen transportiert…» Für die Gottheiten werden auch Mischungen gebrannt, die weniger kostbar sind als Weihrauch.

§114
· Berechnung für eine Linderung mit Stift
Theorie

Wir werden die Messung der Gradiente von vb(N~Nature) feststellen, die rb(répondent~Nature) (antworten-Natur) lindert, und dafür haben wir bereits die Kenntnis der Bestandteile q=2, e=1 und ebenfalls die von f=1, z=1. Es bleiben noch die Werte von (p), (g) und (j) zu ermitteln. Die Vorstellung des Tempels liefert eine bequeme Bühne, die beide Größen g=1 und j=1 verbürgt. Da im Text keine Aussage über die Fähigkeit von vb(N~Nature) gemacht wird, das Paradoxon rb(répondent~Nature) zu erklären, steht (p) in der Höhe von 2. Die Gradiente 2(1/qepfzgj)=2(1/(2)(1)(2)(1)(1)(1)(1)) ergibt also 2(¼)=½=0,5.

Methode

Absatz 112 liefert Erklärungen zu (q), (e), (f) und (z), die mit dem Glossentyp (r), (v) oder (o) nichts zu tun haben.

Anwendung auf Baudelaire

Die Platte rb(répondent~Nature) vb(N~Nature) bietet eine geringere Glaubhaftigkeit: ((1/tsmw) (0,5/k)). Ein solcher Wert kann jedoch nicht berücksichtig werden, weil der entsprechende Kanal niedriger als 0,062 ist. Wegen der schwachen Bindung zwischen «répondent» und «Nature» ist t=2. Die Fronten zwischen den beiden Begriffen ergeben s=6,1. Da “répondre” auch den Sinn “équilibrer” (sich im Gleichgewicht befinden) haben kann, findet man den Wert m=2. Und da die Welt sprechende Wesen hegen kann, ohne selbst sprechen zu können, schreiben wir zwangsweise w=2. Insgesamt haben wir tsmw=(2) (6,1)(2)(2)=48,8. Dies führt zu 1/tsmw=1/48,8=0,02. Wir können feststellen, dass eine gute auf ein schwaches Problem angewendete Vorstellung, für Berechnungen zu nichts führt.

§115
· Berechnung für eine Neutralglosse ohne Stift
Theorie

Die Gradiente der Glosse ob(homme~parfums¹) (Mensch-Düfte¹), wo «parfums» dem achten Vers entlehnt wird, bleibt unbedeutend. Die Schärfen erlangen den Wert 1. Da keine Erklärung über eine bloße Feststellung im Text vorkommt, scheint p=2 notwendig. Das schwache Verhältnis der beiden Spuren führt uns zu f=2. Wir zählen Fronten zwischen «homme» und «parfums», was zu z=4,6 leitet. Wir schreiben g=j=2, weil die Beziehung "Düfte-Mensch" in einem Gedicht, das in erster Linie der Natur gewidmet ist, sekundär und fragwürdig erscheint. Die Gleichung g=j=1 würde sich ohne diesen zweifelhaften Aspekt einer Glosse, die sich überhaupt neutral zeigen soll, besser rechtfertigen. Die Gradiente ist also 1/qepfzgj=1/(1) (1)(2)(2)(4,6)(2)(2), was niedriger als 1/(2)(2)(2)(2) ist. Dieser Wert wird wegen ihrer Schwäche als unmöglich ernsthaft zu betrachtende Größe eingestuft.

Methode

Wie ein im Wesentlichen Phantasievoller Text ausnahmsweise einen strengen Gedankengang aufweisen kann, werden wir umgekehrt auf Fälle stoßen, wo längere Reihen einfacher Vorstellungen aus einem ansonsten rein dichterischen Text auftauchen können. Die Neutralglossen sind dazu da, ähnliche Fälle behandeln zu können.

Anwendung auf Baudelaire

In „Entsprechungen“ macht die Fülle an Rätseln diese einfachen Beschreibungen scheinbar völlig überflüssig, aber in Wirklichkeit kann man selbst in diesem Gedicht davon Gebrauch machen und zu einer Gradiente kommen, die höher als 1/16 liegt. Zum Beispiel ist ob(Düfte²~Ausdehnung) eine reine Beschreibung. Das Wort «Düfte» wird hier im neunten Vers entlehnt, und man erreicht 1/q(1)e(1)p(2)f(1)z(1)g(1)j(1) also ½ oder 0,5. Neben diesen einfachen Glossen liefert Baudelaire einen schwer zu verfolgenden Gedanken. Es sind im Sonett jedoch weniger problematische Vorstellungen. Wer auf Einfachheit Wert legt, wird b(grün~Auen) schreiben, um ein oft zitiertes Beispiel zu erwähnen [670]. Plinius interessierte sich auf für die Grundlagen der geistlichen Welt. Er zitierte Homer und schrieb [771]«Cicero, diese andere Leuchte der Literatur sagte "Besser als die Düfte mit Safrangeschmack sind die Düfte mit Erdgeschmack". Dem Begriff "Geruch" hat er "Duft" vorgezogen. Wir werden ihm beipflichten und sagen: "Die beste Erde ist die, die nach Düften schmeckt." Ein guter Hinweis zur wünschenswerten Erde ist folgender: man trifft oft die Erde mit Geschmack, selbst wenn sie lange nicht mehr umgegraben wurde, nach einem Regen, der auf eine lange Dürre folgt, an beiden Enden des Regenbogens. Dann strömt die Erde diesen göttlichen von der Sonne gezeugten Hauch aus, dem kein anderer Duft gleichkommt.»

§116
· Berechnung für eine Neutralglosse mit Stift
Theorie

Wir werden die Gradiente von ob(N~Nature) suchen, da wir schon die von rb(N~Nature) -⅛- kennen, und da vb(N~Nature) nützlich scheint, um manche Probleme zu lindern. Die Aussage ob(N~Nature) ergibt 1/qepfzgj=1/(2)(1)(2)(1)(1)(2)(2). Das N liefert q=2, und «Nature» e=1. Im Text kommt kein Hinweis zu einer bloßen Feststellung vor, was zu p=2 führt. Die Einfachheit der Verbindung rechtfertigt f=z=1. Die Möglichkeit, ein verborgenes Problem bezüglich N zu haben, leitet uns zu g=j=2. Da wir knapp bei 1/6 liegen, das die Schwelle des Unbedeutenden darstellt, scheint die Aussage vb(N~Nature) vielversprechend zu sein.

Methode

Merken wir, dass zu einer und derselben Linderung mit derselben Formel mehrere unterschiedliche Gradienten vorliegen. Diese Lage führt zu der Annahme, dass in einer Wabe mehr als sechs Glossen vorkommen könnten. Aus diesen Gründen begrenzen wir die Zahl der möglichen Glossen einer Wabe durch die einfache Definition derselben. Die Wabe wird nur zwei Linderungen geben: die eine mit einer Bejahung und die andere mit einer Verneinung.

Anwendung auf Baudelaire

Das Interesse von vb(N~Nature) liegt namentlich darin, die Behandlung von rb(piliers~paroles) und rb(forêts~symboles) (Säulen-Worte, Wälder- Symbolen) zu ermöglichen. Der Inhalt des Zapfens (N~Nature) führt uns intuitiv auf zwei Wege: einerseits liegt die Frage rb(N~Nature). Andererseits kann man an eine Weltperson denken, die zum Beispiel eine Symbolik ausdrücken wurde. Was vb(N~Nature) betrifft, von dem der Glaubhaftigkeitsgrad noch nicht gemessen worden ist, erinnert uns die Vorstellung, dass eine Kirche allgemein wie ein Mensch aussieht, der die Arme spreizt. Der Apostel der Nationen schreibt [156]: «Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes…» Die Symbolik des Kreuzes liefert die Hauptintuition, die zum Deutung mancher Gebäude führt. Unabhängig davon schreibt Porphyrius dass [809]«…der Geist beim Menschen einem Tempel gleicht…» um die Gottheit zu ehren. Er fügt hinzu «…ich meine insbesondere den Geist der Weisen, und der Weisen allein…» Französisch, die Sprache Baudelaires, bot lange diese Eigenart, die in einigen anderen Sprachen vorkommt, dass die Schläfen als "Tempel" bezeichnet wurden [855]. 47

§117
· Querholz
Theorie

Das Querholz ist die kleine Gruppe von Voraussetzungen, die fast alle Stärkungen benötigen, die sich zwischen beiden Neutral- oder Problemglossen verwirklichen. Das Bestehen des Querholzes hängt davon ab, dass beide Glossen zum selben Typ (r) oder (o) gehören, dass beide Glossenformeln dasselbe Urteilssymbol (b) oder (d) besitzen, dass beide Glossen eine identische Spur teilen, und letztendlich dass sie nicht entgegengesetzte Bedeutungen haben.

Anwendung auf Baudelaire

So verfügen ob(N~Nature) und ob(N~temple) über ein Querholz, während rb(riches~musc) und rb(triomphants~autres) (reich-Moschus, sieghaft-andere) keines haben, weil sie keinen einzigen gemeinsamen Begriff besitzen. Auf ähnliche Weise entbehren vb(corrompus~autres) und vd(frais~autres) (verdorben-andere, frisch-andere) das Querholz, weil die eine eine Bejahungs- die andere eine Verneinungsformel verdient. Auf intuitiver Ebene verstärken rb(riches~musc)-rb(triomphants~autres) ebenso wie vb(corrompus~autres)-vd(frais~autres) einander. Aber die Berechnung kann in diesem Fall mit der Intuition nicht Schritt halten.

Methode

Das im ersten Teil dieser Untersuchung genützte Mittel, um die Stärkung zwischen den Stößen zu umreißen, scheint durchlässiger zu sein. Bei der strengen Aussonderung der Stöße kommt es zu einem Ausgleich. Die Auswahl unserer Vorstellungen erfolgt in beiden Fällen. Das Sortieren der Stöße findet während der Bestimmung und vor der Verstärkungs- und der Erhöhungsberechnung statt. Das Sortieren bei der Stärkung der Linderungen, der Probleme und der Neutralaussagen findet im Laufe der Berechnung statt. Was die Stärkung eines Stoßes durch eine Problemglosse angeht, sieht es so aus, als ob sie aus zwei verschiedenen Berechnungsarten entlehne. Dabei ist der Stoß einfach eine Problemglosse, und dies bringt uns zum bekannten Fall einer Problemglosse zurück, die eine andere Problemglosse unterstützt.

§118
· Stärkung zweier Linderungen mit einer einzelnen Glosse
Theorie

Zwei Linderungsglossen stärken einander mit einer Doppelgradiente 2(1/qepfzgj) unter sechs Bedingungen. Sie sollen über eine messbare Glaubhaftigkeit verfügen, dasselbe Problem behandeln, dasselbe (b) oder (d) Zeichen verdienen, eine gemeinsame Spur zeigen, nicht entgegengesetzte Sinne haben und keine Vorstellung gegen die vom Text zulassen.

Methode

Zwei solche Linderungen tragen zu einem synthetischen Sinn bei, der in keiner einzelnen genau vorzufinden wäre. In den meisten Fällen wird der Text glücklicherweise keineswegs gefährdet.

Anwendung auf Baudelaire

Wollen wir rb(lebendige~Säulen) lindern, so erfolgt zwischen vb(Säulen~Wälder) einerseits und vb(Säulen~Symbolen) andererseits eine Stärkung. Die beiden Glossen können einander ihre Effizienz zu rb(Natur~Säulen) auch stärken, ohne das allgemeine Verständnis des Sonetts in Frage zu stellen.

§119
· Stärkung zweier Linderungen mit zwei Glossen
Theorie

Um die Stärkung zwischen den Glossen mit Summengradiente berechnen zu können, müssen wir in beiden Paaren denselben Zapfen ausschließen. Folglich kann vb(Düfte¹~sanft) vb(Farben~sanft) keine Unterstützung von vb(Düfte¹~sanft) vb(Töne~sanft) bekommen, weil beide Paare den Zapfen (Düfte¹~sanft) teilen. In jedem anderen Punkt werden die für die Doppelgradienten-Glossen gültigen Prinzipien auf die Behandlung der Summengradienten-Glossen weitgehend übertragen. Zum Beispiel sollen vb(Natur~Düfte¹) und vb(Düfte¹~Tempel), die rb(Natur~Tempel) betreffen, diese Problemglosse auf messbare Weise lindern. Mit vb(Natur~Farben) und vb(Farben~Tempel), die die vorhergehenden stärken, sollte es ähnlich bestellt sein. Die beiden Glossenpaare können weder einander, noch dem Text entgegensetzen. Schließlich sind eine intuitive Stärkung und eine gemeinsame Spur notwendig. Das können wir anhand der beiden Beispiele vb(Natur~Düfte¹)-vb(Natur~Farben) und vb(Düfte¹~Tempel)-vb(Farben~Tempel) sehen. Verallgemeinernd werden wir "x" als Symbol für “b oder d, aber gleichbleibend” gebrauchen. Dann "y" für “b oder d, unabhängig davon, ob er mit x identisch ist oder nicht, vorausgesetzt, dass er nach Gebrauch denselben Wert behält”. Nach Feststellung dieser Regeln brauchen wir für vx(A~E) vy(F~L) und vx(A~H) vy(F~R) einen Sinn, der es zulässt, dass vx(A~E) und vx(A~H) einander unter sich stärken, während vy(F~L) und vy(F~R) ihrerseits einander ähnlich unterstützen.

Methode

Andere Stärkungen sind denkbar, da wir im Absatz 46 festgestellt haben, dass negative Weichen vorhanden sind. Dies lässt vermuten, dass manche Schriftstücke Stärkungen mit (d)-Glossen und einer Summengradiente zulassen werden.

Anwendung auf Baudelaire

Unser übliches Gedankenmuster wird viel einfacher bleiben, als was wir gerade gesehen haben: vb(Natur~Düfte¹) vb(Düfte¹~Tempel), vb(Natur~Farben) vb(Farben~Tempel). Die Vorstellung, dass die Eindrücke ineinander aufgehen, wenn diese Vorstellung mit der allgemeinen Erklärung des zu deutenden Schriftstückes in der Bemühung, den Sinn genau zu umreißen, mit den Verwicklungen der Dichtung nicht im Konflikt steht. Was die anderen Denkebenen betrifft, ist es unter Umständen anders bestellt, und manche Autoren sträuben sich gegen Annäherungen, die zu weit gehen könnten. Plato nahm zu einer solchen Tradition Abstand [762]: «…da die Musik aus Rhythmus und Wohlklang besteht, kommen in der Musik Figuren und Modulationen vor. Folglich ist es richtig Allüren und Einstellungen als rhythmisch oder harmonisch zu beschreiben. Dagegen ist es unbegründet, dieselben als schön gefärbt zu bezeichnen, obwohl die Chorleiter diesen Ausdruck gebrauchen…» Wenn wir auf eine ganz andere Tradition Bezug nehmen, fällt, was die Mehrdeutigkeit der Wörter betrifft, die sich auf die Empfindungen der Sinne beziehen, der Reiz der Übergänge auf. Das Verb "sehen" in dem biblischen Abschnitt, der das Gewölk beschreibt, in das Mose eindringt, hat einen unerwarteten Sinn [111]: «Und alles Volk wurde Zeuge von dem Donner und Blitz und dem Ton der Posaune und dem Rauchen des Berges. Als sie aber solches sahen, flohen sie und blieben in der Ferne stehen…»

§120
· Berechnung für zwei Stärkungen mit r-Glossen
Theorie

Versuchen wir für die Glossen rb(reich~Amber) und rb(sieghaft~Amber) zwei Stärkungen zu errechnen. Die Gradienten 1/qepfzgj und 1/q’e’p’f’z’g’j’ führen uns zu den Bahnen (1/qepfzgj)+(1/q’e’p’f’z’kg’ j’) und (1/q’e’p’f’z’g’j’)+(1/qepfzkgj). Zum Glück haben beide Gradienten dieselbe Form. Da die Glossen Begriffe aufweisen, haben wir q=q’=e=e’=1. Da der Text über ein eventuelles Problem, das hier auftauchen könnte, nichts aussagt, kommt man zu p=p’=2. Dank der starken grammatischen Bindungen erreichen wir f=f’=z=z’=1. Wenn ein Problem hier auftaucht, ist es nicht gravierend, da die Begriffe «sieghaft» und «reich» aus der Sicht des Schaffenden leicht im übertragenen Sinne gedeutet werden können, und dank dieses zurückhaltenden Problemtyps haben wir letztendlich g=g’=j=j’=2. Die Bestandteile (1), (1), (2), (1), (1), (2), (2) liefern in diesem Fall für die beiden Glossen dieselbe Gradiente: 1/(1)(1)(2)(1)(1)(2)(2)=⅛=0,125. Der Wert der äußeren Räumlichkeit (k) gleicht 1 wegen der scheinbaren Sinnkontinuität zwischen den vier Begriffen. Die gleichlautenden Bahnen lesen sich wie folgt: 1/(1)(1)(2)(1)(1)(2)(2)+1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(2)(2)= ⅛+⅛=¼.

Methode

Die Neutralglossen mit denselben Zapfen werden vermutlich dieselbe Gradiente haben. Was die Stärkungen betrifft, kommen wir ebenfalls zur selben Bahn.

Anwendung auf Baudelaire

Eine analoge Betrachtung wird ob(reich~Moschus) und ob(sieghaft~Moschus), sowie rb(reich~Moschus) und rb(sieghaft~Moschus) betreffen, weil das Ergebnis einen ähnlichen Wert liefern wird. So kommen wir dazu, die Kräfte des Reizes zu erörtern und begreifen, da die letzten Verse, die den Gesang des Taumels durch die Düfte beschreiben, sich auf die Liebe beziehen. Baudelaires Bildung fußt auf ein echtes Wissen. Im Alter von Jahren schrieb er seinem Stiefvater [633]: «Wie du weißt, habe ich zu den alten Sprachen eine Neigung…» Ein Preis für lateinische Verse beim "Concours Général" (jährlichen Leistungswettbewerb der besten Gymnasiasten in Frankreich) verlieh dieser Aussage Gewicht [598]. Zitieren wir Vergil über die treibenden Auswirkungen der Sinnlichkeit [967]: «Ja, das ganze Geschlecht irdischer Wesen, Menschen oder Tiere, sowie Meerestiere, die Herden und die bunten Vögel stürzen sich ungezügelt in den glühenden Taumel: für alle ist die Liebe gleich…Bei den Stuten ist der Liebeswahnsinn am ausgeprägtesten…sie bäumen sich auf den hohen Felsen zusammen in den Zephir auf. Sie durchdringen sich mit sanften Brisen und werden O Wunder ohne jede Begattung durch den Wind befruchtet. Sie verduften durch Felsen, Bergspitzen und enge Täler hindurch…» So spielt die Macht der Natur geschickt mit den Organen des Lebens.

§121
· Berechnung für zwei Stärkungen mit o-Glossen
Theorie

Betrachten wir die Stärkungen zwischen ob(N~Nature) und ob(N~temple). Die Gradienten 1/q¹e¹p¹f¹z¹g¹j¹ und 1/q¹’e¹’p¹’f¹’z¹’g¹’j¹’ sind identisch: 1/(2)(1)(2)(1)(1)(2)(2). Da diese beiden Werte sich wegen der Nietung bedeutungslos zeigen, ist es überflüssig, darüber bis ins Einzelne zu diskutieren. In dieser Berechnung kommt q¹=q¹’=2 vom Stift, e¹=e¹’=1 vom Begriff, p¹=p¹’=2 von der Nicht-Aussage zu einer einfachen Feststellung, f¹=f¹’=z¹=z¹’=1 von der festen Bindung im Wort, g¹=g¹’=j¹=j¹’=2 von der Möglichkeit von starken (v)-Glossen. Beide Bahnen werden also die Glaubhaftigkeit ((1/16)+(1/(16)(1))) =2(1/16)=⅛ mit einer Größe k¹=1 verdienen. Ändern wir nun den Text, um die Mengen zu erhöhen, und gehen wir anfangs von “Le réel ou la Nature est l'absolu comprenant même, si l'on y pense bien, chaque temple où L'homme passe…” (Das Wirkliche oder die Natur ist das Unbedingte, das, denkt man aufmerksam darüber nach, jeden Tempel, den der Mensch besucht…) Durch den Begriff “absolu” (Unbedingt) können wir das N rechtfertigen. Dieses N gehört zu keinem bekannten Stoß, was die Bestandteile q² und q²’ auf den Wert 1 bringt. Dies führt dazu, die den beiden Ausdrücken gemeinsame Gradiente auf ⅛ zu erhöhen, indem man 1/16 durch 2 multipliziert. Die Bahnen leiden nicht unter (k²), da dieses wegen der grammatischen Aufforderungen 1 gleicht, und erreichen somit den Wert ⅛+⅛=¼. Wenn wir dieses Ergebnis ausführen, erlangen wir (1/q²e²p²f²z²g²j²)+(1/q²’e²’p²’f²’z²’k²g²’j²’) und (1/q²’e²’p²’f²’z²’g²’j²’) +(1/q²e²p²f²z²k²g²j²) mit hier für die beiden (1/(1)(1)(2)(1)(1)(2)(2))+(1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(2)(2))=¼.

Methode

Bleibt die äußere Räumlichkeit zwischen solchen Linderungen gleich, so nur weil diese lediglich von den Werten (z²) und (z²’) und der Sinnkontinuität abhängt, die beide Spuren verbindet, oder auch von dem Abstand zwischen den beiden entferntesten Spuren. Diese Beziehungen betreffen gleichzeitig beide Bahnen.

Anwendung auf Baudelaire

Ob zwei Glossen eine Spur gemeinsam haben, wie es in den Stärkungen der Fall ist, oder keine teilen, wie wir in manchen Linderungen sehen, bleibt die Räumlichkeitsberechnung einfach. In der soeben erörterten Situation gilt eine und dieselbe Bindung für “Natur-Tempel” einerseits und “Tempel-Natur” andererseits, wenn wir es so darlegen dürfen. Was die Linderungen betrifft, ist die Berechnung noch einfacher, da die äußere Räumlichkeit nur für die Linderungsglosse berechnet wird. Dies funktioniert ebenso gut, wenn wir h(2(i/k)) oder h((i/k)+(i’/k’)) haben. Mit rb(antworten~Düfte¹) vb(sanft~Düfte¹) hängt die Berechnung von h(i/k) von dem Abstand Düfte¹-Sanft ab. Die Linderung rb(antworten~Düfte¹) vb(sanft~ Farben) bietet vier Begriffe, aber nur die beiden am weitesten auseinander getrennten Begriffe sind für k’ wichtig. Dieser Wert k’ beeinflusst das Endergebnis h(i’/k’). Der Grundinhalt lässt sich nicht so leicht umreißen. Die Verbindung einer Art Pantheismus mit einem geschwächten Animismus wird als zweideutig eingeschätzt. Balzac, der einen sehr jungen Mann beschreibt, hält eine Rede, die mit einer so weiten Sicht vereinbar ist [90]: «Sein Werk zeigte Spuren von dem Streit in dieser edlen Seele zwischen diesen beiden Prinzipien, Spiritualismus und Materialismus. Viele tiefgründige Denker kreisten um diese Vorstellungen, ohne dass einer von ihnen diese scheinbar entgegengesetzten Ideen in ein einziges System zu verschmelzen wagte.»

§122
· Berechnung einer Stärkung zwischen Linderungen mit zwei Glossen
Theorie

Was die Linderung des Stoßes rb(Nature~temple) betrifft, besteht die Stärkung von dem Paar vb(Nature~parfums¹) vb(parfums¹~temple) durch das zweite Paar vb(Nature~couleurs) vb(couleurs~temple) aus zwei Hilfen. Die erste kommt aus vb(Nature~couleurs) und wird vb(Nature~parfums¹) nützen. Die zweite Hilfe kommt aus vb(couleurs~temple) und wird vb(parfums¹~temple) nützen. (Was die Linderung des Stoßes rb(Natur~Tempel) betrifft, besteht die Stärkung von dem Paar vb(Natur~Düfte¹) vb(Düfte¹~Tempel) durch das zweite Paar vb(Natur~Farben) vb(Farben~Tempel) aus zwei Hilfen. Die erste kommt aus vb(Natur~Farben) und wird vb(Natur~Düfte¹) nützen. Die zweite Hilfe kommt aus vb(Farben~Tempel) und wird vb(Düfte¹~Tempel) nützen.) Die Glaubhaftigkeit von vb(Nature~parfums¹) (Natur-Düfte¹) erreicht 1/qepfzgj=1/(1)(1)(2)(2)(5,7)(1)(1)=0,043. Wegen der Begriffe haben wir q=e=1. Wir kommen zum Ergebnis p=2, weil der Text nichts über einen Kommentar sagt. Wir dulden ebenfalls f=2, weil die Begriffe in diesem Gedicht nur noch ein sehr lockeres Verhältnis zueinander haben. Wir bemerken z=5,7 wegen der 37 zwischen «Nature» und “parfums¹” ("Natur" und "Düfte¹") eingeschobenen Fronten. Wir prüfen g=j=1 dank «répondent» (Antworten), das an Gläubige erinnert, wenn Düfte erwähnt werden. Die durch die Verbindungen “Nature-temple-parfums¹-répondent” (Natur-Tempel-Düfte¹-Antworten) entstandene Beleuchtung wird auf diese Weise gewährleistet. Mit ähnlichen Begründungen kommen wir für vb(Nature~ couleurs) (Natur-Farben) zum Ergebnis 1/(1)(1)(2)(2)(5,8)(1)(1)=0,043; für vb(parfums¹~temple) zu 1/(1)(1) (2)(2)(5,5)(1)(1)=0,045; und für vb(couleurs~temple) (Farben-Tempel) zu 1/(1)(1)(2)(2)(5,6)(1)(1) oder 0,044. Da wir hier Summengradienten haben, müssen wir, um sie kennen zu lernen, was vb(Nature~ parfums¹) und vb(parfums¹~temple) (Natur-Düfte¹, Düfte¹-Tempel) betrifft, hinzufügen. Beide Gradienten erreichen somit (0,043+0,045) und (0,043+0,044). Dies ergibt jeweils 0,088 und 0,087. Wenn es jedoch darum geht, eine Messung der Stärkung durchzuführen, müssen die äußeren Räumlichkeiten errechnet werden. Dies führt also zum Ergebnis ((0,043+0,045)+(0,043/k)+(0,044/k’)) mit k=5,8 für den Abstand zwischen vb(Nature~couleurs) und vb(Nature~parfums¹) (Natur-Farben, Natur-Düfte¹); mit k‘=5,6 für den Abstand zwischen vb(couleurs~temple) und vb(parfums¹~temple) (Farben-Tempel, Düfte¹-Tempel). Auf diese Weise finden wir ((0,043+0,045)+(0,043/5,8)+(0,044/5,6))=((0,043+0,045)+(0,007+0,007))=(0,088 +0,014)=0,102.

Methode

Noch ist die Elle der Platte nicht erreicht, die die Problemglosse und die vierfache Linderung enthält. Zu diesem Zweck werden wir erneut äußere Räumlichkeiten brauchen: diejenigen zwischen dem Problem und den Linderungen.

Anwendung auf Baudelaire

Jede Teilberechnung wird im Verhältnis zu rb(Natur~ Tempel) ihren charakteristischen Abstand aufweisen. So wird es für vb(Natur~Düfte¹) k°, für vb(Düfte¹~ Tempel) k¹, für vb(Natur~Farben) k² und für vb(Farben~Tempel) k³. Die duftbeladene Atmosphäre erinnert an den orientalischen Rauch und an die bedächtig gekauten Blätter. Die Ekstase begünstigt oft die wahnsinnigsten Hoffnungen wie die der Beherrschung der Nachwelt und unauflösbar die Klagen zum Alltag, die beim Erwachen auftauchen. Erschöpft weiß der von zu vagen Hoffnungen beseelte Mensch nicht, was er tatsächlich ersehnt, und wie er sich zu verhalten hat [[992]] in Index II (Gedichte)">[[992]]: «Auf dem Ruhekissen des Übels lange wiegt
Satan Trismegistos unseren verzauberten Geist,
Und das kostbare Metall unseres Willens
Wird von diesem weisen Chemiker ganz verdampft.» Der ohnmächtige Beschluss führt manchmal zur Erregung und nicht immer zur Passivität, Bescheidenheit, Versunkenheit. Es kommt vor, dass Selbstmord-, Gewalt- und Luxusgedanken wie bei einem Tyrannen überhand nehmen. Erinnern wir uns an das Gemälde ¨der Tod des Sardanapal¨ von Delacroix, das uns zu dieser Art von Bildern führt [166]-[392].

§123
· Eine Platte
Theorie

Führen wir die frühere Berechnung fort, um die Elle der Platte (I)-rb(Nature~temple) (Natur-Tempel), (II)-vb(Nature~parfums¹) (Natur-Düfte¹), (III)-vb(parfums¹~temple) (Düfte¹-Tempel), (IV)-vb(Nature~couleurs) (Natur-Farben), (V)-vb(couleurs~temple) (Farben-Tempel) zu finden. Hier haben wir eine Stärkung der Glossen II und III durch die Glossen IV und V. Die verschiedenen äußeren Räumlichkeiten sind den inneren Räumlichkeiten ähnlich, denn die Abstände beziehen sich auf dieselben Spuren: «Nature», «temple», “parfums¹” und «couleurs» (Natur, Tempel, Düfte¹, Farben). Dagegen heben sich die äußeren Linderungsräumlichkeiten von den äußeren Stärkungsräumlichkeiten ab. Dank ihres Prinzips erreicht die Elle 1/tsmw((1/qepfzkgj+1/q’e’p’f’z’k’g’j’)+(1/q’’e’’p’’f’’z’’k’’k°g’’j’’+1/q’’’e’’’p’’’f’’’z’’’k’’’k¹g’’’j’’’)). Greifen wir auf die numerischen Werte zurück, ergibt die Berechnung (1/(1)(1)(1)(1))((1/(1)(1)(2)(2)(5,7)(5,7)(1)(1))+(1/ (1)(1)(2)(2)(5,5)(5,7)(1)(1))+(1/(1)(1)(2)(2)(5,8)(1)(5,8)(1)(1))+(1/(1)(1)(2)(2)(5,6)(1)(5,8)(1)(1)))=((1/129,96)+ (1/125,4)+(1/134,56)+(1/129,92))=(0,007+0,007+0,007+0,007). Runden wir dieses schwache, aber annehmbare Ergebnis auf, erlangen wir 0,03. Fügen wir noch die Stärkung mit «sons» hinzu, so sollte das Ganze 0,04 erreichen.

Methode

Die Darlegungsschwierigkeit kann für die anfänglichen Werte durch die Symbole h, i, i’, i’’, i’’’, i’’’’, i’’’’’ gelindert werden. Für die neuen äußeren Stärkungsräumlichkeiten, nützen wir k² und k³. Für die neuen äußeren Linderungsräumlichkeiten, nützen wir k’’’’ et k’’’’’. Das ganze beträgt h(((i/k) +(i’/k’))+((i’’/k’’k°)+(i’’’/k’’’k¹))+((i’’’’/k’’’’k²)+(i’’’’’/k’’’’’k³))).

Anwendung auf Baudelaire

In dieser Berechnung müssen wir verstehen, dass k°, k¹, k², k³ sich auf vb(Natur~Düfte¹) vb(Düfte¹~Tempel) beziehen, und k, k’, k’’, k’’’, k’’’’, k’’’’’ sich auf (Natur~Tempel) beziehen. Die Fülle ähnlicher Stärkungen, die manche Werke für Gedankenverbindungen ermöglichen, lässt eine Unzahl zu deutender Einzelheiten ahnen. So ist es begreiflich, dass die Kritik selbst in manchen bescheidenen Schriftstücken stets neue Deutungsmöglichkeiten findet. Gewiss bietet der Sinn eines Textes weniger Verschwommenheit als der Sinn eines Gemäldes, aber ein Vergleich zwischen den beiden wäre jedoch nicht unangebracht. In der Perspektive dieser teilweisen Ähnlichkeit erwähnte Baudelaire, wie ihm angesichts seiner traditionellen Bildung ein schwieriger Fall begegnet sei [714]: «Es heißt, Balzac (Wer würde auf die geringsten Anekdoten im Zusammenhang mit diesem großen Genie nicht respektvoll achten?) eines Tages vor einem Wintergemälde stand. Es war ein sehr schönes wehmütiges Bild mit Frost, Hütten, hageren Bauern. Balzac schaute ein Häuschen an, aus dem ein winziger Rauch emporstieg, und rief auf: "Wie schön, aber was treiben sie in diesem Häuschen, woran denken sie, welches sind ihre Sorgen, war die Ernte gut? Sicherlich haben sie Raten zu zahlen!"» Und Baudelaire fügt hinzu: «Über M. de Balzac darf wohl gelacht werden. Mir ist der Maler unbekannt, der die Ehre hatte, die Seele des großen Schriftstellers in Schwingungen, Überlegungen und Sorgen zu versetzen. Auf jeden Fall hat uns Balzac in seiner wunderbaren Einfalt eine hervorragende Beschreibung dessen gegeben, was Kritiker oft zu tun haben. Auch ich werde ein Bild anhand der Summe Vorstellungen oder Träumerei, die es mir in den Sinn bringt, schätzen.»

§124
· Schwierigkeit einer "Platte aller Platten"
Theorie

Es ist oft schwierig, durch eine Platte einen Überblick über ein untersuchtes Werk zu geben. In der Annahme, dass vb(Natur~Düfte¹) von vb(Natur~Farben) eine Stärkung bekommt, ist das Umgekehrte in derselben Platte schwer anzuwenden. Hierzu müssten wir nämlich auf die Zahl (h)+(h’/k), dann auf die andere Zahl (h’)+(h/k) zurückgreifen. Das Ganze ergäbe (((h)+(h’/k))((h’)+(h/k)))=hh’+((h im Quadrat)/k)+((h’ im Quadrat)/k)+(h’h/(k im Quadrat)), was oft gegen einen geringen Gewinn in der Beobachtung zu einer gewaltigen numerischen Schwächung führt.

Methode

Ein Schaffender ahnt fast immer intuitiv, was er gestaltet. So erscheint das Geschaffene oft vor einem entfernten Hintergrund von Gedanken. Im Rahmen einer stark vereinfachenden Untersuchung wie unsere empfiehlt es sich, auf die wichtigste Bedeutung zu zielen, und dem herkömmlichen Kommentar, der unseren immer geleiten kann, die fast unmerklichen Feinheiten zu überlassen.

Anwendung auf Baudelaire

Wenn vb(Natur~Düfte¹) vb(Düfte¹~Tempel) in einer Platte durch vb(Natur~Farben) vb(Farben~Tempel) gestärkt wird, ist es schwierig, die umgekehrte Glaubhaftigkeit mitzuberechnen. Anstatt h((i/k+i’/k’)+(i¹/k¹k¹’+i²/k²k²’)) bräuchten wir auch den winzigen Wert h(((i/k+i’/k’)+(i¹/k¹k¹’+i²/k²k²’))((i¹/k¹’+i²/ k²’)+(i/k¹k+i’/k²k’))). Nach der im vorigen Absatz durchgeführten Berechnung ergäbe dies ((0,03)(0,03)). Dabei handelt es sich um ein äußerst einfaches Beispiel, in dem wir den Wert 0,03 durch die Werte k¹=k²=1 ersetzt haben. Suchen wir also nicht nach einer Platte, die sämtliche andere Platten umfassen würde, sondern eine für die Kritik lohnende Skizze mit einem bedeutenden numerischen Wert.

§125
· Steigerung der Glaubhaftigkeit für eine Deutung
Theorie

Um die Glaubhaftigkeit einer Platte zu erhöhen, lohnt es sich, falls dies für die Bedeutungen von Interesse ist, manche, leicht zu ersinnende Stärkungsmöglichkeiten zu nützen. Dies treibt das Gesamtergebnis in Richtung 1, während man einen sehr schwachen numerischen Wert erhält, wenn man über einen geistlosen Kommentar hinausgehen will. So werden wir uns trotz ihrer Schwere für die Platte aussprechen, die rb(antworten~Düfte¹), vb(Düfte¹~frisch) vb(frisch~Farben), vb(Düfte¹~sanft) vb(sanft~ Töne), vb(Farben~sieghaft) vb(sieghaft~Töne) enthält.

Methode

Um die Perspektive der Forschung nicht auf den Kopf zu stellen, empfiehlt es sich, nur solch Gedanken zu nützen, die auf starke numerische Werte hinausgehen. Bei diesem Verfahren bleiben die Gedanken, die auf eine geringe Glaubhaftigkeit hinausgehen, außer Acht.

Anwendung auf Baudelaire

Es wäre von Nutzen, den Autor in seiner privaten Wortschmiede zu befolgen, wie wir seinem Gedankengang durch unsere Messungen im Gedicht folgen. Über Baudelaires Denkweise ist allerdings wenig bekannt. Wein und Opium, das Baudelaire anfänglich zur Linderung seiner Magenbeschwerden einnahm, spielten wohl eine teilweise erwünschte Rolle in seinem Alltag, was seinen alltäglichen Lebensrahmen leicht veränderte [610]-[669]. Indem er gegen die Vorstellung einer dekadenten Literatur kämpfte, verglich er Kunst und Licht, während er über Edgar Poe schrieb [682]: «Im Lichtspiel dieser Abenddämmerung werden manche dichterisch veranlagte Leser neue Freuden finden: sie werden blendende Säulenhallen…sämtliche Erinnerungen an das Opium entdecken…» Kurz zuvor bemerkte er [680]: «…mir scheint, dass Poes Trunksucht im vielen jedoch nicht in allen Fällen ein mnemotechnisches Mittel war, ein Arbeitsverfahren, das zugleich energisch und tödlich war, das aber zu seinem leidenschaftlichen Wesen passte. Der Dichter hatte trinken gelernt, wie ein fleißiger Literat seine Aufzeichnungen macht.» Den sinnlichen Leidenschaften nachzugeben, die ihren immerwährenden Druck ausübten -in dieser Hinsicht war Poe keine Ausnahme. Neben seinen eigenen Schrullen und seinen eingefleischten Gewohnheiten fühlte er sich, meinte Baudelaire, durch eine schöpferische Hoffnung getrieben: «Er konnte dem Wunsch nicht widerstehen, zu wunderbaren oder unheimlichen Visionen und feinsinnigen Gedanken zurückzufinden, die ihm bei einem früheren Sturm begegnet waren…»

§126
· Behandlung von seltsamen Vorstellungen
Theorie

Da unsere Analyse unabhängig von der Meinung des Ausdeuters über Baudelaire bleiben soll, vorausgesetzt, dass diese Meinung vertretbar bleibt, wollen wir jetzt versuchen, mit selten vorgebrachten Ideen zur Verbindung rb(Natur~Tempel) vorzugehen, um unsere Methode auf ihre Anwendbarkeit zu prüfen. Betrachten wir die Linderung vb(verdorben~Tempel). Nach diesem Kommentar (vb(verdorben~Tempel)) sähe der Dichter die Tempel in einem negativen Licht einerseits und das durch dieselben dargestellte Übel andererseits. Baudelaire würde seine gewagten Gedanken verschleiern und dabei Hinweise liefern, damit die besten Ausleger zu seinen eigentlichen Gedanken zurückfinden. Es bleibt sehr zu bezweifeln, dass der Dichter „Entsprechungen“ auf diese Weise auffasste, aber die Beschreibung rb(Natur~Tempel) vb(verdorben~Tempel) stellt jedoch eine Platte dar.

Methode

Die Vielseitigkeit der Kritik kann durch unsere Methode also zum Ausdruck gebracht werden, und die Argumente der Ausleger werden sich für die beste Deutung aussprechen, ohne dass die Methode irgendwie hinderlich werde.

Anwendung auf Baudelaire

Es scheint keine einfache Aufgabe zu sein, einen Merkposten auszumachen, der für die Religiosität des Sonetts bürgen würde, weil Baudelaire beiden Auslegungen abwechselnd Wind in die Segel bläst. Sein Urteil war, dass ein Teil seines geistigen Erbes von seinen eigenen Verteidigern ungeschickt angewendet worden war, und er ist in seinen Gedichten gegen diese konservativen Vorstellungen oft angegangen. Er brachte es sogar zu Gebeten an den Teufel [[1074]] in Index II (Gedichte)">[[1074]]: «O Satan, der du in die Augen und ins Herz der Dirnen
Den Kult der Wunde und die Vorliebe für Lumpen setzest,

Erbarme dich meiner langen Not!

…Sorge dafür, dass meine Seele sich eines Tages in deiner Nähe
Unter den Zweigen des Baums der Erkenntnis ausruhe,
Der sich auf deine Stirn zu einem neuen Tempel ausbreiten wird.» Die Vorstellung, dass wir wegen des Kontrasts, der den Geist erregt, die dunkle Seite der Menschheit brauchen, treibt uns dahin, uns in dem ungestümen Aufbrechen entgegengesetzter Ideen, aus der Routine des oberflächlichen Wissens zu lösen. Der Autor fühlte sich durch die Erforschung der Exzesse angezogen, er wurde aber möglicherweise durch die Alltagssorgen aufgehalten, auch dann wenn das Familienvermögen ihn gegen das Elend bewahrte. Wegen der Verärgerung darüber, für seine Vorliebe für das Vornehme ein zu geringes Entgelt zu bekommen, teilte er mit vielen Leuten das Gefühl, betrogen zu werden. In dem Fall, er wäre zu einem Gegner etablierter Ideen geworden, hat er sich schließlich wie Don Juan für die Zweideutigkeit entschieden [901]-[[1030]] in Index II (Gedichte)">[[1030]].

§127
· Eine Elle
Theorie

Bewerten wir die Glaubhaftigkeit der Platte rb(Nature~temple) vb(corrompus~temple), die sehr knapp ist, jedoch ein Problem und eine Linderung enthält, und sich somit kohärent trägt. Die Elle steht bei 1/tsmw (2(1/qepfzgj)) oder (1/(1)(1)(1)(1))(2(1/(1)(1)(2)(2)(7,3)(7,5)(1)(1)))=1/109,5=0,009. Die Begriffe rechtfertigen q=e=1. Da im Abschnitt nichts zu einer möglichen Linderung steht, erklärt sich p=2. Die lockere Bindung zwischen den Begriffen ergibt f=2. Wegen der 53 von «corrompus» (verdorben) bis «temple» eingeschobenen Fronten finden wir z=7,3. Wir kommen zu k=7,5, weil zu den bereits gezählten Fronten zwei weitere «est» (ist) und «temple» hinzuzufügen sind, um «Nature» zu erreichen. Es bleiben g=j=1, weil wir Verse haben, die der Verdorbenheit des Weihrauchs gewidmet sind.

Methode

Trotz dieser Kraft der Gleitwege ist die Berechnung nur knapp zulässig, weil die Gradiente 2(1/(1)(1)(2)(2)(7,3)(1)(1))=1/14,6= 0,068 wert ist. Es sei daran erinnert, dass die Schwelle der Nietung bei 0,062=1/16 liegt.

Anwendung auf Baudelaire

Um zu meiden, dass die Elle extrem niedrig ist, müssen wir in einer breiteren Platte, die die vorherige enthalten würde, weitere gewagte Auslegungen ausschließen. Bemerken wir jedoch, dass die Schwäche der früheren Platte nicht auf die gewagte Vorstellung, sondern aus dem zu großen Abstand zwischen den Begriffen stammte.

§128
· Neue Berechnung für eine Elle
Theorie

Die Berechnung für die Platte rb(répondent~parfums¹) vb(parfums¹~frais) vb(frais~couleurs) (antworten-Düfte, Düfte-frisch, frisch-Farben) ergibt 1/tsmw(1/qepfzkgj+1/q’e’p’f’z’k’g’j’) oder 1/(1)(1)(2)(1) ((1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)(1))+(1/(1)(1)(2)(2)(2,5)(2,6)(1)(1)))=½(½+1/26)=0,269. Stärkungen mit vb(parfums¹~ Doux) vb(couleurs~Doux) (Doux: sanft) oder auch vb(parfums¹~triomphants) vb(sons~triomphants) (Töne- sieghaft) werden zu besseren Ergebnissen führen. Die andere Form äußerer Räumlichkeit, die sich diesmal auf die Stärkung bezieht, muss in diesem Fall in die Berechnung aufgenommen werden. Beobachten wir jedoch das Vorhandensein von vb(parfums¹~frais) vb(parfums¹~Doux) vb(parfums¹~riches) (riches: reich) vb(parfums¹~triomphants). Die äußere Räumlichkeit zwischen diesen Glossen wird durch die starken grammatischen Bindungen eingeschränkt. Demzufolge kann die Berechnung auf diese Punkte begrenzt werden. In den vier erwähnten Glossen erscheinen das erste und das letzte Paar zueinander versetzt. Es bleibt jedoch nur ein Anschein, weil die zweifelhaften Düfte wie Weihrauch Düfte bleiben, und die Bindung, die die äußere Räumlichkeit 1 sichert, in vb(parfums¹~riches)-vb(parfums¹~frais) und vb(parfums¹~riches)- rb(répondent~parfums¹) präsent ist. Mit rb(répondent~parfums¹) vb(parfums¹~frais) vb(parfums¹~Doux) vb(parfums¹~riches) vb(parfums¹~triomphants) bildet sich auf die Weise ein Ganzes mit dem Wert (1/(1)(1) (2)(1))(1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)(1)+1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)(1)(1)+1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)(1)(1)+1/(1)(1)(2)(1)(1)(1) (1)(1)(1))=½(½+½+½+½)=(½)(2). Durch Ebnung ergibt dies letztendlich (½)(1)=½. Da das Gesamtergebnis durch dieses Berechnungskunststück bei ½ begrenzt bleibt, ist es überflüssig, sich um die anderen Größen zu kümmern.

Methode

Mit Multiplizierung zwischen allgemein mehr oder weniger niedrigen Mengen wäre diese Berechnung unmöglich geworden, und wir wären nie auf eine höhere Summe gekommen. In einem Produkt, das systematisch auf Werte unter 1 beruht, häufen sich die Schwächen. Zum Beispiel beträgt 0,5(0,5+0,01+0,5+0,01+0,5+0,01) das Ergebnis (0,765), und dagegen 0,5((0,5)(0,01)(0,5) (0,01)(0,5)(0,01)) nur 0,0000000625.

Anwendung auf Baudelaire

Nun betrachten wir ein Beispiel in dem Gedicht. Zum Glück ist die mit vb(Düfte¹~frisch) gebundene Zahl nicht in einem Produkt mit der für vb(Farben~frisch) gültigen Zahl zusammen. Wollen wir diese Zahl unbedingt gebrauchen, so können wir sie zu (0,5+0,5) addieren, einem Wert, der insbesondere aus vb(Düfte¹~frisch) vb(Düfte¹~sanft) kommt. Es sei schließlich darauf hingewiesen, dass die Bühnen, die die Gleitwege 1 erlauben, aus dem Zusammenhang stammen. Wir können also verstehen, dass die Ausspielungen auf die Haut von Kindern, die durch die Verarbeitung im Gedächtnis eine Farbe und einen ebenso frischen Duft haben, vb(Düfte¹~frisch) in der Linderung von rb(antworten~Düfte¹) wirksam machen.

§129
· Zwei Ellen
Theorie

Die Ellen von rb(vivants~piliers) vb(piliers~forêts) (lebendige-Säulen, Säulen-Wälder) und rb(forêts~ symboles) vb(symboles~piliers) sind fast gleichwertig. Im ersten Fall haben wir (1/(1)(1)(1)(2))(2(1/(1)(1)(2) (2)(2,9)(1)(1)(1)))=½(2(1/11,6))=0,086 mit dem Abschnitt «La Nature est un temple…» (Die Natur ist ein Tempel…) der die Gleitwege rechtfertigt. Die andere Lage ergibt mit derselben Bühne 0,083=(1/(1)(1)(2)(1)) (2(1/(1)(1)(2)(2)(3)(1)(1)(1))). Im dritten Vers sichert das «y» (dort) die Sinneskontinuität, die in beiden Berechnungen k=1 zulässt.

Methode

Da beide Platten an dieser Stelle beinahe dieselben intuitiven Gründe haben, wäre es peinlich gewesen, wenn die numerischen Ergebnisse zu weit auseinander gegangen wären.

Anwendung auf Baudelaire

Das Wirkliche, das der Mensch wie einen Wald durchwandelt, erinnert an ein Buch, das tiefgründig erörtert werden muss. Die “vertrauten Blicke” bieten vielleicht die Gelegenheit zu einer Reminiszenz. Durch tiefes Nachdenken hätte der Mensch Zugang zu wichtigen Fragen, anstatt sich mit dem einfachen Leben zu begnügen. Dieser Eindruck, auf der Welt einen Bruder zu haben, würde den Menschen dahin lenken, diesen Bruder tiefgehender kennen zu lernen. Claude Pichois warnt uns jedoch vor einer Deutung, nach der das Gedicht der Nachwelt den Zweck gäbe, den verschleierten Sinn der Dinge durch die geistreiche Entschlüsselung der natürlichen Symbolik zu finden, und er ist der Meinung, dass in diesen Versen die Beschwörung der Dunkelheit der gewöhnlichen Gegenstände eine Beschreibung bleibt, die keine Pflicht darstellt [667].

§130
· Die guten Platten sind selten
Theorie

Da die Nietung auf minderwertige Urteile ausgeübt wird, wenden wir sie öfter an, weil die Glossen leicht zu erstellen sind und daher manchmal im Leeren bleiben. Es ist also schwierig, viele beteutende Glossen zu sammeln, die in dieselbe Richtung deuten. Betrachten wir die Wabe des Zapfens (corrompus~sens) (verdorben-Sinne) um herauszufinden, wie viele Glossen in dieser Wabe einen nicht unwesentlichen numerischen Wert haben. Das Problem rb(corrompus~sens) besitzt eine Gradiente 1/qepfzg j=1/(1)(1)(2)(2)(3,5)(2)(2). Die Begriffe ergeben q=e=1. Der Mangel an Aussage im Text bezüglich irgendeiner Schwierigkeit treibt uns dazu, p=2 zu schreiben. Die klare Sinnverbindung zwischen «corrompus» und «transports» (Taumel) erlaubt uns nicht «corrompus» und «sens» streng zu verbinden, was zu f=2 führt. Die Fronten zwischen beiden Spuren leiten zu z=3,5. Da die Verdorbenheit laut der traditionellen Moral mit einer schlecht geführten Sinnlichkeit verbunden wird, ist der Gedankengang logisch, und beide Gleitwege (g), (j) gleichen 2. Die Gradiente die diese Berechnungen bestimmen, ist mit 0,017 bedeutungslos. Es ist ausgeschlossen zu erklären, dass rb(corrompus~sens) ein Stoß darstellt, weil zwischen den Begriffen keine Spannung sichtbar ist. Die Berechnungen, die sich auf q, e, p, f, z beziehen, ändern sich nicht, und wir werden unsere Aufmerksamkeit nur auf (g) und (j) richten. Mit rd(corrompus~ sens) bleiben die Gleitwege bei 2, denn das vermeintliche Problem scheint erfunden zu sein. Es ist nichts Beunruhigendes dabei, den Körper selbst als unschuldig zu betrachten. Man kann ihn sogar als heilig betrachten, denn das theologische Problem ist das der Verderbnis durch die Sünde. Die schwierige Angelegenheit mag Anlass zu einer Debatte, aber keinesfalls zu einem Skandal sein. So funktioniert die Nietung wieder. Die Glosse vb(corrompus~sens) liefert eine Gradiente 2(1/(1)(1)(2)(2)(3,5)(1)(1))=0,142. Sie beleuchtet rb(corrompus~encens) mit einer Bühne «transports», die auf Rausch und die Wonnen der Sinne hindeutet. Für vd(corrompus~sens) in Bezug auf rb(Nature~temple) überschreiten wir wieder einmal das Bedeutungslose. Es bleibt jedoch ein wenig überzeugender, aber vernünftiger Versuch zu argumentieren. In der Tat entspricht diese Vorstellung des unschuldigen Körpers nicht dem, was Baudelaire in seiner Umwelt oft gehört haben mag. Trotz dieser Vorstellung verdienen die beiden Begriffe nicht den Wert 2. Baudelaire mag diesen Gedankengang erfahren haben, aber dieser konnte nicht zur Grundlage seiner Denkweise werden. Man muss zugeben, dass die anfänglichen Verse des ersten Dreizeilers an diese Sichtweise erinnern, und ihr Lob der Einfachheit liefert also die Bühne. Wie für vb(corrompus~sens) erreicht die Gradiente 0,142 mit qepfzgj=(1)(1)(2)(2)(3,5)(1)(1). Die Nietung gilt schließlich für ob(corrompus ~sens) und od(corrompus~sens), weil brauchbare Linderungsglossen vorhanden sind, und (g), (j) in beiden Fällen 2 gleichen. Das Ganze der zählbaren Gradienten bleibt weit von 1 entfernt und liegt bei 2(0,142)= 0,284.

Methode

Da ein Autor im Werk, das er schafft, eine große Anzahl Gelegenheiten anwendet, dasselbe vor dem Gericht seines eigenen Gedankens zu verteidigen, fällt es leicht zu akzeptieren, dass die (v)- Glossen dank leicht zu findenden Bühnen eine Gradiente aufweisen, die höher als 0,062 liegt.

Anwendung auf Baudelaire

Wie sehen, wie Baudelaire im Sonett mit «Worte», «Symbolen», «antworten» und «singen» nochmals auf dasselbe Thema zurückkommt. Allgemein kommt er bei manchen Gelegenheiten auf Gedanken zurück, die ihm besonders lieb sind. Dies gilt aus seine Betrachtungen über Balzac und Edgar Poe, sowie über die Maler hervor, obwohl es sich um verschiedene Künste handelt [620].

§131
· Minderung einer Schärfe
Theorie

Um die Richtigkeit der Untersuchungen und somit die Parallele zwischen der Intuition und dem ihr zugewiesenen numerischen Wert weiter auf die Probe zu stellen, greifen wir auf verschiedene Variationen von den Bestandteilen und von (k). Mindern wir zunächst (q) für vb[en~encens] (Weih-Weihrauch) mit einem Austragen, das wie folgt endet: “…comme l'ambre, le musc, le benjoin et l'encens, qui d'une voix nasillarde chantent les transports de l'esprit et des sens.” (…wie Amber, Moschus, Benzoe und Weihrauch, die den Taumel des Geistes und der Sinne näselnd besingen.) Im Verschlag hat vb[en~encens] (en- Weihrauch) die Gradiente 2(1/(2)(1)(2)(1)(1)(1)(1)) zur Beleuchtung von rb[corrompus~encens] (verdorben- Weihrauch). Seinerseits ergibt der Schnabel die Menge 2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)), da “nasillarde” (näselnd) zu keinem Stoß gehört und für “en” einen passenden Sinn liefert. Im Verschlag haben wir wegen des Nichtvorhandenseins einer Erklärung für “en” q=2. Der Begriff rechtfertigt e=1. Wegen des Nichtvorhandenseins einer Anspielung auf irgendeine Linderung stellen wir fest, dass p 2 gleicht. Dank des innerlichen Charakters von “en” in “encens” (Weihrauch) gelangen wir zu f=1, weil das Verhältnis zwischen den Gedanken sich sicher zeigt. Auf gleichem Wege gelangen wir zu z=1. Der Hinweis auf den Geruch durch “en” führt uns zu g=j=1, selbst wenn die Anspielung auf die Sinnlichkeit, die Wonne der Sinne und die Verderbnis sehr vage bleibt. Das Austragen leitet also zum doppelten Ergebnis 2(¼)=½ und also zur Gradiente 2(½)=1.

Methode

Bedauern wir nicht, dass die Gleitwege im Nenner der Gradiente nicht weiter als den Übergang von 1 bis 4 reichen, denn der Vergleich zwischen 1/(2)(2) und 1/(2)(2)(2)(2)(2)(2)(2) hier nicht allein im Spiel ist. Vereinfacht lastet 1/(2)(2) bezüglich 1/(2)(2)(2)(2) wegen der Nietung. Des Weiteren wissen wir, dass in 1/qepfzgj zum Überschreiten von 1/(2)(2)(2)(2) mit ((g)(j))=4 große Eigenschaften erforderlich sind, insbesondere wenn ein Stift behandelt wird.

Anwendung auf Baudelaire

Unser vereinfachender Gedankengang über “en”, der den Gedanken an Verdorbenheit zulässt, mag übertrieben scheinen. Erinnern wir uns aber an den Zusammenhang mit der Fülle von Nasalkonsonanten: «…Comme l'ambre, le musc, le benjoin et l'encens,
Qui chantent les transports de l'esprit et des sens.» (…Wie Amber, Moschus, Benzoe und Weihrauch,/Die den Taumel des Geistes und der Sinne singen.) Der Vergleich wird also durch die Unvernunft nicht weiter gefährdet als die Aussage vb(N~Nature), die wir zur Linderung von rb(piliers~paroles) (Säulen-Worte) angewendet haben. Wir geben jedoch zu, dass zwischen den beiden Fragen ein Unterschied vorliegt. Im Fall N bleibt die Diskussion auf intellektueller Ebene, da das N auf Französisch die Anwesenheit einer Person voraussetzt, die zu Wort kommen wird. Im Fall von "en" und dessen Nasalierung auf Französisch, wird das Sinnverhältnis durch Ohr und Mund bestimmt. Oft führt uns eine rege Phantasie dazu, den Grund absoluter Dinge über solche sinnliche Bilder menschlicher Art zu erfassen. Ovid zeigt es [559]: «Am Sternenhimmel ist ein in einer heiteren Nacht leicht zu unterscheidendes Band, das Milchstraße genannt wird. Sie ist durch ihre leuchtende Weiße allen sichtbar. Auf dieser Straße begeben sich die hohen Götter zum königlichen Sitz, wo der Herr über dem Donner residiert. Links und rechts liegen mit offenen Türen die Atrien, in denen der himmlische Adel spukt. Die Plebs lebt getrennt anderenorts. Vorne und seitwärts haben sich die mächtigen Götter niedergelassen. Dies ist der Aufenthalt, den ich mit Verlaub den Himmelpalast nennen möchte.» Erinnern wir auch daran, dass die Auguren einen mit Hilfe der Phantasie unterteilten Abschnitt des Himmels oder der Welt “Tempel” nannten [856]. Auf die Weise können wir alle möglichen Sinne des Gedichts wegen ihrer Fülle nicht auf einmal überblicken. Die verschiedenen Sinne kommen uns wie einen Wald vor [841].

§132
· Minderung mancher Bestandteile
Theorie

Mindern wir die Bestandteile für vb[Weihrauch~Sinne], die rb[verdorben~Weihrauch] durch ein Austragen lindert, das folgendermaßen endet: “…wie Amber, Moschus, Benzoe und Weihrauch, die den Taumel des Geistes und der Sinne singen, was das Paradoxon erklärt.” Der Verschlag für vb[Weihrauch~ Sinne] liefert dank der Begriffe q=e=1. Wir haben p=2 wegen des Schweigens des Austragens bezüglich irgendeiner Linderung. Das lose Verhältnis zwischen den Begriffen ergibt f=2. In dieser Lage rechtfertigen die vier Fronten zwischen «Weihrauch» und «Sinne» z=2,4. Die Bühne zum Rausch im letzten Vers führt zu g=j=1. Der Schnabel ändert p, f, z die nun alle den Wert 1 nehmen, so dass wir statt 2(1/(1)(1)(2)(2)(2,4)(1) (1))=0,208 den Wert 2(1/(1)(1)(1)(1)(1)(1)(1))=2 erreichen, was durch Ebnung auf 1 fällt. Hier kommt zusätzlich zur Änderung der Stange (p) die Änderung der Knagge (f) und der inneren Räumlichkeit (z) hinzu. Dies rechtfertigt sich dadurch, dass ein Gedankengang am Ende des Austragens gegeben wird, der die frühere Verschwommenheit durch eine starke Bindung ersetzt. Alles verdichtet sich, und die Genauigkeit trägt die Idee zum Teil auf Kosten der Schönheit. Die neue Verbindung zwischen “verdorben”, “Weihrauch” und “Sinne” erklärt die Anspielung durch die Strenge, was auf f=1 und z=1 hinausgeht.

Methode

Tiefgehender wird jeder Begriff geändert, wenn der Sinn des Textes in seinem Umfeld geändert wird. Die durch die Wörter gebildeten Ketten sind daher sehr unbeständig.

Anwendung auf Baudelaire

Wir müssen uns vorstellen, dass Baudelaire in seinen Versuchen mit den Reimen und den versetzbaren Wörtern vor schwierigen Entscheidungen bezüglich des feinen Sinns von „Entsprechungen“ stand. Diese Feststellungen führen uns jedoch nicht dazu zu behaupten, dass ein Gedicht ein wissenschaftliches Werk ist, und folglich bedeutet die Behauptung, dass manche Sinnverbindungen vage sind, keine Abwertung des Dichters. Wir müssen feststellen, dass der Begriff «verdorben» im Gedicht mehrdeutig angewendet wird, selbst wenn der Autor anderweitig die gängigen Vorstellungen viel schärfer angegriffen hat [[1104]] in Index II (Gedichte)">[[1104]]: «Die schluchzenden Märtyrer und Gefolterten
Hallen in einer zweifellos berauschenden Sinfonie zusammen,
Da der Himmel trotz des vergossenen Blutes
Mit dieser Wonne noch nicht gesättigt ist.» Aber der Dichter besteht keineswegs darauf, ein gutes Gewissen zu haben, wenn er den Himmel schmerzlich verurteilt. An anderer Stelle schreibt er [[1052]] in Index II (Gedichte)">[[1052]]: «Bin ich in der göttlichen Sinfonie
Wegen der gierigen Ironie,
Die mich rüttelt und beißt,
Kein Missklang?

…Ich bin die Wunde und das Messer,
Ich bin die Ohrfeige und die Wange,
Ich bin die Glieder und das Folterrad,
Das Opfer und der Henker zugleich!» Kurz vor diesen Versen beschreibt er sich als einen brutalen und heftigen Verliebten [[1051]] in Index II (Gedichte)">[[1051]]: «…Mein Verlangen voller Hoffnung wird,
Wie ein Schiff in See sticht,

Auf deinen bitteren Tränen schwimmen.
In meinem Herzen, das sie berauschen werden,
Wie die Trommeln vor dem Angriff schlagen,
Werden deine Schluchzer erschallen!»

§133
· Steigerung mancher Bestandteile
Theorie

Liefern wir große Bestandteile für das Problem rb[Nature~temple] (Natur-Tempel), welches einen Stoß darstellt, da die Sinnverbindung ein offensichtliches Gerüst und eine ausführliche Spannung besitzt. Der Zusammenhang begünstigt eher eine Grundfrage als ein oberflächliches poetisches Bild. Außerdem haben wir eine starke innere Konfrontation beider Ideen, was für manche Spezifitäten kennzeichnend ist. Wählen wir ein Austragen, das wie folgt beginnt: “L'absolu est un temple/////où (de) vivants piliers laissent parfois sortir (de) confuses paroles. (La)/////Nature fait passer l'homme au travers de ses apparences en des forêts de symboles…” (Das Unbedingte ist ein Tempel, worin lebendige Säulen zuweilen wirre Worte entweichen lassen. Die Natur treibt den Menschen durch ihren Schein hindurch in Wälder von Symbolen…) Was rb[Nature~temple] betrifft, ergibt der Verschlag 1/tsmw=1/(1)(1)(1)(1)=1, während die Unterbrechung des Gedankens im Schnabel die Gradiente 1/qepfzgj=1/(1)(1)(2)(2)(2.8)(1)(2)=0.044 liefert, die sich als bedeutungslos zeigt. Wegen Begriffspuren haben wir q=e=1. Wegen des Nichtaussagens im Text zu irgendeiner Frage erhalten wir p=2. Bezüglich des Kanals fügen wir uns wegen «est» (ist) im Original zu t=1, während im Austragen f=2 zum Vorschein kommt, da das Wirkliche zwischen dem Unbedingten und der Natur möglicherweise getrennt ist. Wir stellen fest s=1 und z=3, weil die Einheit “Natur-Tempel” das (s) im Verschlag rechtfertigt, während der Unterschied der Gedanken und die Fronten zwischen den Begriffen im Schnabel uns zu (z) führen. Letztendlich müssen wir j=2 und g=m=w=1 schreiben, weil das Verständnis für beide Begriffe schwierig ist.

Methode

Die Unterscheidung zwischen der Problemglosse, die keinen Stoß darstellt, und einem Stoß ist wichtig für die Gleitwege, da wir in dem einen Fall m=w=1 haben können, während im anderen Fall g=j=1 ausgeschlossen ist. Das Höchstmögliche ist ((g)(j))=2. Diese Strenge mit unseren Ideen oder Mentalbildern gleicht die größere Leichtigkeit zu vermuten, dass sie zusammen auf ein Problem hinausgehen. Fügen wir hinzu, dass es schwieriger ist, was die Gleitwege betrifft, ein ausgesprochenes Paradoxon zu haben, da solche Verständnishindernisse durch die Stöße bereits behandelt wurden. Dadurch erlangen die Begriffe im Zusammenhang in der Entscheidung des Auslegers Gewicht.

Anwendung auf Baudelaire

Das hier genützte Austragen verlangt eine Rechtfertigung, aber Baudelaire, der Balzac und Edgar Poe verehrte, musste in der Lage sein, so etwas -und viel besser- zu schreiben. Er konnte zwei vorhandene Themen zu einem dritten kombinieren, dabei jede Schwere vermeiden und gewagte Ideen erhalten [671].

§134
· Minderung einer Knagge für eine Gradiente
Theorie

Bezüglich vb[Weihrauch~Sinne] in der Linderung von rb[verdorben~Weihrauch] muss die Minderung der Knagge und der Räumlichkeit zu einer besseren Intuition führen. Hierzu werden wir ein Austragen benutzen, das folgendermaßen endet: “…Amber, Moschus, Benzoe und Weihrauch, die die Sinne und den Geist in seinem Taumel besingen.” Es kommt dabei eine neue Sinnverbindung zwischen “Weihrauch” und “Sinne” zum Vorschein. Dagegen gerät “Taumel” leicht in den Hintergrund. Demzufolge ersetzt die Gradiente 2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1))=1 die Gradiente 2(1/qepfzgj)=2(1/(1)(1)(2)(2)(2,4)(1)(1))=0,208. Nach der Beseitigung von “Taumel” wird es fast unmöglich zu vermuten, dass das strenge Urteil des elften Verses in all seiner Schwere nicht mit den Sinnen überhaupt zu tun hat. Dagegen wird durch das Austragen betont, dass die Organe der Empfindlichkeit mit den verworfenen Düften verbunden werden.

Methode

Die Vokabeln, die dem Ausleger zur Verfügung stehen, aber nicht vom Autor kommen, leiten zwangsweise zu Länge in der Erläuterung des Originaltextes. Unter diesen Umständen führt die Suche nach schnellen Lösungen im Kommentar zu einer Vereinfachung der Gedanken des Autors.

Anwendung auf Baudelaire

Behaupten wir, dass der Dichter nur bissige Verse mit dem Thema des Rauschs am Ende des Gedichts schrieb, so besteht die Gefahr einer Auslegungsverschiebung. Baudelaire machte in den Sinnverwirrungen Unterschiede, wobei er die Verdienste mancher Verwirrungen betonte. In der Kategorie dessen, was vom Gewöhnlichen zum Seltenen bringt, scheint er, einen Lumpensammler, der im "Faubourg du Temple" (Vorstadt der Tempel) bekannt war, in Hochachtung gehalten zu haben. Wenn der Mann gegen elf Uhr abends öfter betrunken war, bildete er sich ein, ein Heer zu führen. Bewegt durch das Feuer trotz der Gewohnheit gestikulierte er und erteilte Befehle [14]-[672]-[[1147]] in Index II (Gedichte)">[[1147]]. Die Verderbnis liegt der Seelenmacht so nahe, dass man von der einen zur anderen überwechseln kann. In einem zur Zeit Baudelaires bereits in den Mittelschulen bekannten Werk beschreibt Plutarch, wie ein Held eine Art Taumel in eine andere wandelt [449]-[596]-[790]: «…er leitete ihre Vorliebe für Luxus und Anmut auf die glücklichste Weise. Es war unmöglich, sie von einer langjährigen Schrulle zu heilen. In diesem heiklen und leichtsinnigen Wetteifer nach Reichtum frönten sie den schönen Gewändern und den purpurrten Teppichen. Auf gleiche Weise wetteiferten sie untereinander um Prunk und Schmaus…Er legte ihnen die Leidenschaft…ans Herz, ihre Suche nach Luxus auf Waffen und Aufzug zu richten…aufwändige Waffen steigern den Mut des Kriegers, wie dies mit Achilles bei Homer der Fall ist. Wenn er seine Ausrüstung zur Ansicht bekommt, ist er zunächst begeistert beim Gedanken, sie bald zu gebrauchen.

§135
· Steigerung einer Knagge für eine Gradiente
Theorie

Die Steigerung der Knagge und der Räumlichkeit für vb[piliers~forêts] (Säulen-Wälder), wenn man rb[Nature~temple] (Natur-Tempel) lindert, kann durch die Versetzung des zweiten Teils des ersten Vierzeilers hinter die Dreizeiler erlangt werden. In diesem Prozess wird “y” (dort) nach “L'homme” (der Mensch) jedoch am Ende des Textes belassen. Auf diese Weise erhält man statt 2(1/qepfzgj)=2(1/(1)(1)(2) (1)(1)(1)(1))=1 die Gradiente 2(1/q’e’p’f’z’g’j’)=2(1/(1)(1)(2)(2)(7,9)(1)(1))=0,063, weil zwischen “piliers” und “forêts” Fronten nun vorhanden sind, was 2+(1(59/10))=2+5,9=7,9 rechtfertigt.

Methode

Die im Schnabel erreichte Menge liegt 0,062 der Schwelle der Nietung nahe. Dies führt uns anzunehmen, dass 0,061 für bedeutungslos gehalten, während 0,063 als richtig betrachtet wird. Die numerischen Schwellen sind oft unzuverlässig, weil es sich nur um schematische Darstellungen handelt. Sie bieten jedoch derart große Vorteile, dass wir sie gebrauchen werden, ohne aus den Augen zu verlieren, dass das menschliche Wissen in kleinen Dingen von Vereinbarung zu Vereinbarung geht.

Anwendung auf Baudelaire

Für dieselben Bestandteile q, e, p, f, g, j, aber diesmal mit einer Räumlichkeit 8,4 für den Abstand zwischen “Nature” und “forêts” (Natur-Wälder) hätten wir die Gradiente 0,059 erreicht, wobei “Nature” und “piliers” (Natur, Säulen) im selben Vers stehen. Die Baudelaireschen Eindrücke beinahe körperlicher Kontakte mit dem Sinn, den man dem Wirklichen verleiht, erinnern uns an diese Verse [[1087]] in Index II (Gedichte)">[[1087]]: «Wenn ich an einem warmen Herbstabend mit geschlossenen Augen
Den Geruch deiner hinreißenden Brust atme,
Sehe ich vielfältige glückliche Gestade,
Die von dauernden Sonnenstrahlen geblendet werden…»

§136
· Minderung einer Räumlichkeit für eine Gradiente
Theorie

Um die Räumlichkeit zwischen vb[Nature~parfums¹] und vb[parfums¹~temple] bezüglich rb[Nature~ temple] zu mindern, werden wir ein Austragen gebrauchen, das mit “La Nature est un temple; parfums, couleurs et sons se répondent…” (Die Natur ist ein Tempel; Düfte, Farben und Töne antworten einander…) beginnt. Gleichzeitig werden wir die Räumlichkeit für die Stärkung vb[Nature~couleurs] vb[couleurs~temple] (Natur-Farben, Farben-Tempel) mindern, welche auch eine Summengradiente hat. Die teilweisen Angaben zur Glaubhaftigkeit steigen für vb[Nature~parfums¹] zwischen 1/(1)(1)(2)(2)(5,7)(1)(1)=0,043 und 1/(1)(1)(2) (2)(2,2)(1)(1)=0,113. Dies kommt, was vb[parfums¹~temple] betrifft, gleich, zwischen 1/(1)(1)(2)(2)(5,5)(1)(1) =0,045 und 1/(1)(1)(2)(2)(2)(1)(1)=0,125 zu steigen. Insgesamt gehen wir, was vb[Nature~parfums¹] vb[parfums¹~temple] betrifft, von (0,043+0,045)=0,088 zu (0,113+0,125)=0,238. Mit der anderen Linderung müssen wir die äußere Räumlichkeit der Stärkung berücksichtigen, wenn wir die Berechnung auf die beste Weise ausführen wollen. Außer dieser Implikation ist die Änderung ähnlich. Um die Elle der kleinsten Platte zu erreichen, die die Linderung und die Stärkung enthält, müssen wir die äußere Räumlichkeit bezüglich der gelinderten Glosse rb[Nature~temple] gebrauchen. Aber der Übergang von einer Gradiente zur anderen (0,088 auf 0,238) ergibt für die Linderung ohne die Stärkung und ohne die äußere Räumlichkeit der Linderung eine gute Vorstellung des intuitiven Vorteils eines minderen Abstands zwischen den Begriffen.

Methode

Stärkungen können mit zwei neuen Summengradiente-Glossen weitergehen, dann zwei, dann wieder zwei, vorausgesetzt der Text bietet die Mittel dazu.

Anwendung auf Baudelaire

So wird vb[Nature~parfums¹] vb[parfums¹~temple] durch vb[Nature~couleurs] vb[couleurs~temple] gestärkt. Dann wird jedoch das erste Paar vb[Nature~parfums¹] vb[parfums¹~temple], sobald es wünschenswert erscheint, durch vb[Nature~ sons] vb[sons~temple] gestärkt. Jedes Mal haben wir eine Summengradiente, die jedes Mal zu den Werten des ersten Paares addiert wird, und die Gradiente wird durch die Räumlichkeit geteilt. Winzige Gedanken ergeben manchmal einen großen Eindruck. Baudelaire streut seine Gedanken, damit der Ausleger nicht daraus schließt, dass er mit einem philosophischen System zu tun hat. Dabei wird ein Zeugnis zur allgemeinen Richtung jedes einzelnen Schriftstücks von Baudelaire sichtbar. In einem in dieser Perspektive interessanten Gedicht liefert er dem Ausdeuter wohl getrennt, am Anfang und am Ende, den zu einem Paradoxon nötigen Stoff, vorausgesetzt der Ausleger findet die Kraft, den Kontakt zwischen Anfang und Ende herzustellen [[1033]] in Index II (Gedichte)">[[1033]]: «Über den Teichen, über den Tälern
Den Bergen, den Wäldern, den Wolken, den Meeren
Jenseits der Sonne, jenseits des Äthers,
An der Grenze zu den gestirnten Sphären,

Bewegst du dich mein flinker Geist…Glücklich ist derjenige, der mit kräftigem Flügel
Zu den heiteren, lichten Gefilden emporragen kann,

Derjenige, dessen Gedanken wie Lerchen
Sich in der Früh frei in die Luft schwingen,
- Der über dem Leben segelt…» und die Schönheiten mühelos begreift, die die Erde am Boden auf bescheidenste Weise durch die Blumen bietet, deren Symbole aussagen.

§137
· Steigerung eines Gleitwegs für eine Gradiente
Theorie

Stellen wir uns ein Austragen vor, das mit “Die Grundlage aller Wesen, die Natur, ist ein Ding, in dem der absolute Mensch die Tätigkeiten, die echten Entitäten manchmal entweichen lassen, durch ihre Gestalten als Wälder von Symbolen empfindet, die ihn mit vertrauten Blicken betrachten.” Über diese Nachahmung bekommt die Glosse rb[Natur~Mensch] die Gradiente 1/(1)(1)(2)(1)(1)(2)(2) mit g’=2. Im Verschlag haben wir im Gegenteil die Gradiente 1/qepfzgj=1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(2) mit g=1. Im Original mag Baudelaires Vorstellung sein, dass der Mensch wie ein Fremder durch den "Natur-Tempel" wandelt. Dies erschwert etwas das Verständnis des Gedichts, stellt jedoch weder ein Paradoxon, noch eine Spezifität, noch einen Stoß dar. Im Schnabel scheinen die Ideen auf beruhigende Weise dargelegt zu sein. Es wird jedoch sehr fragwürdig, ob ein genaues Verständnis vorhanden ist, so dass die Gradiente ⅛ statt ¼ den intuitiven Unterschied ausdrückt.

Methode

Es ist nicht leicht zu wissen, welchem Gleitwege (g) oder (j) der Wert 2 zugeschrieben werden mag, wenn ((g)(j))=2. Im Fall eines geringen Problems rb(A~E) genügt es, die allgemeine Richtung des Werks zu betrachten, und man schreibt der am einfachsten zu begreifenden Vorstellung den Wert 2 zu. Man kommt aus der Zweifelsphase beim Gedanken heraus, dass für ein Problem als solches die niedrigste Eigenschaft mit dem Wert 2 dort lastet, wo der Verstand sich ungehindert bewegt.

Anwendung auf Baudelaire

Im Gedicht von Baudelaire kann man überall Gründe finden, unklare Stellen zu bezeichnen, obwohl «Mensch», «Echos» und «Auen» gegen solche Behauptungen besser geschützte Begriffe als andere bleiben.

§138
· Gleitwege 1
Theorie

Die Neutralglosse ob[Echos~vereinen] wird Gleitwege mit dem Wert 1 aufweisen, wenn die Sinnbrücke zwischen «vereinen» und «antworten» durch ein Austragen unterbrochen wird, das die folgende zweite Strophe erhält: “Lange Echos vereinen sich zwar in der Ferne, aber nur schwerlich, weil die Düfte, die Farben und die Töne -als sie die Grenzen der Wahrnehmungen überschreiten- in einer finsteren und tiefen Einheit weit wie die Nacht und wie das Licht einander antworten.” Was rb[Töne~antworten], rb[Düfte¹~antworten], rb[Farben~antworten] betrifft, wird die Anwendung von vb[Echos~vereinen] schwieriger. Demzufolge wird die Gradiente von ob[Echos~vereinen], die im Verschlag 1/qepfzgj=1/(1)(1)(2) (1) (1)(2)(2)=⅛ ist, zu 1/q’e’p’f’z’g’j’=1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)=½ im Schnabel. Mit dem Austragen wechselt die Intuition ebenso wie die Messung. Wir befinden uns fast in der Höhe einer Feststellung ohne Linderung und ohne Problem. Im Hintergrund bleiben wegen des Zusammenhangs kleine Schwierigkeiten, die zur allgemeinen Verständigung jedoch kein Hindernis darstellen. Erwähnen wir als mögliche zweitrangige Frage, ob die Echos vom Dichter nicht eher als Spiegelungen des Wirklichen, denn als eigentliche und materielle Echos empfunden werden.

Methode

Die schwer zu erfassenden Fragen bilden einen verschwommenen Hof um den sichtbarsten Sinn des Schriftstücks, in dem die Einbildungskraft über die Strenge der Worte die Oberhand gewinnt. Wenn der Schein durch den Vergleich mit der Wirklichkeit dagegen auf die Probe gestellt wird, haben wir Merkposten und wenige Gipfel. Auf diese Weise ragen dem Ausleger Musterbeispiele hervor, die ihm zeigen, welche praktische Anwendungen seines Auslegungsverfahrens er fest im Griff hat.

Anwendung auf Baudelaire

Der Autor wusste um die Vorteile für die Dichtung, die die Strenge der Vernunft eher beschränkte. Aber er war sich auch dessen bewusst, dass es dem Grundgedanken schadet, immer wieder auf zufällige Ideen zurückzugreifen. Der Dichter war also auf der Suche nach herkömmlichen Rahmen, um zu seinen Lesern Zugang zu finden, und die Überlieferung bot ihm die Möglichkeit, mit seinen Zeitgenossen eine gemeinsame Sprache zu haben. Im eingebildeten Zwiegespräch mit seiner inneren Muse sagt er [13]-[194]-[829]-[[1084]] in Index II (Gedichte)">[[1084]]: «Ich möchte, dass deine Brust,
Die den Geruch der Gesundheit zeigt,
Immer kräftige Gedanken ausdrückt,

Und dass dein christliches Blut den Rhythmus alter Verse wieder aufnehme
Über die Phoebus, der Vater aller Lieder,
Und der große Pan, der die Ernte in seiner Hand hat, abwechselnd herrschen.»

§139
· Änderung einer Elle
Theorie

Bahnen und Ellen müssen auch anhand von Variationen der Angaben auf die Probe gestellt werden, um zu bestimmen, ob unsere numerischen Kriterien stimmen. Eine Gradiente könnte nämlich mit der Intuition Schritt halten, ohne dass die einzelnen Messungen sich wegen der sich ausgleichenden Fehler der Intuition des Textes fügen. Die Stärkung von vb[N~paroles] (N~Worte), die das Problem rb[piliers~paroles] (Säulen-Worte) lindert, erlaubt einen ersten Versuch. Eine Änderung der Schärfe müsste eine intuitive Änderung begleiten und zu einer anderen Bahn führen. Am Anfang haben wir 2(1/(2)(1)(2)(2)(2,9)(1)(1)) für vb[N~paroles] und wir können uns auch vorstellen, dass vb[N~Nature], das die erste Glosse vb[N~paroles] stärkt, eine ähnliche veränderte “N-Schärfe” besitzt. Auf diese Weise 2(1/(2)(1)(2)(2)(2,9)(1)(1)) und 2(1/(2) (1)(2)(1)(1)(1)(1)) sind die jeweiligen Gradienten von vb[N~paroles] und vb[N~Nature]. Das N bringt q=q’=2. Der Begriff “Nature” liefert e=e’=1. Die Nichtaussage der Linderung leitet zu p=p’=2. Die mangelnde Sinnbeziehung treibt uns f=2 und z=2,9 zu schreiben. Die bessere Sinnbeziehung führt ihrerseits zu f’=1=z’. Der Hinweis auf die Symbole, die den Menschen betrachten, bildet die Bühne. Als Austragen benutzen wir “L'être absolu, la Nature, est une immensité dont le réel entier fait le contenu, donc aussi tel temple où l'homme passe…” (Die Natur, das Unbedingte Wesen, ist eine unendliche Weite, die das ganze Wirkliche zum Inhalt hat, und bildet somit auch einen Tempel, durch den der Mensch schreitet…) Anhand dieser Nachahmung stellt “L'être absolu” (das Unbedingte) den Sinn N dar, ohne einem Stoß zu gehören, so dass q=q’=1 das Maß der ersten Schärfen bildet. Wir finden 1/(1)(1)(1)(1) als Kanal von rb[piliers~paroles]. Die äußeren Räumlichkeiten erreichen k=2,9 und k’=1 für den Stoß und die beiden Linderungsglossen. Letztendlich erlangt der Stärkungsabstand k’’=2,9. Die Ellen zu beiden Seiten sind leicht zu berechnen: 1/(1)(1)(1)(1)((2(1/(2)(1)(2)(2)(2,9)(2,9)(1)(1)))+(2(1/(2)(1)(2)(1)(1)(1)(2,9)(1)(1)))) im Verschlag und 1/(1)(1) (1)(1)((2(1/(1)(1)(2)(2)(2,9)(2,9)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(2,9)(1)(1)))) im Schnabel. Wir haben also (1/33,6)+(1/5,8)=0,201 im Verschlag gegen das doppelte (1/16,8)+(1/2,9)=0,403 im Schnabel ausgetauscht. Im all dem spiegelt die erreichte Änderung den Vorteil wider, das Paradoxon der Worte durch “L'être absolu” (das Unbedingte) begründen zu können.

Methode

Wie wir sehen, muss der Zusammenhang sorgfältig unter die Lupe genommen werden, um eine zuverlässige Berechnung zu den Stiften zu erzielen.

Anwendung auf Baudelaire

Ein Austragen, das mit “La grande Nature est un temple…” (Die große Natur ist ein Tempel…) beginnt, würde für N einen möglichen Sinn liefern, selbst wenn die Grundvorstellung im ersten Vers nur wenig vorangetrieben würde. Manchmal hat ein Schaffender sein Werk so ausgearbeitet, dass der Ausleger es mit Geduld erklären muss, wenn er davon einige Feinheiten begreifen will, anstatt sich mit der Begeisterung zu begnügen, die die vorübergehende Mode nach dem glänzenden Schein begleitet. Zweifelsohne interessieren sich die Kenner, die der Sache auf den Grund gehen, für diesen glanzvollen Inhalt, aber sie betonen, dass manche wertvolle Hinweise oft dahinter versteckt bleiben [421]-[[1048]] in Index II (Gedichte)">[[1048]]: «Manch goldener Schatz schläft
Fern der Hacke und des Lots
In der Finsternis der Vergessenheit begraben.

Manche Blume ergießt ungern ihren
Wie ein Geheimnis sanften Duft
In der tiefen Einsamkeit.»

§140
· Minderung einer Stange und anderer Bestandteile
Theorie

Zur Linderung einer Stange sowie anderer Bestandteile stellen wir uns zwei Planen vor, in denen die Vierzeiler und die Dreizeiler vertauscht werden. In der zweiten Plane wird außerdem ein Übergang zwischen den Vierzeilern und den Dreizeilern hinzugefügt: “(La) question pour (d')autres parfums ayant (l')expansion (des) choses infinies, comme (l')ambre, (le) musc, (le) benjoin (et) (l')encens qui chantent (les) transports (de) (l')esprit (et) (des) sens, est (de) savoir s'ils (sont) corrompus, riches (et) triomphants. Or (la) Nature est (un) temple…” (Die Frage für andere Düfte, welche die Ausdehnung der unendlichen Dinge haben, wie Amber, Moschus, Benzoe und Weihrauch, die den Taumel des Geistes und der Sinne singen, ist zu wissen, ob sie verdorben, reich und sieghaft sind. Aber die Natur ist ein Tempel…) Da untersuchen wir eine Deutung, die durch die Tradition vermutlich verworfen worden wäre. Dieser Auslegung zu Folge würde vb[corrompus~Nature] (verdorben-Natur) in der Linderung von rb[corrompus~encens] (verdorben- Weihrauch) die Aussage vb[corrompus~sens] (verdorben-Sinne) stärken. Der zu beleuchtende Stoß rb[corrompus~encens] besitzt einen Kanal, der für die zweite Plane allein auf 1/(2)(1)(1)(1) sinken würde, weil die Frage die Klarheit des Verhältnisses schwächt, was der Rang auf 2 herabsetzt. Die Gradienten einerseits 1/(1)(1)(2)(2)(3,5)(1)(1) und andererseits 1/(1)(1)(2)(2)(2,4)(1)(1) stützen sich auf dieselbe Bühne: “transports” (Taumel). In diesen beiden Planen beziehen sich die Gradienten auf vb[corrompus~sens]. Die andere Linderung nützt “confuses paroles” als Bühne in der ersten Plane und geht auf die Gradiente 1/(1) (1)(2)(2)(3,6)(1)(1) hinaus. In der zweiten Plane liefert das Wechselspiel zwischen Frage und Antwort die Gradiente 1/(1)(1)(1)(1)(1)(1)(1). Dies bezieht sich auf dieselbe Linderung vb[corrompus~Nature], und beide Begriffe erscheinen in der neuen Darstellung als eng verbunden. Die äußere Räumlichkeit zwischen den Linderungen bleibt fast unverändert: 3,6 für die erste Plane und 2,8 für die zweite. Die beiden äußeren Räumlichkeiten, die zwischen Linderung und Problem liegen, unterscheiden sich deutlicher von einer Plane zu anderen. In der ersten Plane haben wir von vb[corrompus~sens] zu rb[corrompus~encens] 3,5 und in der zweiten 2,9, wenn wir zwei Fronten für “s'ils” und keine Front für “sont” berechnen. Das Verhältnis zwischen vb[corrompus~Nature] und rb[corrompus~encens] ergibt 3,6 ohne die Befragung und 1 damit. Insgesamt liefert die erste Plane die Bahn 2(1/(1)(1)(2)(2)(3,5)(1)(1))+2(1/(1)(1)(2) (2)(3,6)(3,6)(1)(1)) und die zweite die Bahn 2(1/(1)(1)(2)(2)(2,4)(1)(1))+2(1/(1)(1)(1)(1)(1)(2,8)(1)(1)). Zusammenfassend haben wir (1/7)+(1/25,92)=0,18 ohne die Befragung und (1/4,8)+(1/1,4)=0,922 damit, so dass die intuitive Überlegenheit der Bindung Frage-Antwort gut vertreten ist. Wenn wir jedoch die Elle berechnen wollen, stellen wir fest, dass der Kanal von rb[corrompus~encens] in der zweiten Plane etwas gemindert wurde. Einerseits haben wir 1/(1)(1)(1)(1)((2(1/(1)(1)(2)(2)(3,5)(3,5)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(2)(3,6) (3,5)(3,6)(1) (1))))=1((1/24,5)+(1/90,72))=0,051 mit der ersten Nachahmung, und andererseits 1/(2)(1)(1)(1) ((2(1/(1)(1) (2)(2)(2,4)(2,9)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(1)(1)(1)(1)(2,8)(1)(1))))=½((1/13,92)+(1/1,4))=½(0,785)=0,392 mit dem Text, der die Frage enthält.

Methode

Die zweite Plane wird durch den Gedankengang begünstigt, weil neue intuitive Kontakte durch die Umgestaltung eingeführt werden, was die Abstände für unsere Messungen aufhebt.

Anwendung auf Baudelaire

Wenn Baudelaire nicht im Stande war, in einem Gedicht so schwerfällig zu sein, um die Schwierigkeit in der zweiten Plane darzustellen, konnte er in seinen Schriften über die Gemälde oder Schriftstücke diese Art Befragung liefern und dabei seiner Phantasie die Oberhand lassen.

§141
· Steigerung einer Knagge und einer Räumlichkeit
Theorie

Steigern wir eine Knagge und eine Räumlichkeit für ob[Vaste~unité] (Breite-Einheit), eine Aussage, die durch eine Änderung des zweiten Vierzeilers ob[ténébreuse~unité] (finsteren-Einheit) stärkt: “Dans la ténébreuse/////immensité de longs échos, (Les) parfums, (les) couleurs (et) (les) sons se répondent. Vaste /////unité, nuit et clarté se confondent!” (In der finsteren Weite langer Echos antworten einander Düfte, Farben und Töne. Breite Einheit, Nacht und Licht vereinen sich!) Auf diese Weise hat “ténébreuse” im Vergleich zur Lage im Originaltext nur noch kaum Verbindung mit “unité”. Dagegen bleibt das Verhältnis zwischen “Vaste” und “unité” ebenso eng wie zuvor, was für ob[Vaste~unité] im Schnabel wie im Verschlag eine Gradiente 0,5 ergibt: 1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1). Diese Sichtweise, nach der die Einheit weit ist, scheint so ungenau, dass sie weder Probleme stellen, noch eine Beleuchtung zu irgendetwas liefern kann. Die andere neutrale Beschreibung ob[ténébreuse~unité] gilt 0,5=1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1) im Verschlag, denn sie wird durch ihre übertriebene Ungenauigkeit vor schlechten Gleitwegen geschützt. Im Schnabel erreicht die Berechnung 1/(1)(1)(2)(2)(3)(1)(1)=0,083. Die äußere Räumlichkeit beträgt 1 für den eigentlichen Text, erreicht aber 2+(1 (10/10))=3 für das Austragen. Die Bahnen besitzen also folgende Kräfte: (1/(1)(1)(2)(1)(1) (1)(1))+(1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)(1))=(0,5+0,5)=1 und (1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1))+(1/(1)(1)(2)(2)(3)(3)(1)(1))=½+ 1/36=0,527. Die Intuition, die die Erinnerung an entfernte Begriffe verliert, fällt parallel zum numerischen Ergebnis. Auf diese Weise scheint es vertretbar, die Hälfte des Anfangsergebnisses zu erzielen.

Methode

Die Bescheidenheit der einzelnen Gleitwege bestätigt die bekannte Vorstellung, dass ein zu weiter Sinn in einem Schriftstück nichts mehr beleuchtet.

Anwendung auf Baudelaire

Baudelaire weitet nicht allzu sehr die Bedeutung der Wörter, die er gebraucht, denn er ist bemüht, dieselbe aus alten Wegen zu lenken. Er bewundert aber den vagen Gedankengang zunächst aus eigener Neigung und dann, um beim Leser eine Ermüdung durch das Aufdrängen eines Systems zu vermeiden. Selbst kräftige Ideen müssen nämlich der Strenge fernbleiben, wenn die blumenähnliche Zärtlichkeit der Dichtung erhalten werden soll. Er stellte sich oft als erschöpft hin und ordnete nur sehr langsam sein Tausend Träumereien zu einer gewagten Empfindung. Später wird er sich zweifellos davon abwenden, aber gerührt durch den flüchtigen Schwung wird er zum Schaffenden [[1035]] in Index II (Gedichte)">[[1035]]: «Da bin ich an den Herbst meiner Gedanken angelangt,
Und Spaten und Rechen sind notwendig,
Um aus den Gräbern ähnlichen Wasserlöchern
Sauberes Erdreich zu retten.

Wer weiß, ob die neuen Blumen, von denen ich träume,
In diesem wie einen Strand verwaschenen Boden
Die mystische Nahrung finden werden, aus der sie ihre Kraft schöpfen werden?»

§142
· Minderung einer Knagge für eine Elle
Theorie

Mindern wir innerhalb der Linderung von rb[corrompus~encens] für vb[répondent~parfums¹] eine Knagge und einen Abstand, wenn diese Glosse vb[chantent~parfums¹] stärkt. Das Austragen benutzt im letzten Vers “expriment” (ausdrücken) statt «chantent» (singen) und im achten Vers “chantent” neben “répondent” (antworten): “…toutes les activités du réel spontané chantent, ainsi les parfums, les couleurs et les sons se répondent.” (…alle Tätigkeiten des spontanen Wirklichen singen; und Düfte, Farben und Töne antworten einander auf diese Weise.) Im Verschlag erreicht die Gradiente der Glosse vb[répondent~ parfums¹], die «répondent» und «chantent» als Bühne hat, 2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)). Die Gradiente der anderen Originalglosse vb[chantent~parfums¹] (singen-Düfte¹), worin es an beiden Ideen auch mangelt, die als Bühne gebraucht werden, erlangt 2(1/(1)(1)(2)(2)(5)(1)(1)). In beiden Fällen stammt die Idee von «parfums» aus dem achten Vers. Die äußere Räumlichkeit beträgt 4,8 zwischen rb[corrompus~encens] (verdorben-Weihrauch) und jeder einzelnen Linderung. Die äußere Räumlichkeit zwischen den beiden beleuchtenden Glossen lässt den Wert 5 zu. Insgesamt schreiben wir für die Elle des Verschlags 1/(1)(1)(1) (1)((2(1/(1)(1)(2)(2)(5)(4,8)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(4,8)(5)(1)(1))))=0,02+0,041=0,061. Im Schnabel liefert vb[répondent~parfums¹] die unveränderte Gradiente 1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1), während vb[chantent~ parfums¹] auf denselben Wert 1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1) kommt. Zwischen den Linderungen bleibt die äußere Räumlichkeit auf 1 begrenzt. Die äußere Räumlichkeit zwischen der Glosse mit “répondent” und rb[corrompus~encens] ist 4,8 wert, und jene zwischen der anderen Linderung und demselben Problem 5. Der Unterschied zwischen 4,8 und 5 kommt von “chantent”, das im Austragen von “encens” weiter entfernt ist als “parfums”. Insgesamt erreicht die Elle des Schnabels 1/(1)(1)(1)(1)((2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(5)(1)(1)))+ (2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(4,8)(1)(1)(1))))=1/5+1/4,8=0,2+0,208=0,408, das heißt fast das Siebenfache der Elle des Verschlags. Dies spiegelt in Zahlen den durch das Austragen eingeführten Intuitiven Unterschied wider.

Methode

In dem, was der Text hergibt, scheint das Spiel über die äußeren Räumlichkeiten seltsam, weil es schlecht vorstellbar ist, dass der Schaffende zwischen den Originalgründen unseren Werten 4,8 und 5 einen intuitiven Unterschied machen konnte. Wer jedoch, diese Bemerkung macht, läuft Gefahr, fälschlich zu glauben, dass die Kenntnis dem Wirklichen Schritt für Schritt folgt.

Anwendung auf Baudelaire

Mit mehr Bescheidenheit suchen wir das Verhältnis zum Schein. Es sieht insbesondere so aus, als hätten die Räumlichkeitsmessungen nur eine grobe Anpassung zum Gedicht, da Baudelaire «singen» und «antworten» auseinander hält, als wollte er den Nachdruck meiden. Als Sohn eines ehemaligen Priesters dachte er wohl an «antworten» als er «singen» schrieb, in Anlehnung an den kirchlichen Wechselgesang. Baudelaires metaphysisches Zögern, seine Vorliebe für die Herausforderung und seine Ablehnung der Anstandsregeln hindern ihn nicht daran, sich an Gott zu wenden. Er ist bemüht, anhand von mehrdeutigen Worten seine aus dem Kontrast zwischen dem Bösen und dem Schönen entsprungene Dichtung zu umreißen [[1008]] in Index II (Gedichte)">[[1008]]: «Ich weiß, dass der Schmerz das einzig Edle an sich zieht,
Worauf Erde und Hölle nie übergreifen werden.
Es bedarf, um meine mystische Krone zu flechten,
Der Belastung aller Zeiten und Welten mit Steuern.

Aber das verlorene Geschmeide der antiken Palmyra,
Die von Ihrer Hand gefassten seltenen Metalle und Perlen des Meeres
Könnten diesem blendenden,
Klaren Diadem nicht genügen.

Dieses Schmuckstück wird nur aus reinem,
Dem heiligen Herd der Urstrahlen entnommenen Licht bestehen.
Daneben sind sterbliche Augen in ihrem vollen Glanz
Nichts als verdunkelte, klagende Spiegel.»

§143
· Steigerung einer Knagge für eine Bahn oder für eine Elle
Theorie

Steigern wir für ob[loin~échos] (fern-Echos), das ob[longs~échos] (lange-Echos) stärkt, die Knagge und bestimmte Abstände. Dies ist anhand eines Austragens möglich, das die zweite Strophe ändert: “Pour qui se trouve loin/////(d')un paysage, (les) parfums, (les) couleurs (et) (les) sons se répondent. Dans (une) ténébreuse (et) profonde unité, vaste comme (la) nuit et (comme) (la) clarté, (de) longs/////échos se confondent.” (Für jemanden, der einer Landschaft fern ist, antworten einander Düfte, Farben und Töne. In einer finsteren und tiefen Einheit, weit wie die Nacht und wie das Licht, vereinen sich lange Echos.) Die mit “longs” (lange) gestärkte Glosse bleibt ihrer ersten Gradiente 1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1) treu, aber die andere Glosse mit “loin”, die die erste stärkt, besitzt im Schnabel die Gradiente 1/(1)(1)(2)(2)(3,7)(1)(1) statt für den Originaltext 1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1). Für eine äußere Räumlichkeit 1 im Verschlag nimmt die Bahn 1/(1)(1)(2) (1)(1)(1)(1)+1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)(1)=1, aber im Schnabel wird die äußere Räumlichkeit 3,7 für eine geschwächte Gradiente 1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)+1/(1)(1)(2)(2)(3,7)(3,7)(1)(1)=½+1/54,76=0,5+0,018=0,518. Die Minderung der Gradiente auf 0,518 statt 1 drückt die neue Schwierigkeit der Intuition aus.

Methode

Im Vorliegenden können die Bahnen auch als Platten bezeichnet werden. Dagegen führt eine Stärkung zwischen Linderungsglossen nicht unmittelbar zu einer Platte, weil die Problemglosse sowie die beiden äußeren Räumlichkeiten, die das Problem mit den Linderungen verbinden, nicht mitgezählt werden.

Anwendung auf Baudelaire

Die hier als Beispiel gewählte Stelle lädt dazu ein, von Bergen, Wäldern und Auen zu träumen. Die Symbolik der Auen mag die Früchte der vor jeder Gefahr geschützten Fülle und den dadurch bewirkten Gleichmut widerspiegeln. Nach einem von Plato genützten Mythos beschließt Zeus, dass die Richter über die Toten [724]«…ihr Urteil auf der Aue fällen…» Selbst Homer, den Baudelaire mit seinen Meistern so eingehend gelesen hat, scheint zu unterstellen, dass das niedrige Vorurteil sich nach dem Tod in der Aue verwischt [455]-[595]: «…die Seelen der Freier reichten sich herbei…Hermes, der Gott der Gesundheit, führte sie feuchte Straßen entlang. Sie gingen davon, dem Lauf des Ozeans folgend am weißen Fels, an den Sonnentoren und am Traumland vorbei. Bald erreichen sie die Aue der Asphodelen, wo die Schatten leben, die die Spukgestalten der Toten sind…» Hier erzählen sie von ihrem Schicksal und dem früheren Feind Odysseus, dessen Ehefrau und Nachlass sie begehrten. Aber sie wurden von ihm umgebracht [456]: «Er zielte vor sich hin, wir fielen der Reihe nach. Gewiss lenkte ein Gott seine Pfeile.» Plato, der die Bilder um dieselbe Vorstellung abwandelt, schreibt, dass «die Ebene der Wahrheit» dem Pferd des Geistes bietet, was er braucht [733]: «…die Nahrung, die zum Besten in unsere Seele passt, entstammt der Wiese in dieser Ebene…» Der Ausleger wird diese Vorstellungen zur Aue und zum Pferd untereinander kombinieren und dieselben im Zusammenhang mit Baudelaires Gedicht ausnützen oder nicht. Sokrates erzählt von diesem Mythos der Aue von einem Ort aus, den er selbst folgendermaßen beschreibt [731]: «…die erlesenste Bequemlichkeit ist dieser Rasen, dessen Neigung es erlaubt, den Kopf in richtiger Lage zu haben, wenn man sich hinlegt.» Einige Jahrhunderte später ist in der „Apokalypse“ (Offenbarung) von einem «Schimmel» die Rede, der zu regieren bestimmt und ein Werkzeug der Gerechtigkeit ist [160]-[162].

§144
· Minderung von Räumlichkeiten für eine Bahn oder für eine Elle
Theorie

Betrachten wir ein Austragen, dessen erster Dreizeiler wie folgt lauten würde: “Existe-t-il des parfums frais? Comme les prairies? Il en est de frais comme des chairs d'enfants…” (Gibt es frische Düfte? Wie die Auen? Es gibt welche, die so frisch wie die Haut von Kindern sind…) Es wird einfach, die Räumlichkeiten mit diesem Austragen zu mindern, ohne einen anderen Bestandteil zu ändern. Im Verschlag kommt zur Stärkung von ob[frais~enfants] (frisch-Kindern) durch ob[frais~prairies] (frisch-Auen) folgende Bahn vor: 1/ (1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)+1/(1)(1)(2)(2)(2,8)(2,8)(1)(1)=½+1/31,36=0,5+0,031=0,531. Der Schnabel liefert eine größere Menge: 1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)+1/(1)(1)(2)(2)(1)(1)(1)(1)=½+¼=¾=0,75. Anscheinend folgt die Berechnung der Intuition, denn das Austragen verbindet die Spuren “frais” und “prairies” fester als das Original.

Methode

Obwohl wir, um eine entsprechende auf alle Glossen erweiterte Vorstellung des offensichtlichen Gerüsts anzudeuten, keine besondere Bezeichnung benutzt haben, behält das Verhältnis (f)-(z) alle entscheidenden Aspekte der Beziehung (t)-(s).

Anwendung auf Baudelaire

Die Befragungen des Austragens schaden dem Verhältnis zwischen “frisch” und “Auen”, was (f) auf 2 treibt. Da die Sinnkontinuität trotz dieses Wechsels heil bleibt, behalten wir z=1. Lesen wir den neunten Vers, so denken wir jedoch ohne jeden Beweis an die Rose, die einen frischen Duft ausbreitet. Claude Pichois zitiert das Zeugnis des ehemaligen Mitschülers von Baudelaire Émile Deschanel. Der spätere Schaffende von „Entsprechungen“ hat sein Umfeld bald überrascht. Anhand des Themas der Rosen, die den Tod zufügen, übertraf Baudelaire bei Weitem seine besten Mitschüler [601]-[943]: «Das Thema bot dem Talent der Jugendlichen reichlich Möglichkeiten, die Baudelaire zu nützen gewusst…Mit den Glänzendsten lateinischen Versen und blendenden Ausführungen hatte er seinen Lateinaufsatz geschrieben.» Émile Deschanel erwähnt manche Einzelheiten: «Es war eine seltsame, von einem römischen Kaiser ersonnene Qual, gegen seine geheimen Feinde. Er lädt sie zum Abendmahl ein, sie sagen zu. Während des Festmahls fallen aus den Spalten in der Decke langsam einige Rosen. Welch ein hübscher und sanfter Regen…Welch zarter Gedanke! Die Gäste sind entzückt und klatschen Beifall…Ein Rosenregen fällt auf den Kopf der Gäste, ihre Schälchen und ihre Tische. Mit Rosen bedeckt trinken sie auf das Wohl des Kaisers…Später regnet es weiter Rosen, und der Regen wird stärker…Nach und nach häufen sich auf dem Fußboden die Rosen in einer immer höheren Schicht, während die Gäste essen, trinken, lachen und sich unterhalten. Die Rosen quellen über die Tische und die Betten des Festmahls…Bald überdecken sie die Gäste…Sie erstaunen,…blicken einander an…Der Kaiser ist verschwunden…Leute werden unruhig, sie stehen auf und wollen hinaus…Die Tore sind abgeschlossen! Der Rosenstrom fällt unaufhörlich und steigt den Gästen schließlich über den Kopf…Es steigt und steigt…Die Gäste bekommen keine Luft mehr und sterben unter dem Haufen Rosen, der nach und nach bis zur Decke reicht.»

§145
· Steigerung von Räumlichkeiten für eine Elle
Theorie

Behalten wir in einem Austragen das «y» (dort) des ersten Originalvierzeilers, wobei wir den dritten und vierten Vers gleich vor die Dreizeiler setzen. Durch diesen Vorgang werden in der Berechnung der Stärkung von vb[Nature~symboles] durch vb[piliers~symboles] einige Räumlichkeiten gesteigert. Die gelinderte Glosse bleibt rb[forêts~symboles] (Wälder-Symbolen), die einen Stoß darstellt, und ihre Gradiente behält 1/tsmw=1/(1)(1)(2)(1)=½. Die Glosse vb[Nature~symboles] geht von der Gradiente 2(1/qepfzgj)=2(1/(1)(1)(2)(2)(3,5)(1)(1)) auf 2(1/(1)(1)(2)(2)(5,5)(1)(1)). Wir müssen den Fronten, die den Abstand 3,5 liefern, die Fronten des zweiten Vierzeilers hinzufügen. So haben wir statt 2+(1(15/10))=3,5 den Abstandswert 2+(1(35/10))=5,5. Die zweite Linderungsglosse vb[piliers~symboles], die die vorhergehende vb[Nature~symboles] stärkt, erlangt im Verschlag die bescheidene Gradiente 2(1/(1)(1)(2) (2)(3)(1)(1)), und im Schnabel 2(1/(1)(1)(2)(2)(5)(1)(1)). Wir erhalten im Schnabel den Wechsel der Räumlichkeit von z=3 auf z=5, weil die 20 neuen Fronten 15+20=35 ergeben. Wenn wir weiter an die Berechnung der Elle denken, sehen wir, dass die Bühne von “temple” kommt, da die Symbole in einer heiligen Stätte nicht überraschen sollen. Die drei äußeren Räumlichkeiten im Verschlag sind die beiden Linderungsabstände sowie der Stärkungsabstand. Dies ergibt für vb[Nature~symboles] rb[forêts~symboles] 3,5; für vb[piliers~symboles] rb[forêts~symboles] 3; und erneut für vb[Nature~symboles] vb[piliers~ symboles] 3,5. Auf diese Weise liefert der Schnabel für die entsprechenden Werte 5,5, dann 5, dann 5,5. Die Elle des Verschlags erreicht 1/(1)(1)(2)(1)((2(1/(1)(1)(2)(2)(3,5)(3,5)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(2)(3)(3)(3,5) (1)(1))))=½((1/24,5)+(1/63))=0,027, während der Schnabel nur ein Drittel 1/(1)(1)(2)(1)((2(1/(1)(1)(2)(2) (5,5) (5,5)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(2)(5)(5)(5,5)(1)(1))))=½((1/60,5)+(1/275)) oder 0,009 beträgt. Diese Berechnung drückt also aus, wie die Erinnerung der Bindungen zwischen den Begriffen im ersten Vers mit dem steigenden Abstand leicht verwischt wird, wenn man die anderen Zeilen liest.

Methode

Die Gleichheit zwischen einer äußeren und einer inneren Räumlichkeit soll uns nicht dazu verleiten, uns jedes Mal mit einem einzigen angenährten Wert zu begnügen, weil die Berechnung anhand einer verschwimmenden Einzelheit an Beweiskraft verlieren würde.

Anwendung auf Baudelaire

Da die hinter «Nature» (Natur) und «piliers» (Säulen) berechneten Abstände fünf Fronten Unterschied aufweisen, ist es nicht verwunderlich, dass derselbe Unterschied sich zwischen 3 und 3,5, und dann 5 und 5,5 zeigt. Das Thema der "Säulenbeine" wird in den Schriftstücken, die über Liebe scherzen, oft angewandt. Dies verleitet uns dazu, eine Deutung des Sonetts als Wappen des weiblichen Körpers in Betracht zu ziehen [173]-[174]. Auf unserem Weg sind einige Beispiele, in denen das Bild mit den Pfeilen männliche Beine betreffen. Aber das Haupthindernis liegt woanders: Baudelaires Vergnügen liegt nicht im saftigen Witz, es ist mit Unruhe gezeichnet [139]-[[1102]] in Index II (Gedichte)">[[1102]]: «Wir werden Stolz daran setzen, ihr Lob zu singen.
Nichts kommt der Sänfte ihrer Strenge gleich.
Ihr geistiges Fleisch teilt den Duft der Engel,
Und ihr Auge kleidet uns in ein Lichtgewand.» Das anhaltende Geständnis des Schmerzes erlaubt es, der Sammlung "die Blumen des Bösen" den Scherz zu meiden [[1043]] in Index II (Gedichte)">[[1043]]: «Mir ist manchmal, als fließe mein Blut in Strömen
Wie ein Brunnen mit rhythmischen Seufzern.
Ich höre wohl, wie es mit langem Säuseln entweicht,
Aber ich betaste mich vergeblich, um die Wunde zu finden.» Die drohende Gefahr hindert uns daran, uns den legeren Bemerkungen hinzugeben. Das Gefühl einer Bürde drückt sich bis in die Beschreibung der Launen der Geliebten aus [[1058]] in Index II (Gedichte)">[[1058]]: «Sieh wie diese Schiffe
In Wanderstimmung
Auf diesen Kanälen schlafen.
Um dein geringstes Begehren
Zu befriedigen,
Kommen sie vom anderen Ende der Welt.»

§146
· Gebrauch von Planen für unterschiedliche Räumlichkeiten
Theorie

Nützen wir in zwei Planen zwei verschiedene Räumlichkeiten für die Aussage ob[Nature~clarté] (Natur-Licht), die ob[Nature~nuit] (Natur-Nacht) stärkt. Die erste Plane beginnt mit “La Nature/////est (un) temple où (de) vivants piliers, dans (une) ténébreuse (et) profonde unité, vaste comme (la) nuit et (comme) (la)/////clarté, laissent parfois sortir de confuses paroles…” (Die Natur ist ein Tempel, worin lebendige Säulen in einer finsteren und tiefen Einheit weit wie die Nacht und wie das Licht, zuweilen wirre Worte entweichen lassen…) Die Bahn wird ((1/qepfzgj)+(1/q’e’p’f’z’kg’j’))=((1/(1)(1)(2)(2)(3,1)(1)(1))+(1/(1)(1)(2)(2)(3,3)(3,3)(1) (1)))=((1/12,4)+(1/43,56))=0,102 lauten. Die andere Plane beginnt mit “La Nature,/////dans (une) clarté profonde où (les) vivants piliers (d')(un) temple font (une) ténébreuse unité vaste comme (la)/////nuit, laisse parfois sortir de confuses paroles…” (Zuweilen mit tiefem Licht lässt die Natur, wo die lebendigen Säulen eines Tempels eine weit wie die Nacht finstere Einheit bilden, wirre Worte entweichen…) Auf diese Weise beträgt die Bahn ((1/(1)(1)(2)(2)(3,2)(1)(1))+(1/(1)(1)(2)(1)(1)(3,2)(1)(1)))=((1/12,8)+(1/6,4))=0,234. Wegen des schwächeren Hindernisses der Vergessenheit unterstützt die Berechnung die Intuition, weil die Begriffe der zweiten Plane zueinander näher liegen.

Methode

Die Nietung schließt es aus, das Originalgedicht zu gebrauchen, wenn die in Anspruch genommenen Begriffe zu weit auseinander liegen, was die Planen rechtfertigt.

Anwendung auf Baudelaire

Der Abstand “Nature-clarté” (Natur-Licht), der im Originaltext Fronten beträgt, führt in diesem Fall zu 2+(1(36/10))=5,6. Mit p=2=f ist dies viel zu hoch, da (2)(2)(5,6)=22,4 um 6,4 größer ist als 16, dessen Umgekehrte 0,062 die Schwelle der Nietung darstellt. Einige Begriffe aus „Entsprechungen“ erinnern an ein Hirtengedicht: “Echos”, “Nacht”, “Licht”, “Auen”. Mit Jahren hatte Baudelaire von einer Reise in die Pyrenäen ein Gedicht zurückgebracht, aus dem wir an dieser Stelle gern zitieren möchten [599]-[[1134]] in Index II (Gedichte)">[[1134]]: «…jenseits der Hänge,
Jenseits der Wälder und Wiesen,
Fern der hohen Gräser, die die Herden zertreten haben,
Trifft man inmitten öder und verschneiter Bergspitzen
Auf einen dunklen abgrundtiefen Teich…» Der junge Mann hatte einen Sinn für den Kontrast und den Schmerz in der Sänfte der Landschaft, aber es fehlt noch das Wortgeklirr sowie die Herausforderung gegen die herkömmlichen Vorstellungen. Dem Burschen war die lüsterne Welt noch fremd [[1070]] in Index II (Gedichte)">[[1070]]: «Lass des alten Plato die strenge Stirn runzeln,
Du leitest deine Vergebung von der Ausschweifung an Küssen…»

§147
· Steigerung der Gleitwege für eine Bahn oder für eine Elle
Theorie

Steigern wir zwei Gleitwege zur Stärkung von ob[lange~Echos] durch ob[Ferne~Echos]. Dazu dient ein Austragen, das die Sinnkontinuität durch einen folgendermaßen geänderten Vierzeiler unterbricht: “In einer finsteren und tiefen Einheit weit wie die Nacht und wie das Licht, wie lange Echos durch ihre Nähe einen Chor bilden, antworten einander Düfte, Farben und Töne und vereinen sich wie sie in der Ferne.” Im Verschlag erreicht die Bahn (1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1))+(1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)(1))=1. Da der Dichter äußerst diskret ist, leiten sich hieraus keinerlei Probleme oder Beleuchtung her, so dass die obigen Messungen gerechtfertigt sind. Ihrerseits beträgt die Bahn des Schnabels (1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1))+(1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(2) (2))=½+⅛=0,625, weil die Probleme bezüglich de ob[Ferne~Echos] von allen Seiten herrühren. Man denke unter anderem an den Chor und an die Verwechslung der Stimmen, die undurchsichtige Angelegenheiten sind. Der Schwund um 0,375 drückt also die Verdunkelung der Sinnbeziehungen im Austragen aus.

Methode

Der Zusammenhang liegt im geringsten Sinn, was die Stöße betrifft, da diese eine starke innere Schwierigkeit aufweisen, aber selbst in diesem Fall können wir es uns nicht leisten, die benachbarten Worte zu vernachlässigen. In den anderen Fällen üben diese begleitenden Vorstellungen so hohen Druck auf die Bestandteile aus, dass ihre Wichtigkeit selbstverständlich ist.

Anwendung auf Baudelaire

Indem wir in die Spuren des Zusammenhangs von ob[Ferne~Echos] etwas Verschwommenheit legen, lösen wir die Augenscheinlichkeit dieser Sinnbeziehung.

§148
· Minderung eines Gleitwegs für eine Bahn oder für eine Elle
Theorie

Mindern wir einen Gleitweg in die Glaubhaftigkeitsbewertung bezüglich rb[reich~Amber], das rb[reich ~Moschus] stärkt. Dies wird durch eine Hinzufügung im elften Vers des Austragens leichter gemacht: “…und andere, die im Luxus leben, verdorben, reich und sieghaft wie Amber…” Im Original genügt «verdorben» selbst mit der Unterstützung von «sieghaft» nicht, um den chemischen “sehr angereicherten” Sinn von «reich» zu beseitigen. In Hintergedanken haben wir weiterhin einen Stoff im Sinn, der aus vielerlei anderen Stoffen besteht, anstatt an die Parallele des Dufts mit einem unermesslich großen Vermögen zu denken. Hier steht «reich» nämlich an der Grenze zwischen dem eigentlichen und dem übertragenen Sinne, so dass es einer zusätzlichen Betonung bedarf, um den moralischen Sinn zu unterstreichen und den materiellen Sinn abzulehnen. Die benachbarten Wörter «verdorben» und «sieghaft» gehören im Original nicht in diese Sparte, weil sie eher moralischen Dingen zugewandt sind. Unter diesen Umständen beträgt die Bahn des Verschlags (1/(1)(1)(2)(1)(1)(2)(1))+(1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(2)(1))=¼+¼=½. Dieser Wert ist insofern verdient, als weder die erste Glosse rb[reich~Amber] noch die zweite rb[reich~Moschus] Spannungen darstellen. Der Wechsel führt zu mehr Schwierigkeiten, was (1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1))+(1/(1)(1) (2)(1)(1)(1)(1)(1))=½+½=1 widerspiegelt.

Methode

Das Tandem ist ein Kunststück, anhand dessen gezeigt werden kann, wie ausführliche Spannungen zu Stößen werden. Im Paar bewirkt ein Sinnanprall einen Einfluss auf die andere Vorstellung, so dass die Schwierigkeit der zweiten Vorstellung sich steigert. In diesem Sinnwirbel spielt ein unter den beiden Sinninhalten des großen Paradoxons die Rolle eines Staffelstabs, aber im Durcheinander kann man die Einzelheiten des Rennens nicht genau umreißen.

Anwendung auf Baudelaire

Die Begriffe «verdorben» und «Weihrauch» bilden einen unmittelbaren Kontrast zum Verständnis für den Leser. Im Gegensatz haben «reich» und «Weihrauch» ein verwickeltes Verhältnis, weil der Weihrauch einen zugleich vielfach und sozial vornehmen Duft entwickelt. Die moralischen Gefahren der Düfte waren oft ein beliebtes Thema der Philosophen. Plutarch, der so gern in der klassischen Bildung, aus der Baudelaire hervorgegangen ist, gebrauch wird, liefert uns im Folgenden möglicherweise ein Selbstgespräch [791]: «…wir leiden an den Ohren und an den Augen. Wegen des unregelmäßigen Laufs und der Schlappheit unseres Geschmacks haben wir aus Gewohnheit das Schöne mit dem Angenehmen verwechselt. Bald werden wir Pythia vorwerfen, dass sie keine wohlklingenderen Töne von sich zu geben vermag als Glauke, die Sängerin mit der Kithara. Wir werden der Weissagerin vorwerfen, ins Heiligtum hinabzusteigen, ohne sich zu parfümieren oder purpurne Gewänder anzuziehen. Wir werden der jungen Frau vorwerfen, nur Lorbeer und Gestenmehl, anstatt Zimt, Ladanum und Weihrauch zu brennen.»

§149
· Minderung einer Schärfe für eine gestärkte Linderung
Theorie

Betrachten wir nun sowohl die Glossenlinderungen als auch -stärkungen. Setzen wir die Schärfe von N auf den Wert 1 in der Gradiente von der Glosse vb[N~piliers] (N-Säulen), die wir nützen, um das Problem rb[piliers~paroles] (Säulen-Worte) zu lindern. Setzen wir “l'être absolu” (das unbedingte Wesen) hinter “Nature” in eine Plane, dann “…offre de vivants piliers en un temple où l'homme passe…” (…bietet lebendige Säulen in einem Tempel, durch den der Mensch schreitet.) Auf diese Weise wird das N durch eine Vorstellung annehmbar dargestellt, die jedem Stoß fernbleibt. Wir kommen zur Linderungsgradiente 2(1/qepfzgj)=2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)). In derselben sowie in einer zweiten Plane wollen wir eine Stärkung der vorhergehenden Glosse durch ein großgeschriebenes T als Anfangsbuchstaben des französischen Wortes “temple” (Tempel). Auf diese Weise kommen wir zu rb[piliers~paroles] gelindert durch die Glosse vb[N~piliers], die durch vb[T~piliers] auch gestärkt wird. Mit der ersten Plane, die im Vergleich zum Original zwei Änderungen aufweist, erreicht man die Elle 0,106=(1/tsmw)((2(1/qepfzkgj))+(2(1/q’e’p’f’z’k’k’’g’j’)))=(1/ (1)(1)(1)(1))((2(1/(1)(1)(2)(2)(2,4)(2,9)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(2)(2,2)(2,7)(2,4)(1)(1)))). Mit der zweiten Plane, die im Vergleich zum Original nur eine Änderung aufweist, erreichen wir weniger als die Hälfte der vorhergehenden Elle: (1/(1)(1)(1)(1))((2(1/(2)(1)(2)(2)(2,4)(2,9)(1)(1)))+(2(1/(2)(1)(2)(2)(2,2)(2,7)(2,4)(1)(1)))) =0,052. Das Nichtvorhandensein des Ausdrucks “l'être absolu” (das unbedingte Wesen) und der dazugehörigen Überarbeitung treibt vb[T~piliers] zu einer geringeren Glaubhaftigkeit im Vergleich zu der der ersten Plane, weil sowohl T als auch N durch diese Ergänzung beleuchtet werden. Die Bühne für die Linderungen kommt für jede einzelne Linderung vom unmittelbaren Zusammenhang, weil die Eigenschaften, die sich auf “Nature” und “Temple” beziehen, grundsätzlich auf “piliers” übertragen werden.

Methode

Die unmittelbare Nähe bringt (z) und (k) auf einen Wert zwischen 2 und 3, und diese Werte spiegeln die Leichtigkeit der Assoziationen zwischen benachbarten Wörtern wider. Der herantragende Stil zieht daraus erfahrungsgemäß vielseitige Nachwirkungen.

Anwendung auf Baudelaire

Das Spiel mit den großen Buchstaben erlaubt im französischen Redewendungen dieser Art, ohne soweit zu gehen, Merkposten zu setzen, sondern durch eine gescheite Verteilung der großen Buchstaben Druck auf die Denkweise des Lesers auszuüben. Stellen wir uns den Anfang “La Nature est un temple…” (Die Natur ist ein Tempel…) mit einem Schluss “…les transports de l'esprit et des Sens.” (…den Taumel des Geistes und der Sinne singen.), in dem das französische Wort “sens” (Sinne) groß geschrieben (Sens) wird. Trotz des Nachdrucks ist es unmöglich, absolut unwiderleglich nachzuweisen, dass der Schaffende das N und das S wirklich verbinden wollte. Wir werden uns daher hüten, weder zu behaupten, dass die menschlichen Sinne für den Schaffenden zur Natur gehören, noch zu sagen, dass sie uns eine teuflische Vorstellung der Natur geben.

§150
· Zwei Planen
Theorie

Um die verschiedenen Möglichkeiten der laufenden Glaubhaftigkeitsbewertung zu illustrieren, betrachten wir trotz der damit verbundenen Irrtumsgefahr noch einmal eine seltene Auslegung. In diesem Fall brauchen wir zwei Planen, weil die Irrtumsgefahr mit dem unveränderten Gedicht unannehmbare Gradienten bringen würde. In beiden Nachahmungen werden wir die Dreizeiler vor die Vierzeiler setzen. In der einen Nachahmung werden wir als Schluss schreiben: “…wie Amber, Moschus, Benzoe und Weihrauch, die Freunde dieser Säulen sind, die die Seele der heiligen Stätte darstellen, und den Taumel des Geistes und der Sinne besingen.” Durch diese Änderung versuchen wir, die Stange einer der Gradienten zu mindern, was sich auf die Ellenberechnung auswirkt. Diese Elle betrifft die Glosse rb[vivants~piliers] (lebendige-Säulen), die durch vb[transports~piliers] (Taumel-Säulen) gelindert wird, und diese Linderung selbst wird durch vb[transports~sens] (Taumel-Sinne) gestärkt. Die erste Plane, die nur eine Änderung aufweist, liefert die Elle 0,102=(1/tsmw)((2(1/qepfzkgj))+(2(1/q’e’p’f’z’k’k’’g’j’)))=(1/(1)(1)(1) (2))((2(1/(1)(1)(2) (2)(2,7)(2,7)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(2,7)(2,7)(1)(1)))). Im Kanal kommt w=2 von “Wälder”, die an Säulenbäume erinnert, was den Sinnanprall mit “lebendige” abstumpft. Die Bühne aller Gleitwege wird leicht durch “verdorben” geliefert, was die gewagte und vermutlich wagehalsige Bedeutung von “piliers” begleitet. Der Punkt hinter dem letzten Begriff des Dreizeilers unterbricht den Gedankengang und liefert also trotz s=z’=1 den Wert k’=k’’=2,7. Die zweite Plane weist im Vergleich zum Original die weitgehenderen Änderungen auf, insbesondere im Zusammenhang mit dem Schlüsselwort zur Bedeutung der Säulen. Dieser Sinn wird nur eingeflüstert und nicht ausgeführt, aber er erlaubt trotzdem eine fast doppelte Elle: 0,205=(1/(1)(1)(1)(2))((2(1/(1)(1)(1)(2)(2,7)(2,7)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(1)(1)(1)(2,7)(2,7)(1)(1)))). Diese Steigerung erklärt sich durch die Stangen, deren Wert dank der besseren Verständigung des inneren Sinnes von 2 auf 1 sinkt. Die einerseits numerischen andererseits intuitiven Kontraste zwischen den beiden Planen bleiben gemäßigt, weil die Unterschiede nicht auf Beweisen, sondern nur auf Intuitionen beruht.

Methode

Dieses Beispiel zeigt, dass die Bestandteile p, f, z nicht immer gleichwertig sind. Sie gewinnen unterschiedliche Werte, wenn die Angabe zum problematischen Charakter, oder zum Charakter der Linderung, oder der Neutralität so leicht unterstrichen ist, dass der Grundsinn unklar wird. Im Absatz 132 hatten wir im Gegensatz beobachtet, wie gesteigerte Sinnzwänge p, f und z gleichzeitig auf den Wert 1 brachten.

Anwendung auf Baudelaire

Die Glaubhaftigkeitsbewertung wird trotz ihrer Mängel der Wahrscheinlichkeitsrechnung ähnlich genug sein, um zu ähnlichen Missverständnissen zu führen, sobald unsere Aufmerksamkeit nachlässt. Die nach einem Ereignis berechnete Glaubhaftigkeit mag unbedeutend sein, aber das Ereignis mag trotzdem geschehen. Eine Doppelsechs zu würfeln ist höchst unwahrscheinlich, aber es kommt doch vor. Ähnlich unwahrscheinlich ist es zu behaupten, dass Baudelaire in den lebendigen Säulen die Pfeiler von Eros erkannt hätte, dies schließt jedoch nicht aus, dass er daran gedacht haben mag. Um ein aussagendes Beispiel zu wählen, müssen wir nicht unbedeutende Glaubhaftigkeitswerte in Betracht ziehen, was uns dazu führt, das Original zu ändern, wenn der gezielte Sinn von vornherein zu schwach ist. In diesem Fall benutzen wir Planen und wir setzen voraus, dass der Schaffende den Sinninhalt derselben dem Publikum geboten hat.

§151
· Steigerung des Rangs und des Abstands zwischen den Begriffen
Theorie

Die Rangsteigerung im Kanal eines Problems müsste mit einem größeren Abstand der Elle einer selbst gestärkten Linderung schaden. Das Austragen “Il existe une Nature/////où (de) vivants piliers laissent parfois sortir (de) confuses paroles. (L')homme passe (à) travers (le)/////temple…” (Es besteht eine Natur, worin lebendige Säulen zuweilen wirre Worte entweichen lassen. Der Mensch schreitet durch den Tempel…) erlaubt es, dass rb[Nature~temple] den Kanal 1/(2)(3,1)(1)(1) gegen 1/(1)(1)(1)(1) am Anfang nimmt. Da ein Austragen nur die Aspekte im Schriftstück ändert, die von der Berechnung betroffen sind, gehen wir davon aus, dass die Abstände zwischen “Nature” und “temple” einerseits und “parfums” (Düfte), “couleurs” (Farben) und “sons” (Töne) andererseits im Schnabel und im Verschlag unverändert bleiben. Wir beobachten also, wie die Elle zwischen Schnabel und Verschlag sich bezüglich rb[Nature~temple] gelindert durch die Glossen vb[Nature~parfums¹] vb[parfums¹~temple] ändert. Diese Linderungen haben eine Summengradiente und werden durch vb[Nature~couleurs] vb[couleurs~temple] und noch einmal durch vb[Nature~sons] vb[sons~temple] gestärkt. Der Verschlag liefert eine Summe (1/(1)(1)(1)(1))(((1/(1)(1)(2)(2) (5,7)(5,7)(1)(1))+(1/(1)(1)(2)(2)(5,5)(5,7)(1)(1)))+((1/(1)(1)(2)(2)(5,8)(5,8)(5,8)(1)(1))+(1/(1)(1)(2)(2)(5,6)(5,8) (5,6)(1)(1)))+((1/(1)(1)(2)(2)(5,9)(5,9)(5,9)(1)(1))+(1/(1)(1)(2)(2)(5,7)(5,9)(5,7)(1)(1))))=1((0,007+0,007)+ (0,001+0,001)+(0,001+0,001))=0,018. Da wir mit der Auswertung nur drei Stellen hinter dem Komma berücksichtigen, ändern sich manche Räumlichkeiten trotz des unterschiedlichen Abstands zwischen den benutzten Begriffen nur geringfügig. Dies fällt mit den Abständen Nature-sons (Natur-Töne) und temple- sons (Tempel-Töne) besonders auf. Zu bemerken ist auch, dass der Stärkungsabstand mit vb[sons~temple] nach vb[parfums¹~temple] gezählt wird, während der Abstand von vb[Nature~sons] nach vb[Nature~ parfums¹] berechnet wird. Im Schnabel zeigt sich die Elle sechsmal niedriger als im Verschlag, und dies hängt im Wesentlichen vom Kanal ab: ((1/(2)(3,1)(1)(1))(0,02))=0,003. Da das zu lindernde Problem vom Ausleger erfunden worden sein mag, ist es kohärent, dass die gesamte Platte ihre Glaubhaftigkeitsmessung herabsetzt, selbst wenn die Linderungsvorstellungen andererseits als solche ihren vollen Wert behalten.

Methode

Es steht fest, dass die Untersuchungsmethoden nicht ihre eigenen Untersuchungsgegenstände sind, wie die Methoden der Geologen keine Bergrutsche sind. Ähnlich ist es den Ausdeutern erlaubt, Untersuchungsmethoden zu ersinnen, die der Autor des Textes nie gekannt hat. Dagegen ist es nicht zulässig, Gedankeninhalte zu ersinnen, die dem Schaffenden nie durch den Kopf gegangen sind. Um die interessanten Glossen auszumachen, müssen wir genau bestimmen, was der Schaffende zum Ursprung des Werks dachte, um diese Vorstellungen von anderen einzelnen oder gemeinsamen zu unterscheiden, die mit den seinen verbunden sind. Die in Frage kommenden Vorstellungen können mit viel Verdienst ausgebracht worden sein, entweder vor ihm, nach ihm oder in seiner Zeit, aber dies sprengt den Rahmen unserer Untersuchung.

Anwendung auf Baudelaire

Die theologischen Einblicke in „Entsprechungen“ leiten dazu zu denken, dass Baudelaire ebenso gewagt als auch vorsichtig war. Was die Tempel und die Verderbnis betrifft, nimmt er seine Freude daran, der gängigen Denkweise zu widersprechen und umwerfende Bilder zu nützen. Er erinnert uns zugleich an Celsus und an Tertullian. Der erstere verspottet eindeutig die Schwärmer, die sich übernehmen und im Rahmen der Unbekannten behaupten, genaue Dinge zu beschreiben [183]: «Überall verwechselten sie den Lebensbaum und die Wiederauferstehung des Fleisches durch das Holz…» Vor dem Spott nimmt der zweite Autor ein wohl überlegtes Paradoxon in Anspruch. Er scheint mit dem Gedanken zu spielen, dass es im Vergleich zum Glauben an Gott kaum noch Sinn hat, von unwahrscheinlichen Dingen zu sprechen und dies nur eine soziale Willkür darstellt [953]: «Wurde der Sohn Gottes gekreuzigt? Ich schäme mich nicht es zu bejahen, weil man sich schämen muss. Ist der Sohn Gottes tot? Wir müssen daran glauben, weil es sinnlos ist. Er wurde begraben, er ist auferstanden. Das ist sicher, da es unmöglich ist.»

§152
· Änderung von Räumlichkeiten für eine gestärkte Linderung
Theorie

Es fällt leicht gewisse Abstände für die Glosse vb[répondent~parfums¹] (Antworten-Düfte¹), die rb[Nature~temple] (Natur-Tempel) lindert, zu steigern, indem man ein Austragen benutzt, das im Lauf des elften Verses “Des éléments corrompus” (verdorbene Elemente) enthält. Die Linderungsglosse wird selbst durch vb[chantent~parfums¹] gestärkt. Im Schnabel dienen “répondent” (antworten) und “chantent” (singen) als Bühne für die Glossen, in denen sie nicht vorhanden sind. Auf diese Weise erreichen wir die Elle (1/(1) (1)(1)(1))((2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(6,1)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(2)(5)(8,8)(5)(1)(1))))=(1/1)((1/6,1)+(1/(2)(5)(8,8)(5))) =(1)(0,163+0,002)=0,165. “Die Natur ist ein Tempel…” unter diesem Gesichtspunkt, weil die Düfte, Farben und Töne als Gläubige erscheinen. Seinerseits ergibt der Verschlag (1/(1)(1)(1)(1))((2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(6,1) (1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(1) (1)(8,8)(1)(1)(1))))=(1)(0,163+0,113)=0,276.

Methode

Eine Mehrdeutigkeit innerhalb einer Beleuchtung überträgt sich nicht auf die behandelte Frage. Wenn ein Stoßbegriff eine Schwingung (m) bis zu 2 verursacht, überträgt sich das ebenfalls nicht bis zu w=2. Es sind zwei sehr unterschiedliche Gründe nötig und zwar einer für (m) und einer für (w), um m=w=2 zu ergeben. Die Macht des Zusammenhangs soll den Ausleger nicht dazu treiben, beide Fälle miteinander zu verwechseln.

Anwendung auf Baudelaire

Es steht fest, dass «répondent» (Antworten) in vb(répondent~parfums¹) zweideutig wirkt, aber «chantent» (singen) dient dem als Bühne. Andererseits erreicht rb(répondent~parfums¹) den Wert m=2 wegen der Verschwommenheit von “répondent”, aber dies führt mangels einer weiteren Zweideutigkeit jedoch nicht zu w=2. Die Bebilderungen können zu etlichen Mehrdeutigkeiten führen, sie werden aber in den Hintergrund der Gedanken zurückgeworfen, wenn nichts anderes im Zusammenhang darauf aufmerksam macht. Es besteht auch noch die Möglichkeit, jedoch ohne Gewähr, zu ersinnen, dass die verdorbenen Düfte sich für Baudelaire im Gleichgewicht halten. Eine andere Auslegung geht dahin, dass die frischen und die verdorbenen Düfte und die frischen Düfte sich für Baudelaire im Gleichgewicht halten. Eine andere Auslegung geht dahin, dass die frischen und die verdorbenen Düfte für den Dichter die Welt der Gefühle beherrschen, wie in den Feiern, die Lukrez beschrieb [513]«Es sind nur Gelage, in denen Speisen und Ausstattung den Hausherren dazu dienen, miteinander um den besten Ruf zu wetteifern. Spiele, stets mit Wein nachgefüllte Kelche, Düfte, Kränze, Girlanden: diese Bemühungen bleiben nutzlos. Der Quelle der Freuden entspringt eine seltsame Bitterkeit, die den Liebhaber inmitten der Blumen, die er verschenken will, bei der Gurgel packt.» Jedoch gehört der Fall wie die Geburt zur Natur [512]: «…die goldenen Ernten reifen, die Äste der Bäume grünen und die Obstbäume selbst wachsen und biegen unter der Last der Früchte. Das Menschengeschlecht und die wilden Tiere entnehmen dieser Vegetation letzten Endes ihre Nahrung. Dies führt dazu, dass wir sehen, wie die blühenden Städte zahlreiche Kinder nähren, und dass die Laubwälder dank der jungen Nester mit Gezwitscher erschallen…Somit wird von dem, was anscheinend vergeht, nichts völlig zerstört, da die Natur die lebenden Wesen aus einander neu zeugt und ohne den Tod eines anderen kein neues Wesen zulässt.» Der Autor von „Entsprechungen“ zeigt vielseitige Gedanken über die lebendigen Kräfte, die unsere Rührung verursachen. Die Denkweise des Dichters wurde wahrscheinlich von Plotin beeinflusst [786]: «Anzufragen, woher diese Tiere kommen, heißt, sich zu fragen, woher dieser Himmel, oder das Tier überhaupt, oder auch woher das Leben, die Seele weltweit kommt. Das Leben, das Verständnis kommt weltweit dorther, wo Mangel und Armut unbekannt sind und wo alles vor Leben sprüht. Es gleicht einer Strömung aus einer einzigen Quelle. Es ist eine einzige Eigenschaft, die sämtliche andere Eigenschaften umfasst. Es kann weder mit einem Hauch oder einer Wärme, sondern eher mit einer Sänfte verglichen werden, die zugleich ein Geruch wäre. In dieser Fülle würde sich der Geschmack des Weins mit sämtlichen anderen Geschmäckern, sämtlichen Eigenschaften des Gefühls und des Gehörs einigen, weil alles in einem großen Wohlklang und Rhythmus schwebt.»

§153
· Minderung einer Knagge für eine gestärkte Linderung
Theorie

Es ist möglich, die Knagge bezüglich rb[corrompus~piliers] (verdorben-Säulen) durch einen kürzeren Abstand zu mindern. Das Problem wird durch die Glosse vb[corrompus~transports] (verdorben-Taumel) beleuchtet, die durch vb[corrompus~sens] (verdorben-Sinne) gestärkt wird. Hierzu wird das Segment «Laissent…autres» (lassen…andere) gestrichen. Im Verschlag erreichen wir (1/qepfzgj)((2(1/q’e’p’f’z’kg’j’))+ (2(1/q’’e’’p’’f’’z’’k’k’’g’’j’’)))=(1/(1)(1)(2)(2)(7)(1)(1))((2(1/(1)(1)(2)(2)(3,3)(8,4)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(2)(3,5)(8,6) (3,5)(1)(1))))=((1/28)((1/55,44)+(1/210,7))). Für beide Linderungen kommt die Bühne von «Moschus». Im Schnabel ist die Elle ganz anders: (1/(1)(1)(1)(1)(1)(1)(1))((2(1/(1)(1)(2)(2)(3,3)(3,4)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(2) (3,5)(3,6)(3,5)(1)(1))))=((1/22,44)+(1/88,2))=0,055. Diese Menge ist weit größer und vorteilhafter als die vorherige, weil das behandelte Hindernis augenscheinlicher ist.

Methode

Versetzen wir beliebig alle Begriffe des Dichters, der nach Wohlklang und Sinn strebt, so geraten wir gelegentlich zu seinen Vorgedanken.

Anwendung auf Baudelaire

Es ist denkbar, dass Baudelaire anfangs an “lange Echos, die einander in der Ferne antworten” und andererseits an Düfte, Farben und Töne, deren Effekte für den Zuschauer ineinander aufgehen: “Comme de longs échos qui de loin se répondent…les parfums, les couleurs et les sons se confondent.” (Wie lange Echos, die sich in der Ferne antworten…vereinen Düfte, Farben und Töne.) Schließlich wäre ihm ein Versetzung witzig vorgekommen: «Comme de longs échos qui de loin se confondent…Les parfums, les couleurs et les sons se répondent.» (Wie lange Echos, die sich in der Ferne vereinen…Antworten einander Düfte, Farben und Töne.) Einer seiner Freunde, Asselineau, liefert uns diese interessante Bemerkung [39]: «Alle beruhte bei ihm auf Gründlichkeit, was die Dichte der Effekte erklärt, die er in einem kurzen Schriftstück, einer halben Seite Prosa oder einem Sonett erzielte.» So erklärt sich auch sein Hang zur Denkordnung, zur Einteilung der Gedanken in der Kunst, sowie seine Vorliebe für die Kombination und die Dichtungsverfahren.» Asselineau schreibt auch noch [41]-[542]: «In der Tat arbeitete Baudelaire langsam und ungleichmäßig. Er verbiss sich in dieselben Stellen, disputierte stundenlang mit sich selbst über ein einziges Wort. Er blieb in der Mitte einer Seite stehen, um seine Gedanken im Ofen der Bummelei und der Konversation…zu "backen".»

§154
· Minderung von Räumlichkeiten für eine gestärkte Linderung
Theorie

Mindern wir zwei äußere Räumlichkeiten von der Platte, auf der rb[répondent~parfums¹] (antworten- Düfte) durch die Glosse vb[N~Nature] (N-Natur) gelindert wird, die selbst durch vb[Nature~temple] (Natur- Tempel) gestärkt wird. Benutzen wir ein Austragen mit folgendem Anfang: “La Nature est un temple où parfums, couleurs et sons se répondent.” (Die Natur ist ein Tempel, in dem Düfte, Farben und Töne einander antworten.) Der Verschlag ergibt die Elle (1/tsmw)((2(1/qepfzkgj))+(2(1/q’e’p’f’z’k’k’’g’j’)))=(1/(1)(1) (2)(1))((2(1/(2)(1)(2)(1)(1)(6,1)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(6,1)(1)(1)(1))))=½((1/(2)(6,1))+(1/6,1))=0,122. Die Stelle zu den “Worten” dient als Bühne. Der Schnabel bringt seinerseits eine Elle zum Vorschein, die sich auf leichter zu deutende Wörter stützt: (1/(1)(1)(2)(1))((2(1/(2)(1)(2)(1)(1)(1)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1) (1)(1)))). Das Ergebnis wird am Schluss durch Nietung auf ½ festgesetzt.

Methode

Da in der Berechnung die Messungen an keiner Stelle den Wert übersteigen dürfen, können wir ½(½+1) nicht zulassen, um zu ¾ zu gelangen. Wir müssen durch Übereinkommen 1,5 auf 1 herabsetzen und dann ½(1)=½ schreiben.

Anwendung auf Baudelaire

Die für den Verschlag durch das N bereits auf 1 festgesetzte Knagge erlaubt uns, zwei äußere Räumlichkeiten zu ändern, ohne an der Urberechnung wesentliche Änderungen vorzunehmen. Einerseits bringt das N den Vorteil, dass sein Kontakt mit «Nature» (Natur) unbestreitbar ist, und andererseits wird das “Natur-Tempel” Verhältnis durch den ersten Vers unanfechtbar gemacht.

§155
· Steigerung von Räumlichkeiten für eine gestärkte Linderung
Theorie

Steigern wir zwei Räumlichkeiten für die Aussage rb[Nature~temple], die durch vb[parfums¹~ symboles] (Düfte-Symbolen) gelindert wird, welche durch vb[couleurs~symboles] (Farben-Symbolen) gestärkt wird. Das Austragen wird zunächst die beiden ersten Verse, dann die Dreizeiler und letztendlich den Rest der Vierzeiler wiedergeben. Der Verschlag liefert eine Elle (1/tsmw)((2(1/qepfzkgj))+(2(1/q’e’p’f’z’k’ k’’g’j’)))= (1/(1)(1)(1)(1))((2(1/(1)(1)(2)(2)(4,1)(5,7)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(2)(4,2)(5,8)(4,2)(1)(1))))= 1((1/46,74) +(1/204,624))=0,025. Im Schnabel werden die beiden äußeren Räumlichkeiten der Linderungen zu 8,7 und 8,8 wegen der vorhandenen Fronten der Dreizeiler. Diese Fronten werden nun zu den 37 und Fronten des Urtextes, die einmal zwischen «Nature» und «parfums» und dann zwischen «Nature» und «couleurs» liegen, hinzugefügt. Vor der Änderung erreichen wir 2+(1(37/10))=5,7 und 2+(1(38/10))=5,8; nach der Änderung aber 2+(1((37+30)/10))=8,7 und 2+(1((38+30)/10))=8,8. Die Elle des Schnabels ist noch winziger als die aus dem Verschlag: (1/(1)(1)(1)(1))((2(1/(1)(1)(2)(2)(4,1)(8,7)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(2)(4,2) (8,8)(4,2) (1)(1))))=1((1/71,34)+(1/310,464))=0,017. Die festgestellte Minderung der Elle folgt also der Minderung des Ideenverhältnisses und Wortgedächtnisses, die durch die Unterbrechung der Vierzeiler durch die Dreizeiler erklärt wird.

Methode

Beobachten wir, dass der Verlust im Wesentlichen auf dem Wechsel von (1/46,74)=0,021 durch (1/71,34)=0,014 beruht.

Anwendung auf Baudelaire

Die Bühne wird in jedem Fall durch die Begriffe zu den wirren Worten, die die Säulen der heiligen Stätte entweichen lassen. Der achte Vers dient im neuen Zusammenhang derselben Vorstellung. Baudelaire mag an die natürlichen Elemente denken, die einander widerspiegeln, aber auch an die Symbolik der Liebeskultur, die sich selbst oft auf die Natur stützt. Gelegentlich empfindet der Dichter vor einer seiner Geliebten das Gefühl, aus der Wüste in ein gefährliches Grasland hinüberzuwechseln [[1109]] in Index II (Gedichte)">[[1109]]: «Seltsame Göttin, dunkel wie die Nächte,
Mit gemischtem Hauch aus Moschus und Havanna,
Du bist die Schöpfung eines Zauberers, Doktor Fausts aus der Savanne,
Hexe mit tiefschwarzen Lenden, Kind aus dunkler Mitternacht,

…Wenn die Karawane meiner Verlangen zu dir gleitet,
Sind deine Augen der Brunnen aus dem sich meine Langeweile tränkt.» Als in einem Gespräch für den Autor ein passender Titelentwurf für seine Gedichtsammlung entstand, fiel ihm der innere Kontrast im Ausdruck «die Blumen des Bösen» ein als ein Mittel auszudrücken, was er empfand, angesichts einer Schönheit, die zugleich leben lässt und foltert [621]. Dieses Spiel der Gegensätze passt gut zur Ironie, die in der folgenden Strophe zum Vorschein kommt [[995]] in Index II (Gedichte)">[[995]]: «Wenn für den Wüstling das weißlich-rote Morgengrauen
Sich mit dem nagenden Ideal trifft,
Lässt ein rachedurstiges Geheimnis
Einen Engel aus diesem Grobian entspringen…»

§156
· Minderung von Räumlichkeiten mit Stift und gestärkter Linderung
Theorie

Mindern wir in einem Zusammenhang mit einem Stift zwei äußere Räumlichkeiten. Die Elle des Verschlags (1/tsmw)((2(1/qepfzkgj))+(2(1/q’e’p’f’z’k’k’’g’j’))) wird sehr hohe Werte (k’) und (k’’) bieten. Im Schnabel werden die entsprechenden Werte sinken. Nehmen wir ein Austragen, in dem das jetzige Ende durch ein anderes ersetzt wird: “…et d'autres, parfums du temple, l'encens, l'ambre, le benjoin, le musc, corrompus, riches et triomphants, ayant l'expansion des choses infinies…” (…und andere Düfte aus dem Tempel, Weihrauch, Amber, Benzoe, Moschus, sind verdorben, reich und sieghaft und haben die Ausdehnung der unendlichen Dinge…) Der Verschlag mit der Platte von rb[corrompus~encens] vb[en~ encens], auf der die letzte Glosse durch vb[en~temple] gestärkt wird, besitzt eine Elle (1/(1)(1)(1)(1)) ((2(1/ (2)(1)(2)(1)(1)(1)(1)(1)))+(2(1/(2)(1)(2)(2)(8,4)(8,4)(8,4)(1)(1)))). Dieser Wert kann leider nicht als annehmbar betrachtet werden, denn er enthält die Gradiente von vb(en~temple) 2(1/(2)(1)(2)(2)(8,4)(1)(1)), die unter 1/16 sinkt. In dieser enttäuschenden Glosse wird “en” «encens» (Weih/Weihrauch) entliehen. Für die beiden Linderungen kommt die Bühne von «sens», das an den Geruch erinnert, ohne jedoch q=q’=1 rechtfertigen zu können. Im Schnabel ist die Elle (1/(1)(1)(1)(1))((2(1/(2)(1)(2)(1)(1)(1)(1)(1)))+(2(1/(2)(1)(2) (1)(1)(1)(1)(1)(1))))=1, und der intuitive Kontrast wirkt unter diesen Umständen keineswegs überraschend.

Methode

Bemerken wir, dass jemand, der selbst ein Werk dichtet, durch Stärkung der Bühne ein inneres Problem aufheben kann. Hierzu muss er das Hindernis und die dazugehörige Linderung klar identifizieren. Da dies in einem poetischen Zusammenhang oft nicht ganz leicht ist, wird es einfacher, auf die Räumlichkeiten zu wirken, um die Frage aufzulösen.

Anwendung auf Baudelaire

Wir stellen uns leicht eine Nachahmung vor, die am Schluss inmitten der zahlreichen Nasalierungen in den letzten vier Versen “Nature” und “Temple” enthalten würde. Diese Nasalierungen suggerieren die Verderbnis, die oft mit dem Geruch verbunden wird. Im jetzigen Text steht das Wort «Temple» weit vor «corrompus», selbst wenn er im Kontakt mit «Nature» ist. Der gemeinsame Zusammenhang am Anfang erinnert keineswegs an die Verderbnis, sondern an die beiden großen Richtungen des Pantheismus. Die eine, nach der, was die Menschen gewöhnlich Gott nennen, nichts Weiteres als die Welt ist. Die andere betrachtet Gott als die Seele der Welt.

§157
· Minderung von Gleitwegen und Räumlichkeiten für eine gestärkte Linderung
Theorie

Es ist möglich, trotz einer sehr bestreitbaren Vorstellung einen Wert unterhalb von 1/16 zu meiden, und dabei die Gleitwege und die Räumlichkeiten zu mindern. Hierzu ist eine feste Bühne am Rande des Urtextes nötig. Für die Platte der Glossen rb[corrompus~encens] vb[esprit~encens] (verdorben, Geistes/ Weihrauch) mit letzterer, die vb[sens~encens] (Sinne-Weihrauch) stärkt, wird ein Austragen einen ganz anderen Schluss liefern: “…l'ambre, le musc, le benjoin et l'encens sont-ils corrompus, riches et triomphants à cause de l'esprit et des sens qui détourneraient les effets de ce qui dépend trop d'eux?” (…sind Amber, Moschus, Benzoe und Weihrauch wegen des Geistes und der Sinne, die die Wirkung dieser Düfte aus dem richtigen Weg treiben, verdorben, reich und sieghaft?) Die Elle des Verschlags benutzt 2(1/(1)(1)(2)(2)(2,3) (2)(2)) und 2(1/(1)(1)(2)(2)(2,4)(2)(2)) in (1/(1)(1)(1)(1))((2(1/(1)(1)(2)(2)(2,3)(3,4)(2)(2)))+(2(1/(1)(1)(2)(2) (2,4)(3,5)(2,4)(2)(2)))). Sie weist Gradienten auf, die unterhalb von 0,062 liegen, weil wir mangels der Bühne g=g’=j=j’=2 in (1/tsmw)((2(1/qepfzkgj))+(2(1/q’e’p’f’z’k’k’’g’j’))) schreiben müssen. Dadurch wird das Ganze zur Berechnung uninteressant. Der Schnabel bringt eine Besserung in der Glaubhaftigkeit: (1/(2)(1)(1)(1)) ((2(1/(1)(1)(2)(2)(1)(1)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(2)(1)(1)(1)(1)(1))))=½.

Methode

Die Messungen sind in ihrer Tragweite eingeengt, wenn man sich dem Bereich der Nietung und der Ebnung nähert. Das zuvor angeführte Beispiel zeugt davon, da t=2 und f=f’=1 das Endergebnis kaum beeinflusst hätten: (1/(2)(1)(1) (1))((2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)(1)(1))))=½(2) würde durch Ebnung ½(1). Da der Rang nur einen Sonderfall der Knagge für die Stöße darstellt, müssen wir hinzufügen, dass alle Knaggen mit dem Wert 1 die Elle (1/(1)(1)(1)(1))((2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)(1)(1))))=((1) (2)) und letztendlich 1 durch gerechtfertigte Übereinkunft ergeben würden.

Anwendung auf Baudelaire

Um dies verständlich zu machen, wäre es uns bequem, in einem Austragen das geänderte Ende des Textes wie bereits erwähnt jedoch ohne Frage- und Bedingungsformen in Anspruch zu nehmen: “…l'ambre, le musc, le benjoin et l'encens sont corrompus, riches et triomphants à cause de l'esprit et des sens qui détournent les effets de ce qui dépend trop d'eux.” (Amber, Moschus, Benzoe und Weihrauch sind wegen des Geistes und der Sinne, die die Wirkung dieser Düfte aus dem richtigen Weg treiben, verdorben, reich und sieghaft.)

§158
· Gleichgewicht von Änderungen für eine gestärkte Linderung
Theorie

Suchen wir nach einem Austragen, das zwei numerische Änderungen in entgegengesetzter Richtung bewirkt, so dass wir zum selben Ergebnis wie am Anfang gelangen. In intuitiver Hinsicht geht es darum, eine Vorstellung einerseits zu begünstigen und andererseits zu schwächen. Entkräften wir die Idee mit verdorbenem Weihrauch und sprechenden oder singenden Düften. Dieses Vorgehen erlaubt Knaggen mit dem Wert 2 für die Elle von den Glossen rb[corrompus~encens] vb[répondent~parfums¹], in denen die Linderungsglosse durch vb[chantent~parfums¹] gestärkt wird. Dasselbe Austragen wird zur Aufgabe haben, alle diese Vorstellungen zu verschmelzen: “…les parfums, les couleurs, les sons, se répondent-ils et chantent-ils, en particulier l'ambre, le musc, le benjoin et l'encens, corrompus, riches et triomphants?” (…antworten Düfte, Farben und Töne einander und singen dieselben -insbesondere Amber, Moschus, Benzoe und Weihrauch, die verdorben, reich und sieghaft sind?) Das Vorgehen mindert die drei äußeren Räumlichkeiten. Das Gesamtergebnis für kennzeichnende Mengen, einerseits geminderte, anderseits gesteigerte, soll für Intuition und Nummer ähnliche Werte liefern. Mit dem ersten Vers als Bühne bringt der Verschlag die Größe (1/tsmw)((2(1/qepfzkgj))+(2(1/q’e’p’f’z’k’k’’g’j’)))=(1/(1)(1)(1)(1))((2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(4,8) (1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(4,8)(1)(1)(1))))=1((1/(4,8))+(1/(4,8)))=(2/4,8) oder (1/2,4)=0,416. Der Schnabel kommt zu einem benachbarten Ergebnis: (1/(2)(1)(1)(1))((2(1/(1)(1)(2)(2)(1)(1)(1)(1)))+(2(1/(1)(1)(2)(2)(1)(1) (1)(1)(1)))) oder ½(½+½)=½=0,5.

Methode

Zwar führt die Rangänderung, die dazu leitet, dass ½ die nachher erwähnte Summe multipliziert, zu einer geänderten oberflächlichen Form in der Berechnung, aber die Auswirkungen bleiben fast gleich.

Anwendung auf Baudelaire

Ihrerseits haben die Intuitionen, die einander fremd sind, ungefähr dieselbe Kraft.

§159
· Risiko der Platten mit schwachen Ellen
Theorie

Versuchen wir, einige Glossen mit Summengradienten zu sammeln. Es geht darum, Probleme und Linderungen auf eine Platte zusammenzuführen. Bemühen wir uns insbesondere, das Paar vb(Natur~ Düfte¹) vb(Düfte¹~Tempel) zu integrieren. Wir fügen die folgenden Stärkungen hinzu: vb(Natur~Farben) vb(Farben~Tempel), vb(Natur~Töne) vb(Töne~Tempel). Obwohl sie anscheinend zu verschwommen sind, um rb(Natur~Tempel) zu beleuchten, drucken die Linderungsglossen genug Sinn aus, um interessant zu werden. Dieser Skrupel in intuitiver Hinsicht wird in numerischer Hinsicht von dem Nachteil großer Räumlichkeiten begleitet. Absatz 151 zeigte, wie rb(Natur~Tempel) und die bereits erwähnten Linderungen auf einer Platte zu einer etwa 0,02 Elle führt. In einer allgemeinen Elle einer breiten Platte sind zahlreiche Multiplikationen ohne Beschneiden nötig. Auf diese Weise wird das ganze wegen 0,02 zu einer winzigen Menge gesenkt. Daher gilt es, eine ähnliche Folge zu vermeiden trotz ihres geordneten und belustigenden Charakters. Es ist besser, sich am Absatz 128 zu orientieren, um folgende Reihe zu benutzen: rb(antworten~Düfte¹) vb(Düfte¹~frisch) vb(frisch~Farben), vb(Düfte¹~sanft) vb(sanft~Farben), vb(Düfte¹~ sieghaft) vb(sieghaft~Farben), vb(Düfte¹~reich) vb(reich~Farben). So wird dank dieser Elemente ½ leicht erreicht: rb(antworten~Düfte¹) vb(Düfte¹~frisch) vb(Düfte¹~sanft) vb(Düfte¹~sieghaft) vb(Düfte~reich). Solche Glossen können ohne gravierende Folgen auf einer Platte andere spannendere Glossen begleiten, die ihrerseits eine geminderte Glaubhaftigkeitsmessung aufweisen können.

Anwendung auf Baudelaire

Unsere Leidenschaften erleichtern uns, in einem Text interessante Deutungen herauszufinden, aber die Vernunft soll in der Zusammensetzung einer Platte die Oberhand behalten. Die besten Auslegungen müssen nämlich kräftig genug sein, um sich letztendlich durchzusetzen und schließlich allen augenscheinlich sein. Der Erfolg der besten Deutungen von „Entsprechungen“ seit der Veröffentlichung des Sonetts hebt die Wandlung des guten eigenen Gedankens zur gewöhnlichen Vorstellung.

Methode

Unser Ziel im vorliegenden Verfahren besteht darin, das Wesentliche im Kommentar zu finden helfen, aber wir sind uns dessen bewusst, dass wir im Gegenteil Gefahr laufen, einen neuen Aberglauben einzuführen.

§160
· Eine feste Platte
Theorie

Benutzen wir auf einer und derselben Platte die Reihe rb(répondent~parfums¹) vb(parfums¹~frais) vb(frais~couleurs), vb(parfums¹~Doux) vb(Doux~sons), vb(couleurs~triomphants) vb(triomphants~sons); dann die Reihe rb(piliers~paroles) vb(N~Nature); rb(Nature~temple) vb(N~Nature); rb(regards~symboles) vb(N~Nature); rb(observent~symboles) vb(N~Nature); rb(corrompus~encens) vb(transports~sens); rb(chantent~parfums¹) vb(parfums¹~hautbois) [rb(antworten~Düfte¹) vb(Düfte¹~frisch) vb(frisch~Farben), vb(Düfte¹~sanft) vb(sanft~Töne), vb(Farben~sieghaft) vb(sieghaft~Töne); dann die Reihe rb(Säulen~Worte) vb(N~Natur); rb(Natur~Tempel) vb(N~Natur); rb(Blicken~Symbolen) vb(N~Natur); rb(betrachten~Symbolen) vb(N~Natur); rb(verdorben~Weihrauch) vb(Taumel~Sinne); rb(singen~Düfte¹) vb(Düfte¹~Oboen)]. Um zu vermeiden, zu niedrige numerische Werte zu erreichen, erscheint es angebracht, die kräftige Linderung vb(N~Nature) wieder zu benutzen und uns dabei jedes Mal auf eine kleine beliebige Räumlichkeit zu stützen. Die ersten sieben Glossen haben einen Wert von ½ dank des Stoßes rb(antworten ~Düfte¹), der selbst den Kanal ½ besitzt. Wir nehmen auch die beiden Linderungen vb(Düfte¹~frisch) vb(Düfte¹~sanft) in Anspruch, bei denen die eine die andere stärkt, was den höchstmöglichen Wert 1 ergibt. So erreichen wir das Ergebnis ½(1)=½. Die später erwähnten vier Stöße verdienen den Kanal 1, der der Platte nicht schaden kann, da dieselbe Linderung vb(N~Natur) immer wieder in Anspruch genommen und nur einmal in Rechnung getragen wird. So hilft ihre Gradiente ½ dank des Beschneidens, einen allzu großen numerischen Verlust zu meiden. In dieser Menge 2(1/(2)(1)(2)(1)(1)(1)(1)) werden die Gleitwege immer durch dieselbe Bühne, nämlich den achten Vers, herangeführt. Andererseits behält in den betrachteten Fällen die äußere Räumlichkeit immer den Wert 1, insbesondere durch das «dort» im dritten Vers, das die Sinnkontinuität im ersten Vierzeiler sichert. Soweit liegt das Produkt bei ((½)(½))=¼. Hinzu kommt das Glossenpaar rb(verdorben~Weihrauch) vb(Taumel~Sinne). Es sieht nicht so gut aus wie rb(verdorben~Weihrauch) vb(Weihrauch~Sinne), bietet jedoch den Vorteil, eine innere Räumlichkeit 1 in vb(Taumel~Sinne) und eine äußere Räumlichkeit 1 im Verhältnis zum Stoß aufzuweisen. Dies ergibt (1/(1) (1)(1)(1))(2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)(1)))=1, was diese kleine Platte innerhalb der großen betrifft. Die Bühne kommt leicht vom Begriff «Sinne», der sehr nützlich scheint, obwohl er nicht in die Mitte dieser Erklärung gehört. Das allgemeine Ergebnis bleibt bei ¼, da ¼(1)=¼. Wir müssen noch rb(singen~Düfte¹) vb(Düfte¹~Oboen) behandeln. Der Stoß zeigt einen Kanal 1/(1)(1)(2)(1) wegen «singen», das hier im übertragenen Sinne zu verstehen ist. Die Linderungsglosse verdient dank der Bühne im bequemen achten Vers die Gradiente 2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1)). Die äußere Räumlichkeit sinkt nicht unterhalb von 1, da der Grundkontrast in den Dreizeilern die Begriffe bindet. Außerdem behalten die beiden Messungen der inneren Abstände den Wert 1. Die Gesamtelle erreicht (¼)((1/(1)(1)(2)(1))(2(1/(1)(1)(2)(1)(1)(1)(1))))=(¼)(½)(1)=⅛= 0,125.

Methode

Auf diese Weise sehen wir, wie gefahrenlose Kommentare die äußerst schwachen Ellen vermeiden, jedoch auf die seit langer Zeit untersuchten Schriftstücke wenig Licht werfen.

Anwendung auf Baudelaire

Sobald wir an die wagehalsigsten Weisen gelangen, „Entsprechungen“ zu deuten, bricht das numerische Ergebnis zusammen. Dies gilt uns als ernsthafte Warnung, unseren Hang, Deutungen, die eher Wetten sind, als objektive Erfindungen darzulegen. Dritter Teil: DER EINFLUSS EINES GEDANKENS ÜBER DAS VERHÄLTNIS ZWISCHEN ZWEI ANDEREN Ins Deutsche übersetzt von Jean-Claude Guerry